Viehzuchtverein Göfis

Der Göfner Viehzuchtverein ist eine Gemeinschaft von Bauern, die sich für die Qualität und Entwicklung in der Viehzucht engagiert.

Aufgaben
Göfis war noch vor 100 Jahren ein richtiges „Bauerndorf“ mit zahlreichen Höfen und Landwirtschaften. Heute beheimatet der Ort noch rund sechs Vollerwerbsbauern und zirka zehn kleinere Landwirtschafteten im Nebenerwerb. Jährlich wird in Göfis Grünland im Umfang von rund 400 Fußballfeldern durch diese bewirtschaftet. Die rund 500 Göfner Milchkühe produzieren täglich rund 2500 Liter Milch. Insbesondere die Milchmessung und Qualitätskontrolle ist eine Kernaufgabe des Göfner Viehzuchtvereines.

Geschichte
Der Göfner Viehzuchtverein wurde  am 1. Oktober 1911 im Gasthaus Stern unter dem Vorsitz von Franz Josef Meier gegründet. Die Kernaufgabe des Vereins bildete schon damals die Entwicklung und Erhaltung einer geordneten Viehzucht. So wurde zum Beispiel im Jahr 1922 die Stierhaltung mit einem Entgeltumfang von sieben Litern Milch pro Tag abgegolten.

Im Jahr 1924 kommt es einstimmig zur Erweiterung:  die Landesanstalt Valduna  tritt dem Viehzuchtverein Göfis bei.

Erfolge und Rückschläge
1954 zählt der Verein bereits 36 Mitglieder, welche 84 „Herdebuchkühe“ halten. Im Laufe der Jahre kommt es zu einem regen Ankauf und Verkauf an guten Jungstieren. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewegten sich die Preise für gute Zuchtstiere zwischen  56.000,- und  80.000 Schilling als Höchstwerte, heute gerechnet bei rund 5000 bis 6000 Euro. Gemeinsam und auch im einzeln stellt der Verein immer wieder auf Messen und Schauen seine Tiere zur Schau. 1983 erhält zum Beispiel Erwin Gasser für die Kuh Raute einen Ehrenpreis der „Arge Braunvieh“ für eine Laktationsleistung  von 10.399 Litern Milch mit 4,14 Prozent Fettgehalt.

1984 kommt es zu einem tragischen Unglück. Stierhalter Luzius Huber wird vom Vereinsstier Peter in seinem Stall erdrückt. 1987 kommt es für den ganzen Verein durch die Rinderseuche IBR-IBV zu einem großen Rückschlag. 30 wertvolle Zuchttiere mussten geschlachtet werden. In Folge kam es auch zu einem Engpass bei der Zuchtstierhaltung: Keiner des Vereins  wollte diese auch risikoreichen Verantwortung übernehmen.

Neue und erweiterte Aufgaben
Heute widmet sich der Viehzuchtverein insbesondere der Entwicklung  einer modernen Landwirtschaft, engagiert sich für die Erhaltung der Stierhaltung und sichert durch Milchmessung die Qualität der Milchleistung. Heute werden Kühe im Regelfall künstlich besamt, nur bei Problemen kommt noch ein Zuchtstier zum Einsatz. 

Kontakt
Manfred Zimmermann
Unterdorf 15
6811 Göfis
T 0664 / 4886668

Vorstand des Göfner Viehzuchtvereins
Manfred Zimmermann, Obmann
Erwin Gassner, Obmann Stv.
Hans Schöch, Kassier
Josef Koch, Schriftführer
Karl Mathis                                       

Ehemalige Obleute des Viehzuchtvereines Göfis
1911 – 1923        Franz Jos. Meier
1923 – 1933        Jakob Amann
1933 – 1950        Johann Schöch
1950 – 1974        Josef Lampert
1974 – 1989        Benno Morscher
1989 – 2002        Karl Schöch
2002 – heute       Manfred Zimmermann