Gesundheitstipps
Der Arbeitskreis für Vorsorge und Sozialmedizin (aks) unterstützt die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger bei der Erhaltung der Gesundheit und Förderung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Deshalb bieten wir Beratung, Betreuung und konkrete Hilfestellung im Gesundheitsbereich an.
Kontakt und weitere Informationen:
aks gesundheit GmbH
Rheinstr. 61, 6900 Bregenz
Telefon: 05574/202
e-mail: gesundheit@aks.or.at
Web: www.aks.or.at
Ausgezeichnete Hygienestandards in Vorarlberg
Ausgezeichnete Hygienestandards in Vorarlberg
Über 200 TeilnehmerInnen bei Hygienetag
Seit 1999 engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft Hygiene für einen Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie enge Zusammenarbeit aller Berufsgruppen, die sich mit dem Thema Hygiene im medizinischen Bereich befassen. Beim jährlich stattfindenden Hygienetag, der vor kurzem zum sechsten Mal durchgeführt wurde, informierten sich mehr als 200 TeilnehmerInnen aus den Vorarlberger Krankenhäusern und Pflegeheimen aber auch vom Roten Kreuz über die aktuellen Entwicklungen in der Krankenhaushygiene.
In diesem Jahr war das Hauptthema „Standardhygiene statt Isolierung bei multiresistenten Keimen“. Darüber hinaus wurden die Themen Hygiene im Rettungs- und Krankentransportwesen sowie Hygiene im Privatbereich behandelt. „Der Vorarlberger Hygienetag hat sich zu einer beliebten und gut besuchten Fortbildung entwickelt. Neben Hygienethemen aus dem Arbeitsalltag im Krankenhaus werden auch immer neue Entwicklungen und Erkenntnisse der Krankenhaushygiene präsentiert“, so Dr. Gabriele Hartmann, Leiterin der Krankenhaushygiene am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe
„Wir haben in Vorarlberg ein sehr hohes Niveau im Hygienebereich“, betont Hans Hirschmann von der Abteilung Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge am Landeskrankenhaus Feldkirch die österreichweite Vorreiterrolle. In der interdisziplinären ARGE Hygiene befassen sich alle Berufsgruppen von ÄrztInnen bis zur Pflege gleichberechtigt mit aktuellen Fragestellungen rund um die Hygiene. „Hygiene ist in allen Bereichen wichtig und kann nur dann richtig umgesetzt werden, wenn auf allen Ebenen einen Bewusstsein dafür vorhanden ist“, ist Hirschmann, Vorsitzender der ARGE Hygiene, überzeugt.
Mehr Bewusstsein
Auch für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist Hygiene in den letzten Jahren verstärkt zu einem Thema geworden. „Durch Medienberichte ist das Bewusstsein gestiegen und die Menschen sind aufmerksamer bei Hygienethemen“, berichtet Hirschmann von seinen Erfahrungen.
Zahlreiche Aktivitäten
Laufende Schulungen in den Landeskrankenhäusern stellen sicher, dass alle MitarbeiterInnen über den neuesten Stand der Hygienestandards informiert sind. „Wir haben in den letzten Jahren viel in diesem Bereich getan“, so Hirschmann. „So finden sich beispielsweise in allen Zimmern Desinfektionsmittelspender.“ Darüber hinaus gehören auch Wasser- und Geräteüberprüfung sowie Infektionsüberwachung zum Standardprogramm für Hygiene in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern.
Für Rückfragen
Andrea Bachmann
T 05522 / 303 – 5015
andrea.bachmann@khbg.at
Blutspenden rettet Leben
Blutspenden rettet Leben
13.000 Blutkonserven für Vorarlberger Krankenhäuser
Die Blutspenden der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger retten jährlich tausende Menschen, die sonst nach Unfällen, Operationen, Geburtskomplikationen oder andern Notfällen sterben würden. „Mit der Spende des roten Lebenssaftes retten Sie das Leben von in Not geratenen Menschen“, erklärt Roland Gozzi, Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Vorarlberg anlässlich des Welt-Blutspendetages am 14. Juni. In Vorarlberg werden jährlich rund 13.300 Blutkonserven benötigt, die an den Vorarlberger Krankenhäusern verwendet werden.
Ein Großteil davon wird für Schwerverletzte, in der Tumorchirurgie, für DialysepatientInnen und in der Prothesenchirurgie verwendet. Größter Abnehmer ist allerdings seit einigen Jahren die Onkologie, denn wenn durch die Chemotherapie auch die gesunden Blutzellen reduziert werden, benötigen die PatientInnen Bluttransfusionen. „In der Onkologie können immer mehr Krebserkrankungen mit immer aggressiveren Behandlungen bekämpft werden, wodurch auch die Zahl der Bluttransfusionen in diesem Bereich steigt“, erklärt OA Dr. Georg Pfanner, Transfusionsbeauftragter am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Sparsamer Umgang
Durch die höhere Lebenserwartung, die zunehmende Zahl an großen Operationen (z.B. Prothesen) und die steigende Anzahl schwerer Unfälle mit Polytraumata durch das geänderte Freizeitverhalten, ist der Bedarf an Transfusionen in den letzten Jahren gestiegen. „Wir versuchen möglichst sparsam mit dieser kostbaren Spende umzugehen“, erklärt OA Dr. Pfanner, warum die Zahl der benötigten Blutkonserven dennoch gleich bleibt. Dabei hilft ein Konzept zur Fremdblutvermeidung, das schon seit über zehn Jahren am LKH Feldkirch eingesetzt wird. Dazu gehören unter anderem Eigenblutspenden bei planbaren Operationen (z.B. Prothesen), aber auch gezielte Gerinnungstherapie, die bei schweren Unfällen mit großem Blutverlust dazu beiträgt, den Blutverlust möglichst in Grenzen zu halten. Auch die Wiederaufbereitung des Blutes im Operationssaal durch maschinelle Autotransfusionen hilft Blutkonserven zu sparen. Dennoch betont Dr. Pfanner wie wichtig Blutkonserven bei der Arbeit im Operationssaal sind, denn Blut muss bei fast jeder größeren Operation bereit gestellt werden, auch wenn es nicht immer benötigt wird. „Gerade am LKH Feldkirch, wo wir Schwerverletzte mit Polytrauma behandeln, kann es vorkommen, dass ein Patient bis zu 40 Blutkonserven und ebenso viel gefrorenes Plasma sowie Blutplättchenkonzentrate benötigt“, berichtet der Anästhesist aus der Praxis.
Hoher technischer Aufwand
Bis aus der Blutspende eine Blutkonserve wird, ist hoher technischer Aufwand nötig, denn Abzapfen und wieder einfüllen – so einfach funktioniert das Blutspenden nicht. Die Herstellung von Blutkonserven ist eine eigene Wissenschaft geworden. Kein Patient erhält heute mehr „Vollblut“-Konserven, sondern genau die Blutbestandteile, die er für seine Behandlung benötigt. Das Vollblut des Spenders muss dafür in seine Komponenten zerlegt werden. Ergebnis der Laborarbeit ist das Notfallmedikament Nr. 1, ein Beutel mit einem Konzentrat aus roten Blutkörperchen und einer mit Plasma.
Erstspender gesucht
Österreichweit liegt die Zahl der Blutspender bei rund 3,5%. In Vorarlberg sind es ca. 3 %. „Leider geht nach wie vor nur ein Bruchteil der potenziellen SpenderInnen zur Blutspende. Besonders mangelt es dabei an ErstspenderInnen“, bedauert Gozzi und ruft gerade vor dem Sommer zum Blutspenden auf, denn während der Sommerpause ist Blut immer knapp – und wird doch dringend benötigt. „Deshalb ist es notwendig, ausreichend Reserven von Blutkonserven zu schaffen, um auch in der Urlaubszeit alle Krankenhäuser mit Blut versorgen zu können“, so der Geschäftsführer des Roten Kreuz Vorarlberg. Wichtig ist auch, immer wieder zu spenden, denn Blut kann nicht künstlich erzeugt und nur zeitlich begrenzt gelagert werden. „BlutspenderInnen leisten einen wichtigen Beitrag für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Es braucht Menschen mit Herz, die bereit sind „aus Liebe zum Menschen“ anderen zu helfen“, betont Roland Gozzi.
Alle Informationen rund ums Blutspenden und alle Blutspendetermine erfahren Sie auf www.blut.at oder unter der kostenlosen Service-Nummer 0800 190 190.
Rückfragen
Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft
Dr. Andrea Bachmann
T 05522 / 303 – 5015
andrea.bachmann@khbg.at
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Vorarlberg
Sandra Hämmerle
T 05522 / 770 00
sandra.haemmerle@v.roteskreuz.at
Facts
Wer kann Blut spenden?
Blutspenden darf jeder im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, insofern keine gesundheitlichen Bedenken bestehen und man ein Mindestgewicht von 50 kg hat. Bei einem gesunden Mann kann eine Blutspende sechsmal jährlich und bei einer gesunden Frau fünfmal jährlich durchgeführt werden. Während der Spenden ist aber eine Ruhezeit von jeweils zwei Monaten einzuhalten.
Jeder kann mit seinem Arzt oder bei einem Blutspendetermin des Roten Kreuzes herausfinden, ob er als Spender geeignet ist. Denn jeder kann auch in eine Situation kommen, in der er auf eine Blutspende angewiesen ist.
Was passiert mit dem gespendeten Blut nach der Abnahme?
Das Blut wird nach der Blutabnahme konserviert, untersucht, aufbereitet und wenn es geeignet ist, in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt. Diese werden in der Blutbank gelagert und finden ihre Verwendung in der Medizin, der Wissenschaft oder der Pharmazie. Die abgenommene Menge liegt in der Regel bei ca. 450 Milliliter.
Tests und Sicherheit
Selbstverständlich werden immer die aktuellsten Tests zur Untersuchung der Blutspenden auf mögliche Krankheitserreger verwendet. Auch die enormen Innovationskosten sind kein Argument dagegen. Die Möglichkeit, sich auf dem Weg einer Bluttransfusion mit einer Krankheit anzustecken, war dank entsprechender Vorkehrungen noch nie so gering wie heute.
Ablauf einer Blutspende in 5 Schritten: |
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aks Dienstleistungen werden in Göfis genützt
aks Dienstleistungen werden in Göfis genützt
Statistik für das Jahr 2011
Die aks Sozialmedizin bietet ihre Dienstleistungen an 23 Außenstellen wohnortnah in ganz Vorarlberg an. Im vergangenen Jahr haben dieses Angebot insgesamt 35 Menschen aus Göfis genützt:
Fachbereich | Anzahl betreuter Klienten |
Kinderdienste | 31 |
Erwachsenendienste | 4 |
Gesamtzahl der betreuten KlientInnen | 35 |
Die aks Sozialmedizin GmbH ist in den Bereichen Therapie für Kinder, neurologische Rehabilitation und Sozialpsychiatrie tätig. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten sowie ihrer Angehörigen im Vordergrund.
Kinderdienste
Das Ziel der aks Kinderdienste ist die bestmögliche Unterstützung und Förderung für Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren mit körperlichen, geistigen und / oder seelischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Zur bestmöglichen Betreuung der Kinder bieten die Kinderdienste neben der Therapie an den Außenstellen auch Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie direkt an den Sonderschulen und Sonderpädagogischen Zentren an. So kann die Integration der Therapie in den schulischen Alltag sicher gestellt werden.
Ambulante Neurologische Rehabilitation
Die Ambulante Neurologische Rehabilitation (ANR) des aks bietet Menschen mit neurologischen Erkrankungen ein vielseitiges Therapieangebot an und begleitet sie bei der Erreichung ihrer ganz persönlichen Ziele. Im Mittelpunkt stehen die Förderung der Selbständigkeit der Patientinnen und Patienten sowie die Unterstützung der Angehörigen.
Sozialpsychiatrische Dienste
Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SPD) des aks beraten, begleiten und unterstützen Menschen mit psychischen Störungen oder in seelischen Belastungssituationen bei Schwierigkeiten im Alltag, im familiären und beruflichen Leben sowie in Krisensituationen.
Einen wichtigen Stellenwert in der SPD haben die Beschäftigungsprojekte. Ziel ist, den KlientInnen unter Berücksichtigung ihrer Belastbarkeit eine Tagesstruktur zu ermöglichen und ihre soziale Integration zu fördern.
Die Zuweisung zur aks Sozialmedizin erfolgt über Hausarzt/ärztin oder Facharzt/ärztin mittels Rhea-Schein. Finanziert werden die Leistungen der aks Sozialmedizin GmbH aus dem Sozialfonds des Landes.
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Zuerst zum Hausarzt, Entlastung für Fachärzte und Ambulanzen
Zuerst zum Hausarzt, Entlastung für Fachärzte und Ambulanzen
Zielgerichtete hautärztliche Versorgung durch Gesundheitsinitiative Dermatologie
Der Vorarlberger Landesgesundheitsfonds hat das Projekt „Modellregion Gesundheitswesen Vorarlberg“ ins Leben gerufen, um Lösungswege für die Entlastung der Spitalsambulanzen zu suchen. Im Rahmen dieser Initiative wurden mehrere Teilprojekte entwickelt, darunter die Gesundheitsinitiative Dermatologie, die als Kooperation von Landesregierung, Ärztekammer, Gebietskrankenkasse und Landeskrankenhäusern jetzt umgesetzt wird.
„Die Gesundheitsinitiative Dermatologie ist ein Entwicklungsschritt, damit die abgestufte Gesundheitsversorgung wieder verstärkt im Bewusstsein der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger verankert wird. Unser wichtigstes Ziel ist, dass die Bevölkerung, abhängig von den jeweiligen Erkrankungen, die angemessene medizinische Einrichtung in Anspruch nimmt“, betont Gesundheitslandesrat Dr. Rainer Gögele anlässlich der Auftaktpressekonferenz.
HausärztInnen erste Anlaufstelle
Die PatientInnen suchen derzeit ungesteuert AllgemeinmedizinerInnen, FachärztInnen und die Spitalsambulanzen auf, wobei vor allem die Spitalsambulanzen einen regen Zulauf verzeichnen. „Das bringt sowohl bei den FachärztInnen als auch in den Ambulanzen lange Wartezeiten“, erklärt Dr. Harald Schlocker, Sprecher der niedergelassenen Ärzte in der Vorarlberger Ärztekammer. „Deshalb ist es notwendig, dass die Bevölkerung den Hausarzt wieder vermehrt als erste Ansprechperson für alle Beschwerden ansieht.“
Aufgaben klar festgelegt
Im Rahmen der Gesundheitsinitiative Dermatologie werden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten klar festgelegt. „Erste Ansprechperson auch für Hauterkrankungen ist in allen Fällen der Hausarzt oder die Hausärztin“, betont Dr. Schlocker. Einfache Hauterkrankungen können dort behandelt werden. Für komplexere Erkrankungen ist eine Überweisung zum Facharzt notwendig. „Die dermatologische Ambulanz am Landeskrankenhaus Feldkirch ist nur für Notfälle, sehr komplexe Erkrankungen oder stationäre PatientInnen die richtige Anlaufstelle“, erläutert Dr. Till Hornung, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Im Rahmen der Informationskampagne werden betroffene PatientInnen darauf aufmerksam gemacht, welche Anlaufstelle für sie die richtige ist. „Unkomplizierte Fälle werden in Zukunft in der dermatologischen Ambulanz nicht mehr behandelt“, betont Hornung.
Besserer Zugang zur richtigen Stelle
„Der Zugang aller PatientInnen zur dermatologischen Grundversorgung ohne Terminvereinbarung ist sowohl im Regel- als auch im Notdienstbetrieb sichergestellt“, betont VGKK-Obmann Manfred Brunner. „Wenn mehr leichte Hauterkrankungen bei den HausärztInnen behandelt werden, sind bei DermatologInnen und in der Spitalsambulanz mehr Kapazitäten für kompliziertere Fälle frei. Dadurch verringern sich auch die Wartezeiten“, erläutert Brunner den unmittelbaren Nutzen für die Bevölkerung.
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Weihnachten: Feiern ohne Reue
Weihnachten ist eine Zeit des Wohlfühlens und des Genusses. Damit das auch so bleibt, hat die aks Gesundheitsvorsorge Tipps für die Feiertage und ein Rezept für ein Weihnachtsmenü zusammengestellt.
Gerade ein festliches Essen sollte mit Genuss verbunden sein. Deshalb rät aks Ernährungswissenschafterin Mag. Birgit Hämmerle: „Essen Sie langsam und in entspannter Atmosphäre. Nehmen Sie sich viel Zeit, auch zwischen den einzelnen Gängen. Das fördert das natürliche Sättigungsempfinden, denn das setzt erst nach 20 Minuten ein.“
Gesund und festlich
Gesunde Ernährung und ein festliches Menü sind keine Widersprüche. Auch bei der Festtagsküche lassen sich die Empfehlungen der Ernährungspyramide umsetzen. Frischer Salat oder eine Gemüsesuppe im Weihnachtsmenü bremsen den Appetit und füllen den Magen. Zudem sind sie ausgezeichnete Vitaminlieferanten. Kartoffeln, Getreideprodukte und Gemüse sollten in den Mittelpunkt des Weihnachtsmenüs gestellt werden. „Sie enthalten nicht nur wenig Fett, sondern sättigen gut und sind reich an Nähr- und Ballaststoffen“, so Hämmerle.
Bewusster Genuss
Auf Weihnachtskekse müssen auch gesundheitsbewusste Genießerinnen und Genießer nicht verzichten. „Essen Sie sich nicht mit Süßigkeiten satt, sondern genießen Sie die Leckerein ganz bewusst“, rät die Ernährungswissenschafterin. Für den Nachmittagskaffee an Festtagen rät Hämmerle zu Obstkuchen statt Sahne- oder Buttercremetorte. „Oder lassen Sie nach einem reichhaltigen Nachmittagskaffee das Abendessen ausfallen“, so Mag. Hämmerle.
Spaziergang statt Verdauungsschnaps
Auch die Getränke spielen an den Festtagen eine „gewichtige“ Rolle. „Wer bewusst auf Limonade und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet, spart viel Energie. Die Ernährungswissenschafterin empfiehlt stattdessen alkoholfreien Punsch auf Basis von Tee, Fruchtsäften und Gewürzen: „Da kommt nicht nur weihnachtliche Stimmung auf, sondern Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom und Nelken fördern auch noch die Verdauung.“ Zudem sollte auch an Feiertagen täglich mindestens 2 Liter Wasser oder kalorienarme Flüssigkeit getrunken werden. Vom Verdauungsschnaps rät Hämmerle ab: „Genehmigen Sie sich lieber einen Verdauungsspaziergang und kehren Sie nach den Feiertagen zu einer ausgewogenen Ernährungsweise zurück.“
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Weihnachtsmenü der aks Gesundheitsvorsorge (alle Angaben für 4 Personen)
Chinakohlsalat mit Orangen
1/2Chinakohl
2 Orangen, filetiert
Essig, Öl
Salz, Pfeffer
Senf
Chinakohl waschen, vierteln und in feine Streifen schneiden. Streifen in einem Sieb nochmals abspülen. Orangenspalten filetieren. Alles in eine Schüssel geben und mit der Marinade aus Essig, Öl und Senf vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Raclette mit drei verschiedenen Saucen
500 g Putenfleisch, Olivenöl, Grillgewürz
800 g Kartoffeln, gekocht
2 Baguette (vorzugsweise Vollkorn)
600 g Raclettekäse
Gelbe, rote und grüne Paprika
Gesäuertes Gemüse wie z.B. Maiskölbchen aus dem Glas
Das Putenfleisch in Würfel schneiden und über Nacht in einer Marinade aus Olivenöl und Grillgewürz ziehen lassen. Paprika waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Currysauce: 1/8 Sellerieknolle gerieben, 1/2 Apfel gerieben, 3 EL Mayonaise 50% Fett, 1 TL Currypulver, 2 EL Weißwein, eine Prise Salz. Alle Zutaten mischen, abschmecken
Zigeunersauce: 1 fein gehackte Zwiebel, 8 EL Ketchup (hot), 1 EL scharfer Senf, 1 TL Papika Edelsüß, je ein Bund frischer Schnittlauch und Petersilie fein gehackt, Salz, Pfeffer, alle Zutaten mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken
Grüne Sauce: 1 Becher Sauerrahm, ein Bund Schnittlauch – fein geschnitten, 1 hartgekochtes Ei - fein gewürfelt, Salz, Pfeffer. Alle Zutaten mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Banane-Jogurt-Tiramisu
500 g Magertopfen
500 g Vanillejogurt
1 EL Zucker
1 Banane
1 Packung Biskotten 1 kleine Tasse ausgekühlter Kaffee
Kakaopulver zum Bestreuen
Topfen mit dem Jogurt cremig rühren, wenn erwünscht noch etwas zuckern. Die Banane klein schneiden und unter die Jogurt-Topfen-Masse mischen. Eine geeignete Form mit den Eierbiskotten auslegen, diese mit etwas Kaffee beträufeln, Jogurt-Topfen-Masse darüber geben und so bis oben hin schichten. Mit Kakao bestreuen, fertig! Das Tiramisu ist sofort genießbar, man kann es aber im Kühlschrank auch noch ein bisschen ziehen lassen.
Fernseher und Computer machen lesefaul, dick und aggressiv
Der Fernseher ist aus den meisten Haushalten nicht wegzudenken und wird allzu oft als „Babysitter“ eingesetzt. „Sie werden es kaum schaffen, Fernseher und Computer völlig aus dem Leben Ihrer Kinder zu verbannen“, erklären aks Psychotherapeutin Mag. Dr. Marlies Matt von den aks Kinderdiensten und aks Psychologin Mag. Irene Fitz von der aks Gesundheitsvorsorge anlässlich des Welttages des Fernsehens am 21. November. „Wichtig ist allerdings, den Umgang damit so zu gestalten, dass die Geräte zur positiven Entwicklung Ihres Kindes beitragen“, so die Therapeutinnen.
Verbote sind dabei wenig hilfreich, denn Kinder müssen den Umgang mit der Medienvielfalt lernen. „Achten Sie sowohl darauf, wie viel Ihr Kind fernsieht als auch darauf, welche Sendungen es sieht“, so Matt. Wichtig dabei ist, dass gerade jüngere Kinder nicht für längere Zeit alleine vor dem Fernseher sitzen.
Bis zum 3. Geburtstag kein Fernsehen
Für die Kleinsten hingegen ist Fernsehen gänzlich ungeeignet. „Bis zum dritten Lebensjahr sollten Kinder grundsätzlich nicht fernsehen. Die raschen Bildabfolgen und Szenen führen zu einer Reizüberflutung. Vieles, von dem was Kinder sehen, können sie zudem gar nicht verstehen“, betont Mag. Dr. Matt. Auch bei Computerspielen sollten Eltern auf eine altersgerechte Auswahl achten. “Kinder neigen dazu, Spiele zu bevorzugen, die für ältere Kinder sind. Sie fühlen sich dadurch „älter, größer, wichtiger“. Dennoch, die Altersbegrenzungen sind sinnvoll und entwicklungsangepasst“, betont Mag. Irene Fitz.
Vielseher sind schlechtere Schüler
Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf die Menge des Fernsehkonsums achten. Die Stiftung für Kindergesundheit empfiehlt bei 6 bis 9jährigen maximal eine halbe Stunde
Fernsehen oder Computerspielen pro Tag, von 9 bis 12 Jahren eine Stunde und von 12 bis 15 Jahren maximal 1,5 Stunden. „Untersuchungen zeigen, dass Viel-Fernseher schlechtere Leistungen in der Schule erbringen“ erklärt Matt. aks Psychologin Mag. Irene Fitz rät zudem zwischendurch immer wieder einen medienfreien Tag einzulegen. „Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind täglich bewegt. Das kann beim Spielen im Freien oder auch beim Sport im Verein sein“, so die Gesundheitspsychologin.
Übermäßiger Medienkonsum hat Folgen
Eltern sollten darauf achten, wie viel ihre Kinder Fernsehen oder Computer spielen. „Wenn regelmäßig täglich mehr als vier Stunden dafür aufgewendet werden, spricht man von chronisch übermäßigem Medienkonsum“, betont Mag. Fitz. Besonders problematisch wird dies, wenn andere Aktivitäten zugunsten des Medienkonsums reduziert werden oder wenn die schulischen Leistungen schlechter werden. Wenn Kinder zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr zu viel fernsehen, kann das auch Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben. „Kinder, die in diesem Alter mehr als drei Stunden täglich vor dem Bildschirm sitzen, zeigten bei Untersuchungen eine deutliche Beeinträchtigung von kognitiven Fähigkeiten, wie Mangel an Konzentration, Aufmerksamkeit, Sprachverständnis und Lesefähigkeiten“, warnt Mag. Dr. Matt.
Wer viel Computer spielt liest schlechter
Auch Mag. Fitz bestätig: „Kinder, die viel Fernsehen oder Computerspielen, sind schlechtere LeserInnen, dicker als ihre AltersgenossInnen, unaufmerksamer, aggressiver und neigen häufiger zu Gewaltanwendung und Delinquenz.“ Deshalb rät sie gerade bei Computerspielen zu klaren Regeln. „Computerspiele sind von den Herstellern bewusst so konzipiert, dass sie einen fortwährenden, starken Reiz darstellen, der von Kinder nicht ohne Unterstützung zu kontrollieren ist“, betont Fitz. Wenn Eltern hoffen, dass ihren Kindern dabei langweilig wird, täuschen sie sich. „Beim Spielen werden Botenstoffe, wie z.B. Dopamin ausgeschüttet, die ein Glücksgefühl erzeugen. Kinder sehnen sich nach diesem Wohlgefühl und wollen es wieder und wieder haben“, erklärt die Psychologin. Da diese Gefühle auch in sozialen Interaktionen oder beim entwicklungsbedingten Lernen von Neuem, beim Sport und beim Spielen mit Freunden entstehen, rät sie stattdessen zu mehr sozialen Kontakten.
Soziales Lernen statt vor dem Bildschirm sitzen
„Computer spielen oder Fernsehen völlig zu verbieten ist heutzutage unrealistisch. Im Medienzeitalter müssen Kinder einen vernünftigen Umgang diesen Geräten lernen“, so Matt. Dennoch ist weniger mehr. „Jede Minute, die Kinder vor dem Computer sitzen, versäumen sie das Spiel mit Gleichaltrigen, Bewegung draußen in der Natur, das Lernen in „realen“ sozialen Situationen. Die Fähigkeit, eigenständig, aktiv und kreativ die eigenen Lebensumwelt und Freizeitbeschäftigungen zu gestalten, kann nicht geübt werden“, betont Mag. Fitz und rät, diese wertvolle Zeit nicht vor dem Computer oder Fernseher zu verschwenden.
Factbox
Eltern-Tipps zum vernünftigen Umgang mit Fernseher und Computerspielen
- Lassen Sie den Tagesablauf und die Freizeitaktivitäten nicht vom Computer oder Fernseher bestimmen.
- Vereinbaren Sie feste Regeln in der Familie: Das schützt vor Streit und langwierigen Diskussionen. Besprechen Sie mit den Kindern, welche Spiele erlaubt sind und kontrollieren Sie die Vereinbarungen. Ein Wecker hat Signalfunktion und erleichtert die Umsetzung für alle. Vermeiden Sie Laptop und Fernseher im Kinderzimmer. Die Versuchung für Kinder ist sehr groß und die Kontrolle erschwert.
- Planen Sie gemeinsame Computerzeit ein: Besonders im Vorschulalter benötigen Kinder viel Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich die Spiele zeigen oder wählen Sie gemeinsam aus. Jüngere Kinder sollten überhaupt nicht alleine vor dem Computer sitzen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen genügt es, wenn Sie Interesse zeigen und auf die Einhaltung der Regeln achten.
- Der Computerstandort ist idealerweise dort, wo sich die Familie aufhält. Der Bildschirm soll frei sichtbar sein. Dann haben Eltern Einblick in die Nutzung des Computers durch die Kinder.
- Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Inhalte der Computerspiele.
Fragen Sie nach, was ihrer Meinung nach der Zweck des Spieles ist, wie man zum Sieg kommt, was man dafür können muss, etc. - Kontrollieren Sie die Spiele auf dem Computer Ihrer Kinder. Dazu sind Sie als Eltern verpflichtet (Aufsichtspflicht!), das fällt nicht unter das „Briefgeheimnis“. Kinder und Jugendliche wünschen sich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern, auch wenn sie manchmal so tun, als ob sie genau das nicht wollen.
- Setzten Sie Computer- und Fernsehnutzung nicht als Straf- oder Belohnungsmittel ein. Das erhöht grundsätzlich den „Stellenwert“ bei den Kindern.
- Planen Sie bewusst computer- und fernsehfreie Tage oder Wochenenden ein, sonst gewöhnen sich Kinder an den alltäglichen Konsum.
Kontakt
aks Arbeitskreis für Vorsorge und Sozialmedizin
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Vorbeugung schützt vor Hand- und Schulterproblemen
Es beginnt oft im Kleinen, zunächst mit leichten, dann stärker werdenden Schmerzen und Taubheitsgefühlen in den Händen und Schultern, Problemen im Schulter- Nackenbereich. „Immer häufiger entstehen daraus ernsthafte Erkrankungen, die auf die Belastungen am Arbeitsplatz zurück zu führen sind“, erklärt Dr. Christine Klien, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Geschäftsführerin der ameco health professionals GmbH anlässlich des Internationalen Tages der Ergotherapie am 27. Oktober. „Mausarm, Sehnenscheidenentzündungen, Karpaltunnelsyndrom und viele andere Erkrankungen der Hände sind immer häufiger auf die spezifischen Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen“, betont Katja Wehrmann, Ergotherapeutin in der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation des aks.
Mausarm löst den Tennisarm ab
„Früher traten dauerhafte Beschwerden hauptsächlich bei körperlicher Arbeit auf. Durch die Bildschirmarbeit hat sich das verändert, so kommt beispielsweise der Mausarm immer häufiger vor“, erklärt Dr. Klien. Dabei handelt es sich um eine wiederholte Bewegung bei gleichzeitiger Informationsverarbeitung, die anfänglich bei minimalen Schmerzen unterhalb der Wahrnehmungsgrenze im Gehirn zur Speicherung des Vorgangs „Mausklick“ mit „Schmerz“ führt. „Wenn die Bewegung zigtausendmal von unterschwelligen Schmerzsignalen begleitet wird, kann das Bewegungsmuster allein Schmerzen auslösen, obwohl keine Schädigung mehr vorliegt“, so Dr. Klien. Im fortgeschrittenen Stadium verursachen bereits geringe, sich wiederholende Handbewegungen in Alltagssituationen Beschwerden (z.B. Lenk- und Schaltbewegungen beim Autofahren, Bügeln).
Ohne Therapie chronische Schmerzen
Wiederholte (Über-)Belastung von Muskeln, Sehnen, Nerven oder Gelenken führen zu einer chronischen schmerzhaften Gewebereizung. Die durch die Belastung auftretenden Verletzungen sind zunächst klein (Mikrotraumata). Da die Arbeitsunterbrechungen durch Freizeit nur wenige Stunden dauern, bleibt nicht genügend Zeit, um eine ausreichende Reparatur der Mikrotraumata zu ermöglichen. Nachfolgend entstehen größere Schäden, die sich durch Schmerzen und Missempfindungen oder in Form von Kraftverlust äußern.
Eine wichtige Rolle bei der Behandlung solcher Erkrankungen spielt die Ergotherapie, um die Handfunktion nach einer Verletzung oder Erkrankung wieder herzustellen. „Es werden die Gelenksbeweglichkeit, die Muskelkraft, die Koordination, die Ausdauer und die Greiffähigkeit therapiert“, so Katja Wehrmann,
Hilfsmittel als Vorsorge
Genauso wichtig wie die Therapie ist die Vorsorge, denn durch gezielte Gelenkschutzschulungen und Hilfsmittelversorgungen können schwere Erkrankungen verhindert werden. Hilfsmittel spielen dabei sowohl in der Therapie als auch in der Vorsorge eine wichtige Rolle. „Ergonomische Mäuse und Tastaturen, Dokumenthalter aber auch Handgelenksstützen oder speziell angepasste Schienen können den Arbeitsalltag bei einer Beeinträchtigung der Hände deutlich erleichtern“, betont Wehrmann.
Ergonomischer Arbeitsplatz
„Das Ziel der Therapie ist, langfristig einen schmerzfreien, leistungsfähigen Tätigkeitsablauf zu entwickeln“ so die Ergotherapeutin. Dazu ist es erforderlich, die gewohnten Bewegungen zu ändern, was nicht zwangsläufig mit einem Wechsel des Arbeitsplatzes verbunden ist.“ Grundsätzlich ist ein ergonomisch günstig gestalteter Arbeitsplatz ratsam. Dazu gehören zum Beispiel Auflagen für die Handballen und Unterarme, grifftechnisch günstige Tastaturen und die richtige Höhe von Bildschirmmonitoren.
Bewegungsmuster ändern
Außerdem ist es beim Mausarm zur Behandlung wichtig, die konstanten Bewegungsmuster zu unterbrechen, indem man zum Beispiel einige Arbeitsgeräte wie Telefon, Drucker oder Handbücher weiter weg platziert. Man kann auch lernen, auf einer anderen, bequemeren Tastatur zu schreiben. Haltungswinkel der Hand und Unterarme kann man verändern, indem man Sitz- oder Tischhöhe anpasst.
Factbox
Vorbeugen von Handerkrankungen bei der Computerarbeit
- Eintippen von Daten: Das Eintippen von Daten über die Tastatur kann RSI-Symptome hervorrufen. Immerhin bringen es besonders Geübte auf bis zu 80.000 Anschläge pro Tag - diese jedoch benutzen alle Finger. Mit Shortcuts und dem 10-Fingerstystem könnten Belastungen verhindert werden. Wichtig ist, auch den Unterarm mitbewegen und nicht nur die Finger weit spreizen. Auch eine entspannte Haltung bei der Mausbedienung hilft.
- Surfen im Internet: Der Durchschnitts-Surfer begnügt sich mit den Zeigefingern, der ein oder andere Finger kommt gelegentlich hinzu - und schon tritt auch hier eine recht einseitige Belastung auf. Im Gegensatz zur Schreibmaschine fallen natürliche Pausen wie das Wechseln des Papiers oder das Korrigieren mit TippEx weg. Einer Überlastung vorbeugen lässt sich durch regelmäßige kleine Pausen. Machen Sie jede Stunde fünf Minuten Lockerungs- und Dehnübungen. Ebenfalls hilfreich ist eine achsengerechte Handgelenkshaltung: nicht abknicken, die Tastatur nach vorne abkippen lassen, so dass die Handgelenke in der Nullstellung sind. Eine ergonomische Tastatur und eine ergonomische Maus entlasten die Hände.
- Falsches Sitzen am Computer: Die meist brettförmige Tastatur zwingt den Schreibenden fast immer zum falschen Sitzen. Automatisch ziehen sich die Schultern zusammen, der Schulter-Nacken-Bereich verkrampft sich. Die Sehnen in den Handgelenken werden oft zu stark umgelenkt, und das verursacht zuviel Reibung – Entzündungen sind die Folge. Computer sind, ohne dass es jedem so bewusst ist, eine psychische Belastung, denn sie fordern grundsätzlich zum Weitermachen auf. Immer wieder gibt es Aktionen, Befehle, Fragen, beim Spielen gilt es, den nächsten Level zu erreichen - alles das wird häufig genug ohne Pausen erledigt, bis der Schmerz kommt. So sitzen Sie richtig: Die Höhe der Sitzfläche, der Tischplatte und der Stuhllehne sollte den Körpermaßen gerecht werden. Ober- und Unterschenkel sollen einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Dabei muss es möglich sein, die Füße ganzflächig aufzustellen. Halten Sie die Ellenbogen dicht am Körper. Strecken Sie die Arme nicht nach vorne und verwenden Sie die Maus direkt neben die Tastatur. Ober- und Unterarme sollen einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Auch dynamisch Sitzen, also häufig die Sitzhaltung ändern, hilft.
- Maus: Schmerzen stellen sich irgendwann ein, wenn die Maus zu weit vom Körper weg liegt, wenn z.B. der Arm allzu sehr gestreckt wird. Das ist auch dann der Fall, wenn man scheinbar entspannt im Stuhl zurückgelehnt im Internet surft. Dabei wird nämlich die Schulter-Arm-Muskulatur dauerhaft belastet. Je weiter man sich zurücklehnt, desto stärker werden Ellenbogen und Handgelenk belastet. Viele lassen die Maus gar nicht mehr los, um möglichst schnell wieder klicken zu können. Aber viele nehmen anfängliche leichte Schmerzen nicht ernst, obwohl daraus Dauerschäden entstehen können, wie z.B. Kompressionssyndrome. Verwenden Sie ergonomische Mäuse, wählen sie die Maus passend zur Handgröße aus, so dass der Tisch als Unterarmauflage dienen kann. Verwenden sie am besten eine Tastatur mit separatem numerischem Zahlenblock, so dass die Hand dicht am Körper bleiben kann.
Kontakt
ameco health professionals GmbH
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office@ameco.at
Wenn Arbeit seelisch krank macht
Auch in Vorarlberg nehmen die psychosozialen Belastungen in der Arbeitswelt aus unterschiedlichen Gründen immer mehr zu. Was jeder Einzelne durch individuell gefühlte Überlastung und Beanspruchung wahrnimmt wird auch an einer Zunahme der Krankenstände im Bereich der psychischen Erkrankungen erkennbar. „Im Jahr 2010 gab es in Vorarlberg über 4.500 Krankenstandsfälle wegen psychischer Erkrankungen mit insgesamt mehr als 115.000 Krankenstandstagen“, erklärt ameco Geschäftsführerin und Arbeitsmedizinerin Dr. Christine Klien anlässlich des Internationalen Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober 2011.
Deshalb ist die psychosoziale Gesundheit ein wichtiger Teil der Arbeit der ameco health professionals GmbH. „ArbeitsmedizinerInnen haben auf Grund ihrer medizinischen Ausbildung ein großes Wissen über die physiologischen Zusammenhänge und Abläufe im Menschen“, erklärt ameco Geschäftsführerin und Arbeitsmedizinerin Dr. Christine Klien.
Den Mensch als Ganzes sehen
„Durch die arbeitsmedizinische Ausbildung können sie den Mensch in seinem Arbeitsumfeld mit seinen Arbeitsbedingungen als ganzheitliches System erfassen.“ Mit ihrem Team von fünf angestellten ArbeitsmedizinerInnen und 47 BetriebsärztInnen im Werkvertrag betreut sie 129 Vorarlberger Unternehmen arbeitsmedizinisch. Immer häufiger stehen die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz im Vordergrund. Im vergangenen Jahr wurde das Team von ameco zudem um einen Arbeitspsychologen verstärkt.
Veränderungen erzeugen Druck
Auch wenn nicht immer klar definierbar ist, welche Arbeitsbedingungen psychosoziale Belastungen verursachen oder fördern, die Veränderungen in der Arbeitswelt spielen dabei eine wichtige Rolle. „Veränderungen in der Arbeitswelt sind auch Ausdruck von Entwicklung und Fortschritt. In den letzten Jahren erleben wir Veränderungen besonders rasch“, erklärt Klien. Egal ob Fusionen, All-inclusive Verträge und Arbeit auf Projektbasis oder rascher Wechsel von Unternehmensstrukturen, diese Veränderungen sind für die MitarbeiterInnen mit Belastungen verbunden. „Moderne Arbeit ist vielfältig, komplex, mental anspruchsvoll, interessant, abwechslungsreich und vieles mehr. Solange die Aufgaben gut zu bewältigen sind, kann das zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen“, erklärt die Arbeitsmedizinerin.
Faktoren für Überlastung
Wenn jedoch Faktoren wie zu hohe Informationsdichte, zu schnelles Arbeitstempo oder Konfliktsituationen dazu kommen und die Betroffenen gleichzeitig keine Strategien haben, damit umzugehen können chronischer Stress und letztendlich psychische Erschöpfung die Folge sein. „Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass nicht nur die Veränderungen in der Arbeitswelt, sondern ganz allgemein gesellschaftliche Entwicklungen dazu geführt haben, dass Menschen generell sehr hohe Ansprüche sowohl an ihren Beruf als auch an ihr Privatleben haben“, warnt Dr. Klien. Als Resultat vermischen sich oft berufliche und private Probleme. Die Gründe für die Überlastung sind vielfältig. „MitarbeiterInnen führen Arbeit, die sie psychisch belastet, vor allem auf Mängel in der Beziehungsebene wie schlechtes Betriebsklima, schlechte Kommunikation, Problem mit Chef/Chefin, mit KollegInnen oder auf zu viel Arbeit durch Personalmangel zurück“, erklärt Dr. Klien.
ArbeitsmedizinerInnen als VermittlerInnen
Genau hier setzt die Arbeit der ameco an. „Wir haben eine Vermittler- und „Übersetzerposition“ zwischen ArbeitnehmerInnen und Führungskräften“, so Klien. „Das benötigt viel Sensibilität und Achtsamkeit, selbstverständlich immer unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht. Im Vordergrund stehen Lösungen für Probleme bei der Erfüllung von Arbeitsaufgaben, vor allem auch bei der Wiedereingliederung nach Krankheit. Die Möglichkeiten der ArbeitsmedizinerInnen sind vielfältig und reichen von fachlich informieren und sensibilisieren über die Analyse der psychisch belastenden Arbeitsbedingungen und Führungskräfteschulungen bis zur ärztlichen Diagnose. „Eine wichtige Ressource unserer arbeitsmedizinischen Tätigkeit ist das ärztliche Gespräch. Es ermöglicht uns allgemeine medizinische Diagnostik und ein entsprechendes Procedere, sowohl die Krankheit und Beschwerden betreffend, als auch daraus sich ergebende notwendige Verhältnisänderungen am Arbeitsplatz“, betont die Fachärztin für Arbeitsmedizin.
Factbox
Was ist Arbeitsmedizin?
Die Arbeitsmedizin ist das Fachgebiet der Medizin, das sich in Forschung, Lehre und Praxis mit der Untersuchung, Bewertung, Begutachtung und Beeinflussung der Wechselbeziehungen zwischen Anforderungen, Bedingungen und Organisation der Arbeit sowie dem Menschen, seiner Gesundheit, seiner Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und seinen Krankheiten befasst.
Arbeitsmediziner haben die Aufgabe, die Arbeitgeber, die Arbeitnehmer, die Sicherheitsvertrauenspersonen und die Belegschaftsorgane auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes, der auf die Arbeitsbedingungen bezogenen Gesundheitsförderungen und der menschengerechten Arbeitsgestaltung zu beraten und die Arbeitgeber bei der Erfüllung ihrer Pflichten auf diesen Gebieten zu unterstützen.
In der praktischen Umsetzung bedeutet dies:
- Analyse des Arbeitsplatzes und der individuellen Arbeitsbelastung
- Früherkennung von Gesundheitsgefährdungen
- Kreative Ideen für Problemlösungen
- Sensibilisierung der Führungskräfte und MitarbeiterInnen zum Thema Gesundheit und Arbeit
- Unterstützung bei der Wiedereingliederung und Begleitung nach Krankheit
- Multidisziplinäre Offenheit
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Stillen fördert die Gesundheit von Mutter und Kind
Stillen hat einen sehr hohen Stellenwert für die frühkindliche Entwicklung. Die positiven Effekte gehen dabei weit über die Ernährung hinaus, denn Stillen trägt entscheidend dazu bei, eine enge Bindung zum Kind aufzubauen. Anlässlich der Welt-Stillwoche vom 3. bis 9. Oktober 2011 informiert die aks Gesundheitsvorsorge darüber.
„Die ersten Lebensmonate sind entscheidend für die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Ein Baby, das eine sichere Bindung erleben durfte, wird in seinem gesamten weiteren Leben auf eine damit verbundene Selbstsicherheit und Empathiefähigkeit bauen können“, erklärt aks Psychologin Mag. Irene Fitz. Stillen ist die intensivste Form, Bindung herzustellen, denn es bietet eine einzigartige Verbindung von emotionaler und körperlicher Nähe. „Durch ständiges Beisammensein, Zärtlichkeit, Hautkontakt, Stillen, Küssen, Tragen, sinnliches Erleben, Reagieren auf die kindliche Kommunikation werden die natürlichen Instinkte geweckt“, so die Psychologin. „Die erste Liebesbeziehung des Menschen ist die zur Mutter!“
Gesundheitliche Vorteile des Stillens
Genauso wichtig ist der gesundheitliche Aspekt des Stillens – sowohl für das Baby als auch für die Mutter. „Eine Stillzeit von mindestens vier bis sechs Monaten kann die Burstkrebsrate reduzieren. Außerdem verleihen Stillhormone der Mutter eine ruhige, gelassene Ausstrahlung.“ erklärt Ernährungswissenschafterin Mag. Birgit Hämmerle. Auch für die Gesundheit des Babys hat das Stillen große Vorteile. „Stillen fördert das Wachstum und die Entwicklung des Kindes, ebenso wie die kognitive Leistungsfähigkeit, denn die Muttermilch ist immer in der benötigten Menge und in der optimalen Zusammensetzung vorhanden“, betont Hämmerle. „Außerdem wird durch das Stillen das Risiko von Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Allergien auch im späteren Kindesalter vermindert.
Die Auswirkungen des Stillen sind jedoch noch weitreichender. „Neuesten Studien zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen Stillen und Bindung mit der Prävention von Gewalt“, erklärt Mag. Fitz.
Ein emotionales Thema
Generell ist Stillen ein zutiefst emotionales Thema, sowohl für das Kind als auch für die Mutter. Wenn Mütter nicht stillen können, rät Irene Fitz das Kind regelmäßig im Arm zu halten, denn so fühlt das Baby den Herzschlag der Mutter und kann sie fühlen und riechen. „Bei Müttern mit Stillproblemen können durchaus schwere seelische Beeinträchtigungen auftreten, weil sie das Gefühl haben schlechte Mütter zu sein“, erklärt Mag. Hämmerle. Sie rät in diesen Fällen sich an die Stillhotline des aks unter der Telefonnummer 0664 151 2000 zu wenden. Diese wird täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr von qualifizierten Still- und Laktationsberaterinnen betreut.
Weitere Informationen
Informationen zu Stillen und Beikost finden Sie auch in den Broschüren des aks, die sie unter der Telefonnummer 055 74 / 203 – 0 anfordern oder unter www.aks.or.at downloaden können.
Tipps für eine gute Mutter-Kind-Bindung über das Stillen hinaus
'Füttern Sie Ihr Baby immer in Ihrem Arm, nahe an Ihrer Brust (es darf zwischendurch auch an Ihrer nackte Brust sein). So hört das Baby Ihren Herzschlag, riecht und fühlt Sie und kann Ihnen in die Augen sehen.
Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Füttern, nach Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre.
Lassen Sie Ihr größeres Baby die Flasche nicht selbst halten. Trinken aus der Flasche sollte immer mit Kontakt mit der Mutter/dem Vater oder anderen festen Bezugspersonen verbunden sein.
Füttern Sie Ihrem größeren Baby die feste Kost immer im Schoß, nicht in einer Wippe oder in einem Stuhl - bis es den Löffel selbst in die Hand nehmen will.
Wenn Sie Ihrem Baby einen Schnuller geben, damit es das über die Nahrungsaufnahme hinausgehende Saugbedürfnis befriedigen kann, dann lassen Sie es das Saugen in Ihren Armen oder im Tragetuch genießen. Benutzen Sie den Schnuller nicht als Stöpsel zum Ruhigstellen.
Tragen Sie Ihr Baby so viel wie möglich am Körper (z.B. mit Tragetuch oder Babyschlinge).
Benutzen Sie einen Kinderwagen so wenig wie möglich. Ihr Baby braucht viel Haut- und Körperkontakt.
Wenn Sie später Ihr Kind wegen des Gewichts nicht länger tragen können, dann wählen Sie einen Kinderwagen, in dem Ihr Kind mit dem Gesicht zu Ihnen sitzt
Küssen, schmusen, tragen und umarmen Sie Ihr Baby möglichst oft, wenn möglich mit direktem Hautkontakt.
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Schnell reagieren bei Zahnunfällen
Rund 50 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erleiden vor dem 16. Geburtstag einen Zahnunfall. Die Zahnprophylaxe Vorarlberg informiert anlässlich des Internationalen Tages der Zahngesundheit am 25. September was man tun kann, wenn aufgrund eines Unfalls oder Schlags ein Zahn abbricht, gelockert, verschoben oder herausgeschlagen wird.
„Ganz wichtig ist es, überlegt zu handeln und Ruhe zu bewahren“, rät Dr. Thomas Bischof, Zahnarzt und Geschäftsführer der Zahnprophylaxe Vorarlberg. „Bei starker Blutung sollte man auf Gaze oder ein sauberes Stofftaschentuch beißen und äußerlich mit einem kalten Lappen kühlen.“ Bei jedem Zahnunfall ist es ratsam, sofort einen Zahnarzt aufzusuchen, denn bleibende Zähne können bei richtigem Verhalten sehr oft gerettet werden.
Auch verletze Milchzähne behandeln
Bei verletzten oder ausgeschlagenen Milchzähnen rät Dr. Bischof ebenfalls zum Besuch beim Zahnarzt: „Durch Unfälle geschädigte Milchzähne können auch Schäden an noch nicht durchgebrochenen nachwachsenden Zähnen verursachen und gehören daher vom Zahnarzt behandelt. Auch können in der Aufregung Milchzähne und bleibende Zähne verwechselt werden.“
Schnell reagieren mit der Zahnrettungsbox
Wichtig ist dabei, schnell zu reagieren, denn die Zeit für die Rettung eines Zahnes ist begrenzt. Hilfreich ist dabei eine sogenannte Zahnrettungsbox. In diesem Behältnis mit einer speziellen Zahnlösung können die Zähne einige Stunden aufbewahrt werden. Die Box, die bei Zimmertemperatur bis zu drei Jahre gelagert werden kann, ist rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich. Doch auch ohne Zahnrettungsbox können verletzte oder sogar ausgeschlagene Zähne erhalten werden. „Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Zahnarzt auf. Wenn möglich, sollte der Zahn für den Transport dahin am besten im Mund unter der Zunge oder in einem kleinen Gefäß mit etwas Speichel aufbewahrt werden“, erklärt Dr. Bischof.
Folgekosten vermeiden
Wird schnell reagiert, kann der Zahnarzt den betroffenen Zahn oft erhalten. „Mit Röntgenbild und Kältestab wird überprüft, wie stark Zahn, Wurzel und Nerv verletzt sind“, erklärt Dr. Bischof. Herausgeschlagene bleibende Zähne versucht man wieder einzusetzen, gelockerte oder verschobene Zähne an ihren Platz zu rücken und mit einer Schiene zu fixieren und abgebrochene Stücke möglichst wieder anzukleben.“ Richtig erkannt und handelt können auch schwer verletzte Zähne häufig erhalten werden. „Gelingt dies nicht, kann ein Zahnunfall im Kindesalter unter Umständen ein Leben lang hohe Folgekosten verursachen“, warnt Dr. Bischof.
FACTBOX
Zahnunfälle: Behandlung innert Stunden notwendig!
- Abgebrochen: Je mehr abgebrochen ist, desto dringender ist die Behandlung. Große abgebrochene Stücke mitnehmen, können evtl. wieder angeklebt werden.
- Gelockert: Der Zahn muss evtl. an seinem Platz mit einer Schiene fixiert werden.
- Verschoben: Der Zahn muss vom Zahnarzt an seinen Platz gedrückt und dort mit einer Schiene fixiert werden.
- Hineingeschlagen: Der Zahn muss an seinen richtigen Platz gebracht werden. Höchste Gefahr für Komplikationen!
- Herausgeschlagen: Wenn möglich sofort wieder einsetzen. Zahn nicht an der Wurzel anfassen! Zahn nicht reinigen! In Zahnrettungsbox oder mit Speichel transportieren!
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aks Diabetes-Schulung Typ 2 in Satteins
Unter dem Motto „Diabetes – Ich hab’s im Griff!“ erfahren Sie, wie Sie sich trotz Diabetes Typ 2 wieder wohl fühlen in Ihrer Haut. Denn Diabetes bedeutet nicht zwangsläufig Verzicht, sondern „Umdenken und auf sich achten“.
In fünf interessanten Schulungsterminen lernen Sie, was Ihrem Körper gut tut, und wie Sie auf Ihren „Zucker“ positiv einwirken können. Praxisnah und ganz ohne Fachchinesisch werden wir Ihnen viele neue Tipps für den Alltag zeigen, die Sie sofort umsetzen können. Vom Blutzucker messen, Bewegen und dem Nachmittagskaffee: Wir reden nicht nur darüber, wir probieren es auch gleich aus!
Unser Team, bestehend aus einer speziell geschulten Ärztin, Diabetesberaterin und Diätologin freut sich schon auf Sie!
Die aks Diabetes-Schulung wird vom Land Vorarlberg gefördert und ist für jede/n DiabetikerIn kostenlos. Um auf jede/n KursteilnehmerIn individuell eingehen zu können, ist der Kurs auf 12 TeilnehmerInnen begrenzt!
Start: Mi, 21. September 2011, (gesamt 5 Termine – 1 x wöchentlich abgehalten)
Zeit: 18:00 - 20:00 Uhr
Ort: Sozialzentrum Satteins
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung unter 05574 202-1056 oder unter www.aks.or.at/kurse
Veranstalter: aks Gesundheitsvorsorge GmbH, Rheinstraße 61, 6900 Bregenz
Sonnenschutz am Arbeitsplatz

„Wer in der prallen Sonne arbeiten muss, sollte seine Haut besonders gut in Schutz nehmen, denn für alle, die sich berufsbedingt (fast) den ganzen Tag im Freien aufhalten, kann ein heißer Sommer einige Schattenseiten haben“, erklärt Dr. Daniela Pejic, Fachärztin für Arbeitsmedizin, vom Arbeitsmedizinischen Zentrum Vorarlberg.
Die Sonne – schön und gefährlich
Sonne bedeutet Leben. Die warmen Sonnenstrahlen bringen unseren Kreislauf in Schwung und schenken uns Wohlbefinden. Die Sonne bedeutet aber auch Gefahr: Übermäßige Sonnenbestrahlung kann Haut und Augen schädigen. Gefährlich sind vor allem die Ultraviolett-Strahlen (UV-Strahlen), die man weder sehen noch spüren kann.
Risiko nicht unterschätzen!
Wer unter freiem Himmel arbeitet, ist vermehrt UV-Strahlen ausgesetzt und hat damit ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Betroffen sind vor allem Bauarbeiter, Dachdecker, Straßenarbeiter, Gärtner, Landwirte, Badmeister, Skilehrer, Skiliftpersonal, Bergführer usw.
Personen, die Ihren Beruf ganz oder teilweise im Freien ausüben, sollten das Risiko keinesfalls unterschätzen – auch wenn sonnengebräunte Haut eventuell zum Image des Berufes gehört.
Gut zu wissen
- Helle Oberflächen wie Metall, heller Beton, Wasser oder Schnee reflektieren und verstärken die UV-Strahlung.
- Dicht gewobene Kleider in kräftigen Farben schützen besser vor UV-Strahlen als luftig-leichte, helle T-Shirts.
- Ein Hut mit breitem Rand oder ein Tuch schützt den Nacken vor intensiver UV-Strahlung.
- Sonnenbrillen sind mehr als ein Mode-Accessoire. Achten Sie beim Kauf von Sonnenbrillen auf den UV-Schutz (CE-Zeichen «100 % UV bis 400 nm») und auf den Schutz vor starken Blendungen durch Reflexionen, auch gegen Strahlen von der Seite.
- Sonnenschutzmittel wiederholt auftragen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
- Bei bewölktem Himmel dringen bis zu 80% der UV-Strahlen durch die Wolkendecke.
Wirkung der Sonne auf Haut und Augen
Die UV-Strahlen haben auch gute Seiten: Sie regen über die Haut die Produktion von Vitamin D an. Für Knochen, Zähne, Muskulatur und Immunsystem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle.
Zu viele UV-Strahlen sind jedoch ungesund. Zusammen mit bestimmten Chemikalien oder Medikamenten können sie Hautentzündungen, Allergien oder Störungen des Immunsystems auslösen. Sie fördern die frühzeitige Hautalterung und erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die Haut vergisst keinen Sonnenstrahl, schon gar keinen Sonnenbrand – und dies von Kindheit an!
Sonnenstrahlen gefährden auch die ungeschützten Augen. Sie können Hornhaut, Bindehaut, Augenlinse und Netzhaut schädigen.
ArbeitnehmerInnen, deren Arbeitsplatz sich (teilweise) im Freien befindet, können sich bei ihrem betriebsinternen ArbeitsmedizinerIn oder beim Arbeitsmedizinischen Zentrum Vorarlberg gerne in Fragen des Sonnenschutzes beraten lassen.
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Gesundheitsrisiko Cannabis: Kein harmloser Kick
Das Gesundheitsrisiko durch Drogen ist nicht nur bei harten Drogen enorm. Schon bei längerem Cannabiskonsum drohen gerade Jugendlichen dauerhafte Gesundheitsschäden. Deshalb spricht sich Dr. Helmut Klien, Psychiater und Stellenarzt der Sozialpsychiatrischen Dienste des aks in Dornbirn anlässlich des Welttages gegen Drogenmissbrauch am 26. Juni gegen die Legalisierung von Cannabis aus.
Das Einstiegsalter für Cannabis liegt in Vorarlberg zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr. „Während ein psychisch gefestigter, reifer Mensch mit einer weichen Drogen eher umgehen kann, sind Jugendliche damit überfordert und so wird Cannabis für junge Menschen oft der Einstieg zu härteren Drogen“, erklärt der Psychiater.
Soziale Risiken
Besonders betroffen sind Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen. So können fehlende familiäre Bindungen oder mangelnde Ausbildung und damit fehlende Zukunftschancen dazu führen, dass die Jugendlichen wenig positive Erlebnisse im Alltag haben und deshalb zu Drogen greifen. „Sie verschaffen sich ihre positiven Gefühle über die Droge und nicht über den „Umweg“ von eigenen Aktivitäten und Sozialkontakten. Das Glücksgefühl baut nicht mehr auf dem Leben auf sondern ist das Ergebnis aus einem chemischen Eingriff in das Gehirn“, warnt Dr. Klien. Mit der Zeit wird die Droge zum Mittelpunkt des Lebens. Darunter leidet der Umgang mit Freunden, das Berufsleben, die Freizeitgestaltung. Der Griff zur Droge ist einfach, rasch, erfordert keinen Aufwand. So entsteht süchtiges Verhalten. Dabei ist dieses Abwenden von der Realität gerade für Jugendliche riskant. Zudem sind viele Jugendliche überrascht, wenn sie infolge des Cannabiskonsums den Führerschein verlieren.
Körperliche Schäden durch Cannabis
Doch auch die körperlichen Schäden von Cannabis sind schwerwiegend. „Cannabisrauch enthält weit mehr lungenschädigende Substanzen als der Rauch von Zigaretten. Zudem belegen viele Studien, dass bei Menschen mit der entsprechenden Veranlagung Schizophrenie ausgelöst werden kann“, warnt Klien. Chronischer Konsum führt außerdem zur Beeinträchtigung von Gedächtnis und Aufmerksamkeit.
Legalisierung gefährlich
Aus diesen Gründen ist der Psychiater strikt gegen die immer wieder diskutierte Legalisierung von Cannabis: „Während Erwachsene selbst für ihren Umgang mit Drogen verantwortlich sind, können Jugendliche die Risiken und langfristigen Gefahren nicht abschätzen. Hier ist es Aufgabe der Gesellschaft, diese Gefährdung zu minimieren.“
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Wissenswertes rundum das Thema Cholesterin
Lange Zeit galt Cholesterin als der „Bösewicht“ schlechthin, wenn es um die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen geht, die nach wie vor Todesursache Nummer eins in Österreich sind. Wie gefährlich Cholesterin tatsächlich für unsere Gesundheit ist und welche gesundheitsfördernden Maßnahmen man hinsichtlich Herz-Kreislauferkrankungen berücksichtigen kann, erklärt Mag. Birgit Hämmerle von der aks Gesundheitsvorsorge GmbH anlässlich des Tags des Cholesterins am 17. Juni.
„Bei gesunden Menschen kommt es nicht so sehr auf die Menge des aufgenommenen Nahrungscholesterins an, sondern vielmehr auf die Fettmenge und eine günstige Zusammensetzung der Fettsäuren“, so die Ernährungswissenschafterin. Ballaststoffe, Kohlenhydrate und antioxidativ wirkende Vitamine haben einen ebenso günstigen Einfluss auf den Cholesterinspiegel wie körperliche Bewegung. Nur „Cholesterinempfindliche“ Personen, die noch zusätzlich mit anderen Risikofaktoren belastet sind, sollten auf den Cholesteringehalt der Nahrung achten.
Ernährung und Bewegung sind wichtig
Damit es nicht so weit kommt, rät Hämmerle zur Vorsorge: „Ein wichtiger Schutz gegen die LDL-Oxidation ist eine Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und nicht zu rauchen. Außerdem beugen Antioxidantien wie z.B. Vitamin E und Vitamin C einer Oxidation durch freie Radikale vor.“ Sowohl die Ernährung als auch die Bewegung spielen eine wichtige Rolle wenn es um die Regelung der Blutfettwerte geht. „Allerdings wurde die Wirkung von cholesterinhaltigen Lebensmitteln auf die Blutfettwerte lange überschätzt. Bei gesunden Menschen haben cholesterinhaltige Lebensmittel nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel“, so Mag. Hämmerle. Dennoch rät sie Eier, Innereien, Meeresfrüchte, Vollmilchprodukte und Butter nur in Maßen zu genießen, da es sich um tierische Lebensmittel mit hohem Nahrungscholesteringehalt handelt. „Der Verzehr von 2-3 Eiern pro Woche ist in Ordnung, doch vergessen Sie nicht, hier zählt auch der Eianteil in Kuchen, Nudeln, Omlette, etc.“, betont Hämmerle.
Lebensmittel, die das Cholesterin senken
„Was die Ernährung ausrichten kann, zeigt sich bei Lebensmittel, die den Cholesterinspiegel senken“, betont Hämmerle. „So kann der Verzehr löslicher Ballaststoffe den Cholesterinspiegel um 5-10% senken.“ Diese sind z.B. enthalten in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreideprodukten (z.B. Haferkleie). Auch Kohlenhydrate im Allgemeinen haben einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte.
Das richtige Öl macht den Unterschied
Die Fettmenge und die Fettsäurezusammensetzung haben einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren erhöhen das Gesamtcholesterin und das LDL, während omega-3-FS LDL senken und HDL erhöhen. Diese kommen v.a. in verschiedenen Fischarten und pflanzlichen Ölen vor.
Factbox
Was ist Cholesterin
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die in unserem Körper zahlreiche lebensnotwendige Funktionen erfüllt. Cholesterin selbst ist also nicht gefährlich. Da es nicht in Wasser löslich ist, wird es im Blutkreislauf an so genannte Lipoproteine verpackt transportiert. Die bekanntesten Lipoproteine sind das LDL und das HDL. LDL transportiert das Cholesterin vom Blut in die Körperzellen. Allerdings nehmen die Zellen nur soviel Cholesterin auf, wie sie benötigen. Wenn die Zelle also „voll“ ist kommt es zu einer Erhöhung des LDL-Spiegels im Blut. Und weil LDL nicht in der Lage sind, das überschüssige Cholesterin aus dem Blut abzutransportieren wird es als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Gefährlich wird überschüssiges LDL dann, wenn es oxidiert wird. In oxidierter Form schädigt es die Gefäßwände, was in weiterer Folge zur Verengung von Arterienwänden führt, die im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen können.
Normalwerte
Die Normwerte für Erwachsene liegen für das Gesamtcholesterin bei 200 mg/dl, LDL bei 130 mg/dl, HDL sollte über 50 mg/dl betragen und das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL sollte unter 5 liegen.
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Mut zum Risiko
Kinder sind mutig und viel belastbarer als wir glauben. Wie Eltern und PädagogInnen helfen können, diese Kräfte zu behalten und zu stärken erklären Entwicklungspsychologin Mag. Irene Fitz und der Sportwissenschafter Stephan Schirmer von der aks Gesundheitsvorsorge.
Damit Kinder mutig werden rät Mag. Fitz dazu, den Nachwuchs schon früh mitentscheiden zu lassen. „Wenn Kinder erfahren, dass sie auf ihr Leben Einfluss nehmen können, fühlen sie sich gefordert und stark. Übertragen Sie altersgemäße Verantwortung und loben Sie schon die kleinsten Bemühungen“, so Fitz. Bei ängstlichen Kindern rät sie zu Geduld und Zuversicht, auch für das eigene Leben. „Wenn wir mutige Kinder haben wollen, müssen wir auch uns selbst etwas zutrauen“, erklärt die Psychologin.
Ohne Mut kein aufrechter Gang
„Für die Entwicklung ist der Mut, ein bestimmtes Risiko einzugehen, unglaublich wichtig. Das sieht man, wenn Kinder gehen lernen“, betont Stephan Schirmer. Obwohl Krabbeln eine sichere Fortbewegung ist, versuchen sich Kinder auf ihren wackeligen Beinen fortzubewegen. Sie gehen damit das Risiko eines Sturzes ganz bewusst ein.
Spielen steigert das Selbstvertrauen
Wichtig ist, Kinder bei Misserfolgen nicht zu entmutigen. „Verkneifen Sie sich scharfe Kritik. Bieten Sie Ihre Hilfe nur an, wenn sie wirklich gebraucht wird und akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind es selbst versuchen möchte“, rät Irene Fitz. Spielen ist für diese Versuche enorm wichtig, denn dabei wird ausprobiert, wie weit man gehen kann. Im Spiel arbeiten Kinder auch an wichtigen sozialen Fähigkeiten, lernen Zusammenarbeit, Selbstbehauptung und das Vermögen, durch Improvisation neue Situationen zu meistern. „Dabei beobachten sie die anderen Kinder und werden so motiviert, es selbst zu versuchen. Das steigert ihr Selbstvertrauen“, erklärt Mag. Fitz.
Platz für Ideen
Sportwissenschafter Schirmer rät, beim Spielen Platz für Kreativität und Ideen zu bieten. „Viele vorgegebene Spielideen werden ganz schnell langweilig, denn sie bieten keine neuen Herausforderungen“, so der Bewegungsexperte und empfiehlt Wald, Wiese, Sandgruben oder kleine Tümpel als Abenteuerspielplätze. Wer seine Kinder dabei unterstützen will, kann ihnen zeigen, wie man in dieser „Wildnis überlebt“. „Zeigen Sie Ihren Kindern, wie man eine Angel aus einer Nylonschnur und einem Ast bastelt, wie man ein Feuer macht (und vor allem wieder richtig ausmacht), wie selbst gemachtes „Stockbrot“ geht und mit welchen wilden Pflanzen aus dem Wald man es würzen kann“, so Schirmer.
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aks Dienstleistungen werden in Göfis genützt
Die aks Sozialmedizin bietet ihre Dienstleistungen an 21 Außenstellen wohnortnah in ganz Vorarlberg an. Im vergangenen Jahr haben dieses Angebot insgesamt 59 Menschen aus Göfis genützt:
Fachbereich | Anzahl betreuter Klienten |
Kinderdienste | 50 |
Erwachsenendienste | 9 |
Gesamtzahl der betreuten Klienten | 59 |
Die aks Sozialmedizin GmbH ist in den Bereichen Therapie für Kinder, neurologische Rehabilitation und Sozialpsychiatrie tätig. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten sowie ihrer Angehörigen im Vordergrund.
Kinderdienste
Das Ziel der aks Kinderdienste ist die bestmögliche Unterstützung und Förderung für Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren mit körperlichen, geistigen und / oder seelischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Zur bestmöglichen Betreuung der Kinder bieten die Kinderdienste neben der Therapie an den Außenstellen auch Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie direkt an den Sonderschulen und Sonderpädagogischen Zentren an. So kann die Integration der Therapie in den schulischen Alltag sicher gestellt werden.
Ambulante Neurologische Rehabilitation
Die Ambulante Neurologische Rehabilitation (ANR) des aks bietet Menschen mit neurologischen Erkrankungen ein vielseitiges Therapieangebot an und begleitet sie bei der Erreichung ihrer ganz persönlichen Ziele. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Selbständigkeit der Patientinnen und Patienten sowie die Unterstützung der Angehörigen.
Sozialpsychiatrische Dienste
Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SPD) des aks beraten, begleiten und unterstützen Menschen mit psychischen Störungen oder in seelischen Belastungssituationen bei Schwierigkeiten im Alltag, im familiären und beruflichen Leben sowie in Krisensituationen.
Einen wichtigen Stellenwert in der SPD haben die Beschäftigungsprojekte. Ziel ist, den KlientInnen unter Berücksichtigung ihrer Belastbarkeit eine Tagesstruktur zu ermöglichen und ihre soziale Integration zu fördern.
Die Zuweisung zur aks Sozialmedizin erfolgt über Hausarzt/ärztin oder Facharzt/ärtzin mittels Rhea-Schein. Finanziert werden die Leistungen der aks Sozialmedizin GmbH aus dem Sozialfonds des Landes.
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Alltagslärm wird immer mehr zum Gesundheitsrisiko
„Lärm wird immer mehr zur Gefahr für die Gesundheit und kann weitaus mehr schädigen als nur das Gehör“, warnt die Fachärztin für Arbeitsmedizin Dr. Daniela Pejic anlässlich des Internationalen Tages gegen Lärm am 27. April.
Das Gehör ist für das soziale Miteinander unerlässlich, denn wer schlecht hört, kann auch schlecht mit anderen kommunizieren. Dadurch wird die Möglichkeit, soziale Kontakte aufzunehmen und zu pflegen eingeschränkt – Vereinsamung und Isolation können drohen. Der Hörsinn warnt und alarmiert uns außerdem wenn Gefahren auftauchen.
Lärm schädigt die Gesundheit
Lärm kann nicht nur lästig sein, sondern auch die Gesundheit schädigen. „Eine Hörschädigung tritt im Allgemeinen erst ein, wenn man regelmäßig hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist“, erklärt Dr. Pejic. Andere Auswirkungen von Lärm können jedoch schon viel früher auftreten. Lärm verursacht Stress, stört den Schlaf, beeinträchtigt Konzentration und Kommunikation und kann bei Kindern zu einem verringerten Lernvermögen führen. Die Wirkung hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Auch die Art des Lärms und die Einstellung des Betroffenen spielen eine Rolle.
Eine Studienauswertung im Forschungsverbund Lärm & Gesundheit im Auftrag der WHO belegt: Bei Menschen, die durch Lärmbelästigung unter Schlafstörungen leiden, steigt das Risiko für Allergien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Migräne erheblich.
Berufskrankheit durch Lärm
Auch im Berufsleben kann Lärm zu einem ernsten Problem werden. Mit über 800 Neuerkrankungen im Jahr ist Lärmschwerhörigkeit nach wie vor die häufigste Berufskrankheit in Österreich. Um solchen Erkrankungen vorzubeugen müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verschiedene Auflagen erfüllen:
§ Ab einem Dauerlärm von 80 Dezibel (dBA) muss der Arbeitgeber passenden Gehörschutz zur Verfügung stellen.
§ Ab 85 dBA sind ArbeitnehmerInnen verpflichtet Gehörschutz zu tragen.
- Vor Aufnahme der gehörschädigenden Tätigkeit und in regelmäßigen Intervallen sind arbeitsmedizinische Gehöruntersuchungen vorgeschrieben.
Schutz gegen Lärm
In Österreich werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um die Belastung zu verringern. Mit den Umgebungslärmkarten und den darauf aufbauenden Aktionsplänen wird nicht nur aufgezeigt, wo es laut ist und ob etwas getan werden muss. Langfristig gesehen stellen sie einen wichtigen Beitrag zu einer vorausschauenden Planung dar – damit viele Lärmprobleme gar nicht erst auftreten.
Jeder verursacht Lärm
Lärm entsteht nicht von alleine, sondern wird von jedem einzelnen verursacht. Den ersten Schritt gegen die Belästigung durch zuviel Lärm kann deshalb auch jeder selbst unternehmen, nämlich eigenen Lärm vermeiden. „Schalten Sie den CD-Player oder das Fernsehgerät einfach mal ab und lassen Sie die Ruhe auf sich wirken. Sie entscheiden durch Ihren Lebensstil ob es um Sie herum leiser wird oder nicht“, rät Dr. Daniela Pejic.
Tipps zur Lärmvermeidung
Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) gibt Tipps, wie Sie mehr Ruhe in Ihren Alltag bringen können:
§ Rücksicht: Machen Sie nicht mehr Lärm als unbedingt erforderlich und unter gegebenen Umständen vermeidbar ist.
§ Schützen Sie sich! Tragen Sie immer Gehörschutz, wenn es vorgeschrieben oder ratsam ist. Benutzen Sie dafür ausschließlich Produkte mit optimaler Schutzfunktion.
§ Schützen Sie Ihre Kinder! Überprüfen Sie das Spielzeug Ihrer Kinder! Knackfrösche und Schreckschusspistolen können auch bei kurzzeitiger Einwirkung erhebliche Gehörschäden nach sich ziehen!
§ Ohrschutz bereit halten: Überprüfen Sie vor jeder Tätigkeit, ob ein Hörschutz notwendig ist. Zum Beispiel beim Rasen mähen, Hecke schneiden oder beim Heimwerken.
§ Denken Sie an Ihre Freunde: Ermutigen Sie Freunde und Bekannte, es Ihnen gleich zu tun und obige Punkte jeden Tag neu zu überdenken und zu beachten.
§ Ruhige Freizeitgestaltung: Unterlassen Sie Freizeitaktivitäten, die mit viel Lärm verbunden sind.
§ Zimmerlautstärke: Überprüfen Sie kritisch die Lautstärkeeinstellung an Ihren Radio- und Fernsehgeräten, von denen Sie täglich beschallt werden.
§ Kontrolluntersuchungen: Lassen Sie in regelmäßigen Abständen Ihr Gehör von Fachleuten überprüfen.
§ Öfter mal Stille: Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten: Muss der CD-Player, das Radio oder Fernsehgerät im Hintergrund laufen?
Lautstärke |
|
1 Dezibel | Hörschwelle – der Mensch kann Geräusche wahrnehmen |
10 Dezibel | Raschelndes Blatt |
60 Dezibel | Normales Geräusch |
80 Dezibel | Verkehrsreiche Straße, Autobahn |
85 Dezibel | Die Schallwellen können die Gehörzellen schwächen und bei dauernder Belastung zerstören. |
90 Dezibel | Schwerer Lkw |
110 Dezibel | Diskothek |
120 Dezibel | Schallwellen werden als Schmerz empfunden. |
130 Dezibel | Flugzeuglärm |
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Parkinson: frühe Therapie wichtig
Parkinson gehört weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. In Österreich leiden 15.000 bis 20.000 Menschen an dieser Krankheit. Eine Heilung gibt es nach wie vor nicht. Therapie wie sie die Ambulante Neurologische Rehabilitation anbietet, hilft Betroffenen und Angehörigen, mit der Krankheit besser zurecht zu kommen.
Parkinson ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung des Gehirns, die durch einen Mangel am Überträgerstoff Dopamin ausgelöst wird. Kernsymptome der Erkrankung sind Bewegungsarmut, Steifigkeit und Ruhezittern. Der Gang wird zunehmend kleinschrittiger und die Haltung vornübergebeugt. Wenn Bewegung nicht mehr automatisch funktioniert, wird die Handlungsfähigkeit beeinflusst und die Lebensqualität sinkt. Dadurch kommt es für die PatientInnen zu deutlichen Einschränkungen im Alltag.
Keine Demenz
Bei ParkinsonpatientInnen ist mit zunehmendem Alter nicht nur eine Verlangsamung der Bewegungen sondern häufig auch eine Verlangsamung des Denkens zu beobachten. „Das darf allerdings nicht mit Demenz verwechselt werden“, so Mag. Verena Schiemer, Leiterin der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation des aks.
Heilung nicht möglich
Das frühzeitige Erkennen der Krankheit und die Behandlung mit entsprechenden Medikamenten helfen, die Symptome und Beschwerden zu lindern. „Eine Heilung im engeren Sinne ist nicht bekannt, wenn die Diagnose einmal gesichert vorliegt“, so Dr. Gebhard Riedmann, Medizinischer Leiter der ANR. „Parkinson kann aber durch Medikamente, physikalische Maßnahmen und kognitive Therapie (z.B. Gedächtnistraining) gerade anfänglich gut behandelt werden.“ Durch die medikamentöse Behandlung wird versucht, den verloren gegangenen Botenstoff Dopamin im Gehirn zu ersetzen. Dafür gibt es verschiedene Medikamente, die dann auch regelmäßig eingenommen werden müssen.
Frühe Therapie wichtig
Wichtig ist auf jeden Fall die Physiotherapie, Logopädie und/oder Ergotherapie. Diese Therapieangebote helfen, Lebensqualität zu erhalten und Folgeschäden zu vermeiden. Die Ambulante Neurologische Rehabilitation des aks bietet neben der Einzeltherapie auch Gruppen speziell für Parkison-PatientInnen an. Das Ziel in der Einzel- wie in der Gruppentherapie ist die Verbesserung der Selbständigkeit der PatientInnen, individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt.
Die Gruppe trägt dazu bei, die PatientInnen zu motivieren und die Ergebnisse aus der Einzeltherapie zu vertiefen. Gleichzeitig können Menschen, die an derselben Krankheit leiden in der Gruppe von einander lernen und sich austauschen. Im Rahmen dieses Angebotes stehen die Schwerpunkte Beweglichkeit des Körpers und des Gehirns im Mittelpunkt.
Angehörigen-Betreuung
Besonders wichtig ist zudem die Einbeziehung der Angehörigen, denn wie bei vielen anderen chronischen Erkrankungen, liegt auch hier die Pflege und Betreuung der Erkrankten fast immer bei den Angehörigen. Deshalb bietet die ANR des aks Gruppen für pflegende und betreuende Angehörige an. Zusätzlich unterstützen die Sozialarbeiterinnen der ANR des aks die Angehörigen bei der Bewältigung der neuen Situation und der dadurch auftretenden Fragen (Pflegegeld, Hilfsmittel, Behördengänge, finanzielle Situation, etc.). Die SozialarbeiterInnen bieten Einzelgespräche, Gruppenangebote und parallel zur Parkinsongruppe ein „Angehörigenkaffee“ an. Das Angehörigenkaffee bietet Information, Austausch und Kaffe in einer ganz unverbindlichen Atmosphäre.
Der Weg zum aks
Die aks-Angebote für Betroffene können über Zuweisung durch einen Arzt / eine Ärztin (Reha Schein) in Anspruch genommen werden. Pro Therapie-Einheit wird ein Selbstbehalt von € 7,- verrechnet und maximal € 70,- im Monat. Die Angehörigen-Angebote können ohne Zuweisung besucht werden.
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Woher kommt der Name?
James Earl Parkinson hat schon 1817 dieser Erkrankung ihren Namen gegeben. Sie wird im Volksmund gelegentlich auch „Schüttellähmung“ genannt, was nicht ganz korrekt ist, da bei dieser Erkrankung keine echte Lähmung auftritt.
Wie entsteht Parkinson?
Ein chemischer Überträgerstoff zwischen den Gehirnzellen, das so genannte Dopamin, geht in bestimmten Gehirnarealen verloren, nachfolgend kommt es immer mehr zu einem Funktionsverlust bestimmter Gehirnzentren, so dass die Fachleute auch von einer degenerativen Gehirnerkrankung sprechen.
Welche Symptome treten auf?
Es gibt Haupt- und Zusatzsymptome, die aber nicht immer alle vorhanden sein müssen. Im Vordergrund stehen meist die Bewegungsverlangsamung und das Gliederzittern (vor allem im Bereich der Hände, wobei aber nicht jedes Händezittern auch automatisch Parkinson bedeutet). Ein weiteres Hauptsymptom sind Gleichgewichtsstörungen mit oft typischer Veränderung des Gangbildes und Sturzneigung.
Welche Zusatzsymptome gibt es?
Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Zusatzsymptomen, die oft zunächst unspezifisch erscheinen, z.B. eine sonst nicht erklärbare Riechstörung oder schon im Frühstadium Gliederschmerzen, welche dann gerne auch mit „rheumatischen Beschwerden“ verwechselt werden. Möglich sind auch erhöhter Speichelfluss, Neigung zu Schweißausbrüchen und Verstopfung, schließlich auch depressive Verstimmungen und Schlafstörungen mit Waden- und Fußkrämpfen.
Lesen macht das Leben reich
Jedes Jahr am 2. April, dem Geburtstag des dänischen Märchendichters Hans Christian Andersen (1805 – 1875), findet der Internationale Kinderbuchtag statt.Zu diesem Anlass informiert Mag. Ulrike Pollak, Logopädin der aks Kinderdienste in Bürs, zu den Themen Lesen und Kinderbücher.
Bereits in den ersten beiden Lebensjahren wird durch das Sprechen mit dem Kind, durch Singen und Fingerspiele ein wichtiger Grundstein gelegt, um Kinder an das Lesen heranzuführen. Das Kind lernt die Freude an der Aufmerksamkeit, die ihm die Eltern oder andere Bezugspersonen entgegenbringen. Es lernt zuzuhören. Dies sind wichtige Voraussetzungen für das Erzählen und Vorlesen.
Bücher für die Kleinsten
„Babys und Kleinkinder lieben Bücher, erst aus Stoff, dann aus Pappe. Sie hantieren gerne mit ihnen, blättern, kaue daran, schauen schließlich gezielt die Bilder an“, erklärt Ulrike Pollak. Ab ca. ein bis eineinhalb Jahren wollen sie immer wieder die passenden Wörter zu den abgebildeten Gegenständen hören. Diese Wiederholungen sind sehr hilfreich beim Erweitern des Wortschatzes. „Damit diese Begeisterung an Büchern aufrecht erhalten werden kann, sollte man langsam vom einfachen Benennen der Abbildungen zum Erzählen kleiner Geschichten übergehen“, so die Logopädin. Durch das Erzählen von Dingen, die mit seinem Alltag zu tun haben, lernt das Kind, eigenes Erleben mit den Bildern im Buch zu verbinden. Oft haben die Kinder eine Vorliebe für ein bestimmtes Buch, das sie immer wieder holen. „Diesem Bedürfnis sollte man unbedingt nachgeben, auch wenn das manchmal nervt“, betont Ulrike Pollak.
Nie zu früh für’s Vorlesen
Um mit dem Vorlesen zu beginnen, ist es eigentlich nie zu früh. „Manche Kinder hören gelesenem Text schon sehr früh gerne zu, andere lassen sich noch im Kindergartenalter lieben anhand der Bilder erzählen“, so Pollak. Entsprechend dem Alter bzw. der Entwicklung des Kindes ist es auch wichtig, über die Geschichte zu sprechen, Fragen zu beantworten oder auch zu stellen. So wird ein persönlicher Bezug zu dem Geschehen im Buch hergestellt. Damit Vorlesen und Lesen zu einem positiven Erlebnis wird, rät Pollak einige Dinge zu beachten: „Besonders wichtig ist eine angenehme, gemütliche Atmosphäre. Vorlesen kann man nicht zwischendurch abhandeln. Kinder spüren, wenn man innerlich nicht wirklich bei der Sache ist. besten ist natürlich, diese Zeit für sich selbst auch zu einem Genuss zu machen.“
Nur was gefällt ist auch gut
Auch wenn die Qualität des Buches wichtig ist, das Buch muss vor allem dem Kind gefallen. Erwachsene haben oft bestimmte Vorstellungen und Erwartungen an ein Buch für ihr Kind, die sich oft nicht mit dem Geschmack des Sprösslings decken. „Nehmen Sie ihr Kind ab und zu mit in die Bibliothek oder das Buchgeschäft und lassen es selbst wählen. So können Sie mit der Zeit besser beurteilen, was ihm gefällt“, rät Ulrike Pollak und gibt Tipps, was ein gutes Kinderbuch ausmacht. „Ein gutes Bilder- oder Kinderbuch ist eines, das Freude am Anschauen uns Spaß am Lesen vermittelt. Es sollte die Fantasie anregen und das Mit- und Weiterdenken fördern.“ Dafür ist wichtig, dass es an Erfahrungen, Probleme und Interessen anknüpft, die für das Kind von Bedeutung sind. Sprache und Bilder sollten den Inhalt in einer passenden Form transportieren und Platz für eigene Ideen lassen. Auch die Bücher, die Eltern in ihrer Kindheit gerne gelesen haben, eignen sich gut, denn sie sind mitunter etwas ganz Besonders und ermöglichen Eltern, ihre eigenen Leseerfahrungen zu vermitteln.
Vom Vorlesen zum selber lesen
Mit der richtigen Strategie können Kinder auch dazu motiviert werden, selbst zu lesen. „Viele Kinder wollen längere Texte sehr ungern selbst lesen. Abwechselndes Lesen ist in einem solchen Fall meist motivierender als ständiges Ermahnen“, rät Pollak. Auch hier spielt das Gemeinsame eine wichtige Rolle und nebenbei kann durch gegenseitige Fragen oder Bemerkungen zum Text das Verständnis verbessert werden.
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Wasser trinken für bessere Gehirnleistungen
Ausreichend trinken ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit. Warum das nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder betrifft, erläutert aks Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler anlässlich des Welt-Wassertages am 22. März 2011.
„Unser Gehirn besteht zu drei Vierteln aus Wasser. Daher wirkt sich ein Flüssigkeitsmangel auch nachteilig auf die Denkleistung aus. Das betrifft nicht nur Erwachsene, schon in der Volksschule spielt das eine Rolle“, so Stöckler. Deshalb rät die Ernährungswissenschafterin jeden Tag ausreichend zu trinken. Wasser ist das ideale Getränk dafür.
Flüssigkeitsbedarf auch altersabhängig
Wie viel Flüssigkeit benötigt wird, hängt unter anderem vom Alter ab. Erwachsenen rät Stöckler täglich etwa 1,5 Liter zu trinken. Kinder brauchen verhältnismäßig viel Flüssigkeit. Im Volksschulalter sollten sie täglich etwa einen Liter trinken und ab 10 Jahren sind 1,25 Liter pro Tag empfehlenswert. An heißen Tagen, beim Sport, bei fiebrigen Erkrankungen usw. steigt der Flüssigkeitsbedarf.
Wassertrinken in der Schule
Zur Unterstützung der Leistungsbereitschaft, empfiehlt Angelika Stöckler auch in der Schule ausreichend zu trinken und zwar nicht nur in den Pausen sondern nach Möglichkeit auch im Unterricht. „Immerhin geht ein Viertel der Schüler und Schülerinnen morgens nüchtern aus dem Haus und startet damit schon mit einem Flüssigkeitsdefizit. Auch in den Pausen sind die Kinder und Jugendlichen oft so beschäftigt, dass das Trinken in vielen Fällen zu kurz kommt“, erklärt die Ernährungswissenschafterin.
Wasser ist Getränk Nummer 1
In vielen Volksschulen hat sich das Wassertrinken während des Unterrichts längst bewährt. „Mehr Unruhe im Klassenzimmer gibt es kaum. Dafür kann Wasser Müdigkeit vertreiben und die Aufmerksamkeit steigern“, betont Stöckler. In Vorarlberg sagen 4 von 5 Volksschulkindern, dass sie täglich in der Schule Wasser trinken. „Damit ist Wasser das Getränk Nummer 1 geworden“, freut sich die Ernährungswissenschafterin und empfiehlt, während des Unterrichtes nur Wasser als Getränk zu erlauben.
Vorbildwirkung ist wichtig
Auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand hat Wassertrinken Auswirkungen. Ergebnisse der deutschen „TrinkFit-Studie“ zeigten, dass es in Schulklassen, in denen Wassertrinken auf der Tagesordnung steht, weniger übergewichtige Kinder gibt. Besonders wichtig, um Kinder zum Wassertrinken zu animieren ist die Vorbildwirkung. “Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran“, rät Angelika Stöckler.
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Ein gesunder Rücken von Kindesbeinen an
Der Grundstein für einen gesunden Rücken wird bereits im Kindesalter gelegt. Anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März empfiehlt Sportwissenschafter Stephan Schirmer von der aks Gesundheitsvorsorge viel spielerische Bewegung und attraktive Alternativen zum Sitzen vor dem Computer oder Fernseher.
„Unser Rücken braucht vor allem Bewegung, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen“, so Schirmer. Dabei ist gerade im Kindes- und Jugendalter Bewegung für die Knochen immens wichtig, denn sie regt die Knochen zum Wachstum an. „Von der Knochenmasse, die wir als Kinder und Jugendliche aufgebaut haben, zehren wir ein Leben lang, denn im Alter ist der Knochenaufbau nur noch schwer möglich“, betont der Sportwissenschafter.
Bewegung fördert die Rückengesundheit
Deshalb plädiert Schirmer für viel Bewegung, sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. „Viele Vorarlberger LehrerInnen peppen den schulischen Alltag der Kinder bereits mit regelmäßiger Bewegung auf“, lobt Schirmer. Für die Freizeit rät der Sportwissenschafter zu mehr Bewegung im Freien und die Beschränkung auf ein sinnvolles Maß vor dem Bildschirm. Bereits Elfjährige sitzen wochentags ca. 2 Stunden vor dem Fernseher und 1,5 Stunden vor dem Computer oder der Spielkonsole, am Wochenende noch deutlich mehr.
Schultasche und Rückengesundheit
„Gerade deshalb sollte der Tag auch mit Bewegung, nämlich dem aktiven Schulweg zu Fuß, oder mit dem Rad begonnen werden“, so Schirmer. Damit der Rücken dabei nicht unnötig belastet wird, sollte man auf eine gut passende und dem Körpergewicht angepasste Schultasche achten. „Ein guter Richtwert für das Schultaschengewicht sind hier 10-12 Prozent des Körpergewichts der Kinder. Ein 30 Kilo schwerer Junge sollte also eine Schultasche tragen, die maximal 3,5 Kilogramm wiegt“, rät Schirmer. Initiativen wie der aks schoolwalker für Volksschulen oder der Fahrradwettbewerb schoolbiker geben den Kindern genug Motivation und Schwung, das Elterntaxi stehen zu lassen.
Mit Spiel und Spaß zum gesunden Rücken
Generell sollten Kinder für einen gesunden und fitten Rücken so oft es geht an die frische Luft gehen, am besten mit Freunden und FreundInnen. „Mit ein bisschen Kreativität, Motivation und Anleitung durch die Eltern entdecken die Kinder dann von ganz allein vielfältige Spielideen. Diese Spiele werden immer auch spannende Bewegungselemente enthalten – garantiert“, betont Stephan Schirmer.
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Störungen von Sprache und Sprechen verursachen großen Leidensdruck
Sprechen und Sprache sind für Menschen von ganz entscheidender Bedeutung. Deshalb sind Defizite in der Sprache, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, meist mit einem großen Leidensdruck verbunden. Anlässlich des Welt-Logopädie-Tags am 6. März stellt der aks seine Angebote vor.
In der Logopädie für Erwachsene betreut der aks PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. In der Logopädie für Kinder wird ein breites Spektrum an Auffälligkeiten und Störungen abgedeckt, das von verzögerter Sprachentwicklung, undeutlichem oder schwer verständlichem Sprechen bis zu Mehrfachbehinderungen und Ess- und Trinkproblemen im Säuglingsalter reicht.
Logopädie bei neurologischen Erkrankungen
Wenn die Fähigkeit zu sprechen fehlt oder stark eingeschränkt ist, leidet darunter die Lebensqualität. Das gilt auch für die die Schluckfähigkeit: Wenn Nahrung oder Flüssigkeit nicht mehr über den Mund aufgenommen werden können, verlieren wir einen großen Genussfaktor und damit ein entscheidendes Stück Lebensqualität.
Die LogopädInnen der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation des aks sind in der Arbeit mit Erwachsenen auf neurologische Erkrankungen spezialisiert und konzentrieren sich vorrangig auf
- Kommunikation über Sprache, Gestik und Mimik
- Sprachverständnis, Sprache und Sprechen
- Gehör
- Lesen und Schreiben
- Schlucken von Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten
Dabei wird in der Therapie direkt auf die Bedürfnisse der KlientInnen eingegangen. Wenn nötig, werden auch alternative Strategien erarbeitet, die wieder Kommunikation ermöglichen, z.B. mit Hilfe der Unterstützten Kommunikation.
Stress, Anspannung und Nervosität wirken sich auch beim „gesunden“ Menschen negativ auf Atmung, Stimme, Sprechen und Schlucken aus. Deshalb sind Entspannungstechniken ein wichtiger Teil in der Logopädie.
Logopädie bei Kindern
In den aks Kinderdiensten wird eine Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen therapiert, u.a.
- Verzögerte Sprachentwicklung
- Undeutliche oder nicht dem Alter entsprechende Sprache
- Probleme bei Laut- und Satzbildung
- Redefluss-Störungen, z.B. Stottern
- Hörstörungen
- Mehrfachbehinderungen
- Ess- und Trinkprobleme ab dem Säuglingsalter
In der Therapie werden die Grundlagen der Sprache und des Sprechens gefördert. Dabei geht die Arbeit über die Sprache weit hinaus und umfasst neben Sprechmotivation, Mundmotorik und Stimmgebrauch unter anderem auch Spielverhalten, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik sowie Konzentration. Das Ziel ist, die Kinder darin zu bestärken, ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten voll auszuschöpfen.
Da sich das Sprachvermögen rasch entwickelt, ist bei Kindern eine möglichst frühe Erfassung, Elternberatung und (wenn notwendig) Therapie sinnvoll. In vielen Fällen wirkt sich bereits die Beratung positiv auf die Sprachentwicklung des Kindes aus.
Die LogopädInnen der aks Kinderdienste sind an acht Außenstellen in ganz Vorarlberg tätig. Die Ambulante Neurologische Rehabilitation des aks arbeitet an fünf Außenstellen und betreut die KlientInnen überwiegend über Hausbesuche. Beide Therapiebereiche können über Zuweisung durch Hausarzt/ärztin oder Facharzt/ärtzin über einen Rheha-Schein in Anspruch genommen werden.
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Besser vorsorgen als nachsorgen
Unter dem Titel „Besser vorsorgen als nachsorgen – Chancen und Möglichkeiten Früher Hilfen“ fanden am 1. und 2. März in Feldkirch ein Vortrag und ein Workshop für Fachleute aus dem Gesundheits- und Sozialbereich statt. Ziel der Veranstaltung von Netzwerk Familie war eine Sensibilisierung von Fachleuten für das Thema Frühe Hilfen sowie die Förderung der Vernetzung zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen. Nur eine Vernetzung, die alle Ressourcen optimal nutzt, kann den Schutz und die Hilfe für Familien dauerhaft verbessern.
Im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Dr. med. Manfred Cierpka vom Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg stand die Frage, welche psychischen und sozialen Faktoren sich bei Säuglingen und Kindern besonders ungünstig auf die weitere Entwicklung auswirken und wie man seelischen Entwicklungsstörungen bereits rund um die Geburt eines Kindes wirksam vorbeugen kann.
Familien bzw. alleinstehende Mütter und Väter sind häufig mit verschiedenen Belastungen konfrontiert, die zu Überforderung und damit zu einer Beeinträchtigung der Entwicklungsbedingungen des Kindes führen kann. So können ungünstige Verhältnisse und fehlende emotionale Zuwendung sich nicht nur nachteilig auf die körperliche, geistige und soziale Entwicklung, sondern auch auf die gesellschaftliche Entwicklung und Bildungsmöglichkeiten von Kindern auswirken.
Um eine stark belastete Familie zu erreichen und sie zu fördern, sind drei Schritte notwendig: die Risikokonstellation identifizieren, einen Zugang zur Familie herstellen und eine angemessene Intervention zu vermitteln. Gleichzeitig spielt für die Früherkennung von belasteten Familien die Sensibilisierung von Fachpersonal im Gesundheitsbereich eine entscheidende Rolle. Neben dem Ausbau und der Stärkung der Früherkennung im Rahmen der Frühen Hilfen braucht es für Familien mit den unterschiedlichsten Belastungs- und Risikofaktoren eine breite Palette an Hilfs- und Unterstützungsangeboten. Wichtig dabei ist, dass Familien passgenaue und bedarfsgerechte Hilfe erhalten.
Der Aufbau und die Förderung Früher Hilfen für belastete Kinder und ihre Eltern haben in Vorarlberg einen wichtigen Stellenwert. Das Engagement im Bereich der Frühen Hilfen wird vom Land Vorarlberg unterstützt und durch zahlreiche Maßnahmen und Initiativen umgesetzt.
Netzwerk Familie ist ein Angebot des Vorarlberger Kinderdorfs, der aks Gesundheitsvorsorge sowie der Vorarlberger Kinder- und Jugendärzte, das belastete Familien unterstützt, indem Unterstützungsangebote in den bereits bestehenden Hilfestrukturen vermittelt werden und eine längerfristige Begleitung angeboten wird. Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit von Netzwerk Familie bilden Familien mit hohen psychosozialen Belastungen (Armut, Arbeitslosigkeit, fehlende soziale Netze, psychische Erkrankung der Eltern, Migrationshintergrund, etc.) sowie Familien mit Kindern mit erhöhten Fürsorgeanforderungen (Frühgeburten, Mehrlingsgeburten, chronisch kranke Kinder etc.).
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Rathausplatz 4
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Wie gesund ist das Speisenangebot an Vorarlberger Schulen?
Der Stellenwert der Gemeinschaftsverpflegung von Kindern und Jugendlichen steigt auch in Vorarlberg stetig. „86 Prozent der Schulen bieten ein Mittagessen an“, informiert Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler von der aks Gesundheitsvorsorge. Sie hat den Ist-Zustand des Verpflegungsangebotes an 220 Schulen erfasst und analysiert.
Gute Mittagsverpflegung
Ein gutes Zeugnis stellt Stöckler dem Angebot an den meisten Pflichtschulen aus: „In 18 Prozent der Schulen wird frisch gekocht und 57 Prozent bekommen die Speisen warm angeliefert. Erfreulich ist auch, dass der Trend zu weit gereisten Tiefkühlmenüs – durch die der Bezug zum saisonalen, regionalen Lebensmittelangebot verloren geht – bereits wieder rückläufig ist.“
„Snacken“ ist „in“
Während Volksschulkinder meist gerne am Schulmittagstisch teilnehmen, ändert sich dies mit zunehmendem Alter wesentlich. „An mittleren und höheren Schulen essen 86 Prozent der SchülerInnen in der Schule oder in deren Umgebung, wenn sie nachmittags Unterricht haben“, zitiert Stöckler die Ergebnisse. Doch nicht einmal eine/r von 20 SchülerInnen wählt das in der Schule angebotene Mittagsmenü. Snacks vom Schulkiosk, von Kebab-Ständen oder aus Lebensmittelgeschäften werden bevorzugt.
Übergewicht bei Kindern steigt
Das Sortiment an Schulkiosken wird laufend ausgeweitet und von immer mehr SchülerInnen regelmäßig genutzt. „Damit steigt auch der Einfluss des schulischen Verpflegungsangebotes auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit unserer Kinder“, betont Günter Diem. „Angesichts der Tatsache, dass sich in Vorarlberg die Zahl der krankhaft übergewichtigen SchülerInnen innerhalb der letzten 15 Jahre verdoppelt hat, ist es entscheidend, nicht nur das familiäre, sondern auch das schulische Umfeld mit vereinten Kräften so zu gestalten, dass die gesündere Speisen- und Getränkewahl die leichteste wird“, nimmt Diem auch die Schulen in die Verantwortung.
Sensibilisierung und gesündere Imbisse
„Die Herausforderung besteht darin, sowohl Jugendliche als auch Kioskbetreiber zu sensibilisieren“, hebt Diem hervor. „Gemäß den Vorlieben der SchülerInnen muss in erster Linie das Imbiss-Angebot verändert werden“, fordert Diem. Dabei geht es darum, beliebte Speisen durch Gemüse, Obst sowie einen Vollkornanteil aufzuwerten. Dass gesünderen Snacks bei jungen Menschen tatsächlich auf Begeisterung stoßen, beweist das Projekt „MehrWERT“ der Landesberufsschule Lochau. Initiiert durch das aks Netzwerk „Schulverpflegung“ gibt Gerhard Kerber, der Internatsküchenleiter, seine Erfahrungen und bewährten Rezepte gemeinsam mit Angelika Stöckler seit nunmehr eineinhalb Jahren in Kursen weiter und motiviert auch andere zu einem kreativen, fetzigen Angebot an Schulbuffets.
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Zahlen und Fakten
Mittagsverpflegung gibt es in
96% der mittleren und höheren Schulen
46% der Vorarlberger Mittelschulen/Hauptschulen
14% der Polys
50% der Sonderpädagogischen Zentren
36% der Volksschulen
Zubereitung / Anlieferung des Essens in Pflichtschulen
18% frisch gekocht
57% warm angeliefert
6% Tiefkühlmenüs
18% sonstiges (z.B. in einer anderen Einrichtung der Gemeinde)
Frühe Förderung im Kindergarten ermöglicht besseren Schuleinstieg
Im Jahr 2005 wurde mit der Kindergartenvorsorge ein einzigartiges Früherkennungssystem für Kinder im Vorschulalter etabliert. „Bisher wurden über 30.000 Kinder in ihrer Entwicklung im Kindergarten beobachtet und gezielt gefördert“, betont Schullandesrat Siegi Stemer anlässlich der Jubiläumsveranstaltung 5 Jahre Kindergartenvorsorge am 19. November in Mäder. „Seit der Einführung der Kindergartenvorsorge gibt es in der 1. Klasse Volksschule kaum mehr auffällige Kinder, die nicht schon logopädisch betreut sind“. Durch standardisierte Beobachtung werden Entwicklungsverzögerungen sehr früh erkannt und können somit auch gefördert werden. „Die Notwendigkeit einer guten Früherkennung und Prävention schulischer Lernstörungen ist daher unverzichtbar“, so Gesundheitslandesrat Mag. Markus Wallner.
Lernstörungen können zu schweren Beeinträchtigungen im persönlichen und sozialen Bereich eines Kindes führen. So leiden betroffene Kinder oftmals unter Versagensängsten, die zu Verweigerungsverhalten, Schulunlust oder auch psychosomatischen Problemen führen können. „Daher ist ein Erkennen vor der Einschulung sehr wichtig, da eine frühzeitige Förderung eines betroffenen Kindes eventuelle Lernstörungen verhindern kann“, betont Wallner. „Deshalb haben die aks Gesundheitsvorsorge, das Land Vorarlberg und das Vorarlberger Kindergarteninspektorat 2005 die Kindergartenvorsorgeuntersuchung auf ein neues, wissenschaftliches Fundament gestellt.“
Neue Diagnose- und Förderinstrumente
Nach dem schwachen Abschneiden Österreichs bei der PISA-Studie 2003 zeigte die Ursachensuche unter anderem, dass in anderen Ländern bereits im Kindergarten und auch in der Schule Diagnose- und Förderinstrumente zum Einsatz kamen, die es in Österreich und auch in Vorarlberg zu diesem Zeitpunkt nicht gab. Zudem wird zwar der körperliche Zustand der Kinder immer besser, gleichzeitig steigt aber die Zahl der Verhaltensauffälligkeiten und der sozialen Inkompetenz von Kindern stetig. Um diesen Mechanismen so früh wie möglich entgegen zu wirken, wurde 2005 die Kindergartenvorsorge gestartet. Im Mittelpunkt stand dabei die standardisierte Beobachtung und Förderung der Kindergartenkinder durch die KindergartenpädagogInnen. „So ist es möglich, Leistungsunterschiede vor dem Schuleinstieg zu verkleinern, Schulprobleme zu mindern und die Schulzufriedenheit von Kindern, Eltern und LehrerInnen zu steigern“, erklärt Schullandesrat Stemer.
Ergebnisse aus fünf Jahren
In den Jahren 2005 bis 2008 nahmen in Vorarlberg rund 80 Prozent der Kinder teil, seit 2008 werden 100 Prozent der Kinder beobachtet. „Im Bereich der sozialen Kompetenz waren im Jahr 2006 insgesamt 9,6 Prozent der Kinder reifungsverzögert, im Jahr 2010 ca. 9,1 Prozent. Im Bereich der Konzentration fielen 2006 insgesamt 11,1 Prozent auf, im Jahr 2010 noch 9,9 Prozent. In der Sprachentwicklung waren sowohl 2006 als auch 2010 ca. 16,6 Prozent verzögert“, erläutert Projektleiterin Mag. Irene Fitz die Ergebnisse. Über alle Bereiche hinweg zeigen 9 Prozent der Kinder deutliche Rückstände und müssen zu einer weiteren, vertiefenden Diagnostik und Therapie verwiesen werden.
Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigen auch internationale Studien. Studien belegen eindrücklich, welchen Effekt frühzeitige Förderung hat. Konkrete Erfahrungen wurden in Ulm (D) gemacht, wo in 130 Kindergärten, bei 25 % der Kinder Probleme im Vorschulalter in der Entwicklung lautsprachlicher Voraussetzungen für den Erwerb des Schreibens und Lesens festgestellt wurden. Mit einer gezielten Förderung konnte dieser Anteil auf 14 % verringert werden. Auch die Referentin der Festsveranstaltung, Dr. phil. Brigitte Sindelar, Leiterin der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychotherapie an der Sigmund Freud Privat-Universität Wien, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. In einer Untersuchung wurden Kinder im Vorschulalter einer Teilleistungsdiagnostik unterzogen und anschließend gezielt gefördert Die Evaluation am Ende des Schuljahres zeigte, dass die Kinder den Anschluss an das Leistungstempo der Klasse problemlos finden konnten.
Geschlechtsspezifische Unterschiede
Auffallend sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede: Während bei den Mädchen in ca. 6 Prozent der Fälle der Arztbesuch zur weiteren Abklärung empfohlen wird, sind es bei den Jungen doppelt so viele. „Wie in der Entwicklungspsychologie und Pädagogik bekannt, sind Buben im Vergleich zu Mädchen in ihrer Entwicklung insgesamt eher verlangsamt“, erklärt Mag. Fitz. „Dieser Prozentsatz verringert sich mit steigendem Alter zugunsten der Buben. Damit bestätigt sich die Annahme, dass Buben in der Entwicklung mit zunehmendem Alter aufholen.“
Früher fördern
Über fünf Jahre hinweg lassen sich Trends feststellen, die nur geringfügig variieren. „Bedenkt man dabei die Anzahl der Beobachtung in fünf Jahren (= 30.000) von ca. 500 PädagogInnen spricht diese stabile Datenlage für eine besonders hohe Qualität der Instrumente“, betont Irene Fitz. Diese Daten bleiben deutlich stabil über die Jahre und haben dadurch einen sehr hohen prognostischen Wert für die Vorhersage von Betreuungs- und Therapiebedarf. Die Qualität der Instrumente wird auch von Fachpersonen immer wieder bestätigt. Durch die standardisierte Beobachtung werden Entwicklungsverzögerungen und –risiken deutlich früher erkannt und können somit auch deutlich früher gefördert werden. Damit ist es möglich, sowohl in der Ergotherapie als auch in der Logopädie früher anzusetzen und die Kinder zu fördern, bevor sich wichtige Entwicklungsfenster schließen und der Normalzustand nicht wieder hergestellt werden kann“, so Fitz.
Sprachförderung im Kindergarten
Seit dem Kindergartenjahr 2005 wurden jährlich durchschnittlich ca. 20 Prozent der Vorarlberger Kinder im Kindergarten gefördert. Ein speziell auf die jeweiligen Wahrnehmungsbereiche zugeschnittenes Förderprogramm sowie ein Leitfaden zur Sprachförderung stehen den PädagogInnen zur Verfügung. Dabei geht es vorrangig um die lautsprachlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schuleinstieg. „Einige Minuten gezielte Förderung täglich genügen, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern. Auf die Mitarbeit der Eltern wird dabei großen Wert gelegt“, betont Kindergarteninspektorin Margot Thoma. Spielvorschläge für eine gezielte Förderung im Elternhaus stehen für Eltern zur Verfügung und können mit den PädagogInnen abgestimmt werden. „Das förderte die Kooperation zwischen Elternhaus und Kindergarten zum Wohle des Kindes“, so Thoma.
Bundesweite Anerkennung und internationaler Vergleich
„Die bundesweite Anerkennung dieses einzigartigen Vorsorgesystems zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Landesrat Siegi Stemer. Im Zuge der verpflichtenden Sprachstandsfeststellung aus dem Jahr 2008 und der bundesweit verpflichtenden Feststellung des pädagogischen Förderbedarfs (Kindergartengesetzesnovelle 2010) wurden sowohl der Vorarlberger Beobachtungsbogen (VBB) als auch die Differenzierungsproben von Breuer und Weuffen entsprechend gewürdigt. Beide Instrumente erfüllen nicht nur die gewünschten österreichischen Qualitätskriterien, sie gehen sogar über das erforderliche Maß hinaus. Wie wichtig die Kindergartenvorsorge in Vorarlberg ist, zeigen internationale Vergleiche. Deutsche Studien belegen, welchen Effekt frühzeitige Förderung hat: Dabei wurden in 130 Kindergärten bei 25 Prozent der Kinder Probleme im Vorschulalter in der Entwicklung lautsprachlicher Voraussetzungen für den Erwerb des Schreibens und des Lesens festgestellt. Mit einer gezielten Förderung konnte dieser Anteil auf 14 Prozent verringert werden. „Wir werden daher unseren erfolgreichen Weg fortsetzen, um auch künftig in der Lage zu sein, das Wohl und die Bedürfnisse der Kinder früh zu erkennen und bestmöglich zu unterstützen“, so Landesstatthalter Wallner abschließend.
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Äpfel: Ein aktiver Beitrag zur Gesundheitsvorsorge
Der Pausenapfel ist in aller Munde, doch in Vorarlberg isst nur jedes vierte Schulkind Obst oder Gemüse zur Jause, zitiert aks Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler, zum Tag des Apfels am 12. November, die jüngsten Erhebungen der aks Gesundheitsvorsorge unter 700 Volksschulkindern.
Äpfel enthalten über 300 wertvolle Inhaltsstoffe. Die runden Früchte liefern neben einem Cocktail an Vitaminen und Mineralstoffen auch reichlich „Schutzstoffe“, die unser Immunsystem stärken und regulierend auf unseren Blutdruck, den Blutzucker- sowie den Cholesterinspiegel wirken. „Damit unterstützen sie unsere Gesundheit weit mehr als jegliche Vitaminpräparate“, betont die Ernährungswissenschafterin.
„Vitaminbombe“
Bereits ein einziger Apfel genügt, um ein Viertel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs abzudecken. Daneben liefert das knackige Obst speziell die Vitamine B1 und B2 sowie Beta-Carotin und Kalium. Bedingt durch seinen hohen Wasseranteil zählt der Apfel zu den natürlichen Light-Produkten und ist mit etwa 60 Kilokalorien pro Stück eine ideale Stärkung für zwischendurch. Die enthaltenen Fruchtsäuren wirken unter anderem verdauungsfördernd und appetitanregend. Durch die Ballaststoffe des Apfels bleibt der Darm in Schwung. Das Apfelpektin unterstützt ebenfalls die Verdauung und wirkt sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus.
Äpfel tragen zur Vorsorge bei
Wie beliebt der Apfel ist, zeigt die Statistik: „Jede/r ÖsterreicherIn isst im Jahr rund 30 Kilo Äpfel“, erklärt Stöckler. „Damit leisten Äpfel einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit.“ Denn um Fettleibigkeit und Gesundheitsproblemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 vorzubeugen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse zu verzehren.
Fünf am Tag
Die Kurzformel dafür lautet „5 am Tag“ und ist den meisten Menschen bekannt. „Doch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung isst im Alltag regelmäßig frisches Obst, Gemüse oder Salat zu den Haupt- und Zwischenmahlzeiten. Speziell bei Jugendlichen ist der Konsum dieser wertvollen Lebensmittel stark rückläufig“, warnt Stöckler.
Maxima zeigt wie’s geht
„Da die lebenslangen Essgewohnheiten in der Kindheit geprägt werden, sind in Vorarlberg zahlreiche Kindergärten, Schulen und PädagogInnen längst aktiv und unterstützen die Bemühungen vieler Eltern vorbildlich“, lobt Stöckler. In den Kindergärten im Ländle macht die schlaue Maus „Maxima“ den Kleinen gesundes Essen schmackhaft und an Volksschulen unterrichten über 70 PädagogInnen „Gesunde Ernährung“ in Form von unverbindlichen Übungen. Wertvolle Impulse gehen auch vom beliebten aks-Programm „Genussdetektive“ aus. Praktische Fertigkeiten werden an den Vorarlberger Mittelschulen vermittelt, in denen „Kochen und Ernährung“ fix etabliert ist und entscheidend zur Bewusstseinsbildung beiträgt.
Schulobstprogramm der EU
Neben diesen bewährten Sensibilisierungsmaßnahmen soll der Obst- und Gemüsekonsum von Kindern und Jugendlichen durch das Europäische Schulobstprogramm gesteigert werden. Für die Abgabe von Schulobst und Gemüse in Kindergärten und Pflichtschulen erstattet die EU 50 Prozent der Kosten. Das Schulobstprogramm wird in Österreich von der AMA koordiniert und soll Kindern und Jugendlichen speziell den täglichen Pausenapfel noch schmackhafter machen.
Ernährungberatung und Diättherapie
Empfehlungen für ausreichend Obst und Gemüse im Alltag sowie Informationen zu einer ausgewogenen gesunden Ernährung erhalten Sie bei der Ernährungsberatung und Diättherapie der aks Gesundheitsvorsorge an 15 Standorten in Vorarlberg. Informationen dazu finden Sie unter www.aks.or.at
Bratapfel
(pro Portion)
1 Apfel (z.B. Gloster, Boskoop oder Berlepsch)
1 TL Rosinen
Zucker
Zimt
Butter
Mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse des Apfels entfernen.
Apfel auf ein Backblech setzen.
Rosinen mit Zucker, Zimt und Butter vermengen, in die Apfelhöhlung füllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C ca. 30 min braten.
Bratäpfel schmecken himmlisch mit warmer Vanillesauce!
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Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 – 0
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80 Prozent der Diabetes Typ 2-Fälle vermeidbar
Diabetes Typ 2, in der Umgangssprache als Altersdiabetes bekannt, nimmt auch in Vorarlberg immer mehr zu. „Der Lebensstil hat einen großen Einfluss“, erklären aks Sportwissenschafter Stephan Schirmer und Landesstatthalter Mag. Markus Wallner anlässlich des am 14. November stattfindenden Welt-Diabetes-Tages. „Mit gesunder abwechslungsreicher Ernährung und regelmäßiger Bewegung könnten ca. 80 Prozent der Diabetes Typ 2-Fälle vermieden werden.“
Wie wichtig Maßnahmen in diesem Bereich sind, zeigen aktuelle Schätzungen der WHO. Allein innerhalb der nächsten zehn Jahre dürften die Todesfälle durch Diabetes um 50 Prozent ansteigen. In Österreich gibt es derzeit 500.000 Typ-2-DiabetikerInnen, Vorarlbergweit geht man von rund 14.000 Betroffenen aus. Jede/r 7. VorarlbergerIn über 60 ist Betroffen. „Zudem ist ein großer Teil der Betroffenen nicht diagnostiziert, diese Menschen wissen noch gar nichts von Ihrer Erkrankung“, so Markus Wallner.
Eine gesundheitspolitische Herausforderung
Diabetes-Typ-2 hat sich damit zur hausgemachten Volkskrankheit entwickelt. „Gesunde Ernährung, ein gesundes Wohlfühlgewicht und täglich mindestens eine halbe Stunde Bewegung sind der beste Diabetesschutz“, erklärt Stephan Schirmer. Deshalb bietet die aks Gesundheitsvorsorge seit vier Jahren alltagsnahe Diabetesschulungen in ganz Vorarlberg an, die von mobilen Schulungsteams wohnortnah durchgeführt werden.
Mehr Lebensqualität durch Schulung
ÄrztInnen, DiabetesberaterInnen und DiätologInnen geben Tipps, die jede/r Betroffene im Alltag leicht umsetzen kann. „Besonders gut hat mir die aktive Bewegungseinheit gefallen“, erklärt der ehemalige Schulungsteilnehmer Egon Wehinger. „Wenn ich gewusst hätte, wie effektiv das ist und wie viel Spaß meine kleinen persönlichen Alltagsmodifikationen machen, hätte ich schon viel früher damit begonnen.“
Schulung und Arztbesuch
„Die aks Schulungen ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch, sondern sind eine ideale Ergänzung zur laufenden medizinische Betreuung“, betont Stephan Schirmer. Am Ende der aks Schulungen stehen im Idealfall DiabetikerInnen, die regelmäßig zur ärztlichen Kontrolle gehen, gesund abwechslungsreich essen und täglich einen 30minütigen flotten Spaziergang unternehmen.
Kostenlose Teilnahme
Die aks Diabetesschulungen werden vom Land Vorarlberg finanziert und können so für alle PatientInnen kostenlos angeboten werden. „Diese Schulungen befähigen die Betroffenen trotz Erkrankung eine hohe Lebensqualität aufrecht zu erhalten und sind ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit der Vorarlberger Bevölkerung“, erklärt Landesstatthalter Wallner.
Die nächsten Diabetesschulungen starten am 24. Jänner 2011 in Feldkirch.
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6900 Bregenz
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Qualifizierte Beratung in allen Ernährungsfragen
So verschieden wie die Ess- und Trinkgewohnheiten sind auch die Bedürfnisse im Zusammenhang mit der Ernährungsberatung. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und ernährungsabhängige Erkrankungen sind nur einige der Themen, über die die Diätologinnen der aks Gesundheitsvorsorge in der Ernährungsberatung und Diättherapie informieren.
Qualifizierte Beraterinnen
An fünfzehn Standorten in ganz Vorarlberg betreuen 13 ausgebildete Diätologinnen Ratsuchende professionell und individuell. „Das unterstützt nicht nur Betroffene im Umgang mit ernährungsabhängigen Erkrankungen, sondern hilft auch Menschen in speziellen Lebenssituationen, in denen die Ansprüche an die Ernährung erhöht sind“, erklärt Mag. Angelika Stöckler, Ernährungswissenschafterin der aks Gesundheitsvorsorge. Besonders wertvoll ist diese fachliche Unterstützung in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, bei intensiven sportlichen Belastungen oder in höherem Alter.
Nachhaltiger Erfolg
Auch wenn es um das Erhalten bzw. Erreichen eines gesunden Körpergewichtes geht, ist die Ernährungsberatung und Diättherapie des aks die richtige Anlaufstelle. „Speziell in Zeiten, in denen laufend neue Modediäten aus dem Boden sprießen und schnellen Erfolg versprechen, bleiben nur allzu oft Leid geplagte Menschen auf der Strecke, die nach kurzzeitigem Erfolg bald wieder beim Ausgangsgewicht sind. Dabei hat nur eine dauerhafte Änderung ungünstiger Essgewohnheiten langfristig Erfolgsaussichten“, so Stöckler. Diese dauerhafte Änderung ist nur möglich, wenn individuelle Vorlieben, Wünsche, Gewohnheiten und Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, die deshalb in der Ernährungsberatung einen besonders wichtigen Stellenwert haben.
Gesundheit und Wohlbefinden
„Ernährung ist einer der wichtigsten Aspekte für Gesundheit und Wohlbefinden. Deshalb unterstützt das Land Vorarlberg die Ernährungsberatung und Diättherapie der aks Gesundheitsvorsorge und fördert damit die Gesundheit der Vorarlberger Bevölkerung“, erklärt Landesstatthalter Mag. Markus Wallner. Aufgrund der Unterstützung durch das Land Vorarlberg und einzelne Gemeinden beträgt der Selbstbehalt pro Beratungsstunde lediglich € 20,-. Ratsuchende können die Ernährungsberatung und Diättherapie mit und ohne ärztliche Zuweisung nach telefonischer Terminvereinbarung aufsuchen.
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Ernährungsberatung und Diättherapie des aks
Bludenz / Bürs
Waltraud Holzer, M 0699 / 119 15 789
aks - Lünersee Fabrik, 6706 Bürs
Bregenz
Eva Bechter, M 0699 / 114 53 344
Stadtteilbüro
Achsiedlungsstraße 43a, 6900 Bregenz
Dornbirn
Erna Obwegeser, M 0650 / 346 08 08
Treffpunkt an der Ach, Höchsterstraße 30, 6850 Dornbirn
Egg
Magdalena Brunner, M 0650 / 75 75 725
aks Kinderdienste, Klebern 561, 6863 Egg
Feldkirch
Sonja Holzknecht, M 0699 / 111 09 820
Haus Gisingen/Seniorenheim, Neuer Kirchweg 1, 6805 Feldkirch
Theresa Vogel, M 0650 / 252 50 81
Pfarrgemeindehaus Altenstadt, Klosterstraße 6, 6804 Feldkirch
Götzis
Helene Bawart, T 05522 / 46 344
Seniorenheim, Schulgasse 5, 6840 Götzis
Hard
Claudia Brugger, T 05572 / 51 476
Sozialsprengel Hard, Ankergasse 24, 6971 Hard
Hirschegg
Claudia Drechsel, M 0650 / 398 57 00
aks Kinderdienste, Walserstraße 37, 6992 Hirschegg
Hohenems
Erna Obwegeser, M 0650 / 346 08 08
SeneCura Sozialzentrum, Ang.-Kauffmannstraße 6, 6845 Hohenems
Leiblachtal
Maria Keiler, M 0650 / 544 90 60
Sozialsprengel Leiblachtal, Heribrandstraße 14, 6912 Hörbranz
Lustenau
Claudia Brugger, T 05572 / 51 476
Altersheim Hasenfeld, Pestalozziweg 5, 6890 Lustenau
Rankweil
Klara Schranz, T 05522 / 41 020, M 0664 / 643 55 54
Sozialzentrum Fuchshaus, Ringstraße 49, 6830 Rankweil
Schruns
Julia Giacomuzzi, M 0664 / 513 94 32
Sozialzentrum Schruns, Außerlitzstraße 71, 6780 Schruns
Thüringen
Waltraud Holzer, M 0699 / 119 15 789
Hauptstraße 18, 6706 Bürs
Wolfurt
Brigitte Feuerstein, M 0664 / 974 61 62
Alter Schwanen, Kellhofstraße 3, 6922 Wolfurt
Zahngesundheit von Geburt an
Seit zehn Jahren werden in Vorarlberg neben den Kindergarten- und Schulkinder auch die Wöchnerinnen in den Geburtenstationen aller Krankenhäuser von den Zahngesundheitserzieherinnen regelmäßig besucht. Dr. Thomas Bischof, Geschäftsführer der Zahnprophylaxe Vorarlberg GmbH, erklärt anlässlich des Internationalen Tages der Zahngesundheit am 25. September, warum Zahngesundheit bereits mit der Geburt beginnt.
„Die Zähne sind bereits vorhanden, lange bevor sie durchbrechen und sichtbar sind. Schon von der sechsten Schwangerschaftswoche an bilden sich die Milchzähne im Kieferknochen. Alle 20 Milchzahnkronen sind bei der Geburt bereits voll entwickelt“, erklärt Dr. Bischof.
Stillen ist gut für die Kieferentwicklung
„Stillen ist nicht nur das Beste für ihr Kind, es ist auch ein wichtiger Entwicklungsreiz für den wachsenden Kiefer, weil die Kaumuskulatur gestärkt wird“, so Dr. Bischof. Wenn Stillen nicht möglich ist, sollten „kiefergerechte“, nicht zu große Flaschensauger verwendet werden. Wichtig ist dabei eine nicht zu große Saugeröffnung, damit das Kind richtig saugen muss. Auch die Schnuller sollten möglichst klein sein und bis längstens dem zweiten Lebensjahr verwendet werden.
Kariesübertragung vermeiden
Mit ein wenig Vorsicht kann verhindert werden, dass gerade in der kritischen Zeit zwischen dem Durchbruch des ersten Milchzahnes und dem dritten Lebensjahr Karies übertragen wird. „Karies entsteht durch Bakterien, die meist beim Füttern von der Mutter auf die Zähne des Kindes übertragen werden. Deshalb sollten Sie nie den Sauger des Fläschchens oder den Löffel, mit dem das Kind isst, in den Mund nehmen“ warnt Bischof.
Frühe Zahnpflege ist wichtig
Bereits mit dem Durchbruch des ersten Zahnes, also etwa im sechsten Lebensmonat, sollte mit der regelmäßigen Zahnpflege begonnen werden. Dr. Bischof rät, das Zähneputzen zum täglichen gemeinsamen Ritual von Eltern und Kind zu machen: „Nehmen Sie sich Zeit dafür, halten Sie das Kind im Arm, lassen sie es auf der Zahnbürste herumkauen, damit es sich spielerisch daran gewöhnen kann und verwenden Sie von Anfang an Kinderzahnpasta mit Fluorid.“ Der Experte empfiehlt die so genannte Rot-Weiß-Technik. Dabei werden die Zahnbeläge vom roten Zahnfleisch über den weißen Zahn von den Zähnen abgestreift. Die leichte Massage des Zahnfleischs empfinden viele Kinder gerade auch beim Durchbruch neuer Zähne als sehr angenehm. Sobald wie möglich, aber spätestens ab etwa dem zweiten Lebensjahr, sollten Speisereste nach jedem Essen entfernt und die Zähne am Abend gründlich gereinigt werden.
Eltern sind Vorbild
Eltern tragen maßgeblich dazu bei, wie gerne ihre Kinder Zähne putzen. Deshalb rät Dr. Bischof: „Seien Sie ein gutes Vorbild, es gibt keine bessere Motivation! Günstig ist es, mit dem Kind gemeinsam die Zähne zu putzen. Grimassen schneiden und spielerisch mit dem Zähneputzen umgehen macht Spaß und ist um vieles erfolgreicher als Zwang.“
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Eisgekühltes heiß begehrt
Eisdielen haben derzeit Hochsaison und für Groß und Klein führt an sonnigen Tagen kaum ein Weg am Kiosk oder der Kühltruhe vorbei. In Österreich werden pro Jahr rund 50 Millionen Liter Speiseeis konsumiert.
Mag. Birgit Hämmerle, Ernährungswissenschafterin bei der aks Gesundheitsvorsorge GmbH, gibt praktische Tipps für den unbeschwerten und gesunden Eisgenuss.
Während viele Eissorten ihrem Ruf als Dickmacher durchaus gerecht werden, gibt es durchaus auch kalorienärmere Sorten. „Ein Rahmeis mit Schokoladenüberzug kann es schon auf 300 Kalorien bringen. In Fruchteis, das auf Wasserbasis hergestellt wurde, stecken dagegen nur etwa halb so viele Kalorien“, weiß die Ernährungswissenschafterin.
Blick auf die Verpackung
Da die Rezepturen von fettreich bis fettfrei ganz unterschiedlich sind, rät sie zu einem prüfenden Blick auf die Verpackung. Dort finden sich neben konkreten Nährwertangaben zum Beispiel auch Bezeichnungen wie Oberseis (mindestens 15 Prozent Milchfett) oder Eiscreme (mindestens 10 Prozent Milchfett). Die Aufschrift „Diabetikereis“ weist darauf hin, dass das Eis anstelle von Haushaltszucker ein Süßungsmittel enthält. Dadurch ist es jedoch nicht unbedingt kalorienärmer.
Eisdiele zu Hause
Kalorienbewussten Schleckermäulern rät Birgit Hämmerle zu fettärmeren Varianten wie Milch-, Jogurt- oder Fruchtspeiseeis. „Eine andere Variante ist Eis aus Früchten selbst herzustellen. Auch Schlagobers, Schokosauce und Liköre wegzulassen oder durch Fruchtsauce zu ersetzen lohnt sich“, meint Hämmerle. Selbst ohne Eismaschine kann die eigene Küche zur Gelateria werden. Wer eine Küchenmaschine mit einem Messereinsatz hat, kann in wenigen Sekunden aus tiefgekühlten Früchten mit Jogurt oder Buttermilch ein cremiges Eis mixen. So entstehen echte Vitaminbomben und dem genussvollen Naschen aus dem Eisbecher oder der Tüte steht nichts mehr im Wege.
Eis am Stiel selbst gemacht
Auch Eis am Stiel kann zu Hause ganz einfach und gesund hergestellt werden. Dazu einfach fein pürierte Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren oder Melone nach Bedarf süßen. Die Fruchtsauce in Eisförmchen oder einfach in einen kleinen Jogurtbecher füllen, mit Folie abdecken, in der Mitte einen Plastik- oder Holzstiel durchstecken und mindestens fünf Stunden tiefkühlen.
Kaloriengehalt von 100 g Eis
Milchspeiseeis | 130 |
Oberseis | 220 |
Eiscreme | 160 |
Fruchtspeiseeis | 80 |
Sorbet | 140 |
Sojaeis | 140 |
Erdbeer-Bananen-Eis
½ kg tiefgekühlte Erdbeeren
1 Banane
Früchte gemeinsam in einer Küchenmaschine mit einem Messereinsatz kurz durchmixen.
Pfirsich-Jogurt-Eis
½ kg Pfirsiche
4 EL Jogurt
1-2 EL Staubzucker
Pfirsiche schälen, in Stücke schneiden und 12 Stunden tiefkühlen. Gefrorene Fruchtstückchen gemeinsam mit Jogurt und Zucker pürieren.
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Mut statt Angst - Internationaler Kindersicherheitstag
Es ist ein natürlicher Instinkt, dass Eltern ihre Kinder schützen und beschützen wollen. Gleichzeitig brauchen Kinder Freiraum, um sich entwickeln zu können. aks Physiotherapeutin Andrea Knoll und aks Psychotherapeutin Dr. Marlies Matt geben anlässlich des Internationalen Kindersicherheitstags am 10 Juni Tipps, wie beides in Balance bleibt.
Bereits im Säuglingsalter entscheiden Eltern wie viel Eigenständigkeit sie dem Kind zutrauen. "So kann man das Kind z.B. gerade hochnehmen oder es über die Seite in die Vertikale bringen und es somit selbständig sein Köpfchen halten lassen. Eltern mit einer ängstlichen Haltung können somit die motorische Entwicklung ihres Kindes einschränken“, erklärt Andrea Knoll.
Spielen in der Natur
Die Physiotherapeutin empfiehlt, die Kinder möglichst viel im Freien spielen zu lassen, um ihre Sinneseindrücke anzusprechen: „Die Natur bietet unzählige Eindrücke, unterschiedslichte Materialbeschaffenheit und dadurch eine Vielzahl an Möglichkeiten motorische Fähigkeiten zu entwickeln.“
Gefahr nicht überbewerten
Andrea Knoll rät Eltern, sich nicht verunsichern zu lassen, denn einen hundertprozentigen Schutz gibt es auch für Kinder nicht. „Wichtig ist, die Kinder schon früh auf mögliche Gefahren vorzubereiten. „Kinder müssen auf Gefahren immer wieder hingewiesen werden, bei gleichzeitiger Ermutigung das Umfeld und die Natur zu erforschen“, erklärt Knoll.
Zu viel Schutz macht Angst
„Kinder brauchen dringend Freiraum, um die unterschiedlichsten Fähigkeiten zu entdecken und in diesem Handlungsspielraum Sicherheit und Vertrauen zu finden. Fehlende Sicherheit und Vertrauen in Freiräume machen ängstliche und unselbständige Kinder“, erklärt Dr. Marlies Matt, Psychotherapeutin in den aks Kinderdiensten. Wenn Kinder zu behütet aufwachsen, haben sie grundsätzlich mangelnde Erfahrungswerte und ein geringeres Handlungsrepertoire.
Eigenständiges Handeln fördern
„Eltern sollten Kinder von klein auf in ihrem eigenständigen Handeln unterstützen. Unter dem Motto „Gib mir soviel Hilfe wie ich benötige, um es selbst zu tun“, so Matt. Deshalb rät sie Eltern, nicht zu vergessen, dass Kinder den nötigen Freiraum dringen brauchen. „Ermutigen Sie Ihr Kind trotz der eigenen Ängste die Dinge selbst zu tun. Dadurch erhält das Kind mehr Sicherheit, emotional und auch motorisch“, erklärt Matt. Die Freude des Kindes an seinen Erfolgserlebnissen, wirken sich auch beruhigend auf ängstliche Eltern aus.
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Smokefree für rauchfreie Schüler
Neue Studien bestätigen, dass Österreichs Jugendliche europaweit am meisten rauchen. Während die Anzahl der jugendlichen RaucherInnen bei unseren Deutschen Nachbarn sinkt, greifen in Österreich immer mehr Teenager zum Glimmstängel: 25 % Prozent der 15-jährigen Burschen rauchen in Österreich regelmäßig, bei den gleichaltrigen Mädchen sind es sogar 30 Prozent. „Wir haben großen Handlungsbedarf“, fordert Mag. Irene Fitz, Psychologin in der aks Gesundheitsvorsorge, anlässlich des Welt-Nichtrauchertags am 31. Mai.
„Wir sehen in Deutschland, dass das Rauchverhalten viel mit Gelegenheiten zu tun hat. Seit dem Rauchverbot an deutschen Schulen sinken die Zahlen rauchender Jugendlicher“, erklärt Mag. Fitz und wünscht sich ähnlich klare Regelungen für österreichische Schulen.
Von SchülerInnen für SchülerInnen
Mit dem Projekt „Smokefree“ richtet sich die aks Gesundheitsvorsorge speziell an Schulen. Die ersten Ergebnisse zeigen Erfolge. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Kinder und Jugendliche „Wir schulen SchülerInnen, so genannte „Peers“, die dann Informationen zum Thema rauchen an ihre Mitschüler weitergeben. Denn in diesem Alter ist die Meinung Gleichaltriger weitaus wichtiger als die der Eltern oder Lehrer“, so Fitz. Jugendliche können und sollen sich ohne „Fingerzeig“ mit dem Thema Sucht und Nikotinabhängigkeit auseinander setzen. Wir vermitteln das nötige Wissen und fördern den bewussten Umgang mit Sucht. Die beste Methode ist dabei immer, die persönliche, praktische Erfahrung. Im Projekt können SchülerInnen beispielsweise selber Experimente mit Nikotin durchführen um zu erfahren, wie giftig es ist.
Rauchpräventionskoffer
Im Mittelpunkt steht dabei ein Rauchpräventionskoffer, der von der HTL-Bregenz in Zusammenarbeit mit Schulen aus Graz, Deutschland und der Schweiz entwickelt wurde. Damit sind Tests möglich, die den Jugendlichen zeigen, wie sich Zigarettenrauch und die Gifte in der Zigarette auf ihren Körper auswirken.
Pilotprojekt in Lustenau
Das Pilotprojekt wurde vor kurzem erfolgreich an der HAK Lustenau durchgeführt. „Durch das besondere Engagement von LehrerInnen und SchülerInnen fanden zwei sehr erfolgreiche Rauchpräventionstage statt. Die Rückmeldungen waren durchgängig positiv und das Projekt wird auch zukünftig weitergeführt.
Damit wir Schüler schon früher - im risikoreichsten Altern zwischen 10 und 14 Jahren - erreichen, haben wir das Projekt altersgemäß angepasst und im Mai erstmals im Kooperation mit der Hauptschule Koblach umgesetzt. Auch hier waren die Rückmeldungen sehr gut“, freut sich Irene Fitz.
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Spiele als Training für die grauen Zellen
Spiele sind nicht nur etwas für Kinder und Familien, denn spielen sorgt für Geselligkeit und trainiert das Gedächtnis. Deshalb sind Spiele gerade für ältere Menschen ein idealer Zeitvertreib. Die aks Gesundheitsvorsorge informiert anlässlich des Welt-Spieletags am 28. Mai.
Egal ob Brettspiel, Kartenspiel oder Memory mit den Kindern, spielen braucht Konzentration und fördert so die Gedächtnisleistung. „Sie müssen sich die Spielregeln merken, sollten sie einhalten und sich überlegen, welche Spielzüge Sie als nächstes machen wollen“, erklärt Mag. Irene Fitz, Psychologin der aks Gesundheitsvorsorge.
Gutes Gedächtnistraining
Nicht nur für Kinder ist Spielen Grundvoraussetzung für eine optimale Entwicklung. Auch auf ältere Menschen haben Spiele positive Effekte, denn die geistige Fitness wird trainiert. Das hilft, um im Alter länger unabhängig zu bleiben. „Jede regelmäßiger Sie Ihr Gedächtnis bei Brett-, Strategie- oder Kartenspiele nutzen, desto mehr regen Sie Ihre Hirnleistung an. Stellen Sie sich das Gehirn wie einen Muskel vor, der nur stark und aktiv ist, wenn er benutz wird“, erklärt Fitz. Das Training zahlt sich aus, denn die Gehirnforschung hat in den letzen Jahren festgestellt, dass das Gehirn ein Leben lang lernfähig sein kann.
Computerspiele für Senioren
Mit welchen Spielen das Gehirn trainiert wird, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Egal ob Memory oder Domino, eine gemeinsame Partie Schach oder in einer geselligen Runde mit Freunden Rummy spielen. Alles trainiert das Gehirn. Wer Zahlen mag liegt mit Sudoku richtig. Selbst Computerspiele können das Gedächtnis trainieren. „In einigen englischen Altersheimen gehören Spielkonsolen zur Ausstattung. Es hat sich gezeigt, dass diese Spiele Geselligkeit und Gedächtnis fördern und selbst Menschen über 90 noch großen Spaß daran haben“, so die Psychologin.
Jassen ist gut für’s Gehirn
Wer lieber in einer geselligen Runde spielt, kann auch mit Jassen seine Gedächtnisleistung trainieren. „Wenn Sie sich merken, was Trumpf ist, welche Karten noch im Spiel sind und was der nächste Bock ist, wird ihr Gedächtnis ganz schön gefordert. Probieren Sie es auch mal mit den Varianten Bock, Geiß und Slalom, wenn es anspruchsvoller sein soll“, rät Fitz.
Spielen als Familienaktivität
Spielen hat noch weitere positive Effekte, denn beim gemeinsamen Spiel kommt die Familie zusammen, wie Fitz weiß: „Durch das Spielen mit Enkelkindern regen Sie Ihre Gedächtnisleitung an und steigern gleichzeitig Ihre geistige Fitness. Außerdem verbringen Sie wertvolle Zeit mit ihrer Familie.“
Mit dem Kleeblatt lange fit und gesund bleiben
Wer mehr für sein Gedächtnis und seine Gesundheit tun will, ist bei den Kleeblatt Workshops der aks Gesundheitsvorsorge richtig. Dort erfahren Menschen ab 50, wie sie lange fit, gesund und selbständig bleiben können. „Dafür ist oft gar nicht viel notwendig“, betont Projektleiterin Mag. Birgit Hämmerle. So wird beispielsweise schon durch 5 Kilo weniger Übergewicht das Diabetesrisiko um 16% gesenkt.
Deshalb erfahren die Kleeblatt-TeilnehmerInnen im Rahmen eines 4-stündigen Workshops von ExpertInnen aus den Bereichen Ernährung und Bewegung sowie von einem Arzt und einer Psychologin, wie sie mit kleinen Änderungen im Alltag ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit deutlich verbessern können. „Das ist eine wichtige Grundlage, um im Alter möglichst lange fit und gesund zu bleiben“, so Hämmerle. Zusätzlich erhalten alle TeilnehmerInnen ein speziell auf sie zugeschnittenes Empfehlungsschreiben mit Tipps für ihre ganz persönliche Situation.
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Türkischsprachige Diabetes Informationsabende in Feldkirch
Unter dem Motto „Diabetes – Ich hab’s im Griff!“ erfahren Migrantinnen und Migranten, wie sie sich trotz Diabetes Typ 2 wieder wohl fühlen in ihrer Haut. Denn Diabetes bedeutet nicht Verzicht, sondern „Umdenken und auf sich achten“.
An drei interessanten Infoabenden in türkischer Sprache geht es darum, was dem Körper gut tut und wie man auf seinen "Zucker" positiv einwirken kann. Praxisnah lernen die TeilnehmerInnen viele neue Tipps für den Alltag kennen, die sie sofort umsetzen können. Dabei stehen die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten türkischer MigrantInnen im Mittelpunkt.
Die Abende sind auf max. 15 TeilnehmerInnen begrenzt!
Start: Montag, 14. Juni 2010, (gesamt 3 Termine – 1 x wöchentlich abgehalten)
Zeit: 18:30 bis 20:30 Uhr
Wo: Anadolu Kulturverein, Feldkirch
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung unter 05574 202-1056 oder unter www.aks.or.at/kurse
Veranstalter: aks Gesundheitsvorsorge GmbH, Rheinstraße 61, 6900 Bregenz
Sinn und Unsinn von Fastenkuren
Die ursprünglichen Motive des Fastens hatten religiöse Hintergründe wie die Reinigung des Körpers und der Seele. Heute wird das Fasten als eine Form der Gewichtsreduktion oder zur „Entschlackung“ angesehen. Was es nun tatsächlich mit dem Fasten auf sich hat, erklärt Mag. Birgit Hämmerle von der aks Gesundheitsvorsorge GmbH anlässlich des Welt-Anti-Diättages am 6. Mai.
Da beim Fasten meistens auf zahlreiche Lebensmittel und Genussmittel verzichtet wird, empfiehlt die Ernährungswissenschafterin besonders auf den Körper zu achten: „Fasten sollte immer in ärztlicher Begleitung erfolgen. Außerdem ist es für einen guten Fastenerfolg zu empfehlen, sich aus dem Alltag zurückzuziehen. So kann man sich ganz auf die eigene Situation und den eigenen Körper besinnen.“
Nicht jeder sollte fasten
Fasten ist nicht für jeden geeignet. Generell rät Hämmerle nur zu fasten, wenn man körperlich gesund ist. Kindern, Personen über 65 Jahre, Schwangeren und Stillenden, Personen mit Essstörungen aller Art sowie Herz-, Krebs- und AIDS-Kranken, Diabetikern und Menschen mit psychischen Erkrankungen rät sie dringend vom Fasten ab, da es mit einer erheblichen Gefahr für Gesundheit und Leben verbunden ist.
Was beim Fasten passiert
Durch die fehlende Kalorienzufuhr wird der Körper auf den Hungerstoffwechsel umgestellt. Um die Energieversorgung der lebensnotwendigen Organe aufrecht zu erhalten, greift er auf die körpereigenen Reserven zurück. Als erstes werden die Kohlenhydratreserven in Leber und Muskulatur aufgebraucht. Dadurch sinken der Blutzuckerspiegel und die Konzentration an Insulin, was wiederum den Fettabbau fördert. Um die Eiweißversorgung aufrecht zu erhalten holt sich der Körper dieses aus der Muskulatur.
Nebenwirkungen
Dieser Ausnahmezustand des Körpers kann zu Nebenwirkungen führen. Vor allem zu Beginn können Symptome der Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Kälteempfinden, Schlafprobleme, verminderte Konzentration und Sehschärfe sowie Übelkeit auftreten. „Nach einigen Tagen des Fastens setzt eine euphorische Stimmung ein, was auf eine vermehrte Produktion des Glückshormons Serotonin im Gehirn zurückzuführen ist“, erklärt Birgit Hämmerle.
Entschlackende Wirkung
Von der entschlackenden Wirkung des Fastens hält Mag. Hämmerle wenig. „Schlacken fallen nur bei der Produktion von Roheisen im Hochofen oder bei der Strahlenerzeugung an, nicht aber im menschlichen Körper. Die Substanzen, die der Körper über Haut, Niere und Leber ausscheidet sind keine angesammelten Giftstoffe, sondern Stoffwechselprodukte“, betont die Ernährungswissenschafterin.
Abnehmen durch Fasten
Fasten kann als Einstieg zu einer gesünderen Ernährungsweise dienen. „Fasten lohnt sich bei gesunden Personen nur, wenn sie ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten langfristig ändern“, so die Ernährungswissenschafterin. Sie rät zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung. „Wer sich an die Empfehlungen der Ernährungspyramide hält, braucht keine Radikalkuren, um das Gewicht und die Gesundheit im Gleichgewicht zu halten.“ Tipps für gesunde Ernährung erhalten Sie außerdem in den Ernährungsberatungsstellen des aks.
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Mit Schwung um die eigene Achse
Tanzen ist ein tolles Fitnesstraining für jedes Alter
Tanzen ist Leidenschaft und Emotion, Kultur und Tradition, Discoerlebnis für Jugendliche und Leistungssport für TurniertänzerInnen. Tanzen ist so vielfältig wie fast kein anderer Sport und polarisiert wahrscheinlich gerade deshalb so stark. Der Bewegungsexperte Stephan Schirmer von der aks Gesundheitsvorsorge erklärt anlässlich des Welt-Tanztages am 29. April, warum Sie nicht nur „in den Mai tanzen“ sollten.
„Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch für die Koordination äußerst anspruchsvoll“, erklärt der Bewegungsexperte. „In kaum einem anderen Sport lernt man so viele neue rhythmische Bewegungsabläufe und Schrittfolgen.“
Tanzen hält die grauen Zellen fit
Darüber hinaus ist Tanzen auch ein hervorragendes Gedächtnistraining. Jede neu zu lernende Bewegungssequenz verknüpft eine Vielzahl von Gehirnzellen untereinander. Deshalb rät Schirmer vielen älteren Menschen sich mit Tanzen fit zu halten: „Die Kombination aus Spaß, Musik, Rhythmus und Bewegungslernen macht den Kopf und Geist fit! Dazu verbessern sich Haltung, Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht. Es gibt kaum eine bessere Sturzprophylaxe als das Tanzbein zu schwingen, und auch keine, die so gesellig ist und so viel Spaß macht.“
Tanzen ohne Partner
Selbst wenn der Tanzpartner fehlt, kann getanzt werden, betont Schirmer: „Es gibt viele Tanzvarianten, für die Sie keinen Partner brauchen, zum Beispiel Kreistänze, Jazztanz oder Hiphop. Auch in Volkstanzvereinen sind nicht nur Paare willkommen, sondern auch Einzelpersonen.“
Tanzen ist ideales Fitnesstraining
Fit macht tanzen in jedem Fall. „Jeder Muskel im Körper ist in Bewegung, das ist gut für den Energieverbrauch und das Herzkreislaufsystem“, erklärt der Bewegungsexperte. Da aber Musik, Rhythmus, Schwung und die Freude im Vordergrund stehen, kommt man gar nicht auf die Idee, gerade zu „trainieren“. „Als Resultat verbessert sich ganz nebenbei die Kondition, denn wenn Sie nicht gerade „Stehblues“ oder „Schleicher“ tanzen, kommt Ihr Puls ganz schön in Schwung“, so Stephan Schirmer. Aber das könnte ja auch an dem Tanzpartner oder der Tanzpartnerin liegen…
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Psychische Erkrankung von Eltern belastet Kinder
aks Unterstützungsangebote speziell für Kinder und Jugendliche
Die psychische Erkrankung eines Elternteils ist eine große Herausforderung für die ganze Familie. Gerade Kindern und Jugendlichen fehlen häufig altersgemäße Informationen und Strategien, die ihnen den Umgang mit der Situation erleichtern. Das Projekt Kiesel der Sozialpsychiatrischen Dienste des aks bietet deshalb Hilfe und Unterstützung für Kinder deren Eltern unter einer psychischen Erkrankung leiden.
„Für Eltern steht meist die Bewältigung des Alltags im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen haben jedoch eigene Bedürfnisse und Fragen, die dann oft zu wenig berücksichtigt werden“, erklärt Thomas Struber, Leiter der Sozialpsychiatrischen Dienste.
In den KIESEL-Angeboten stehen deshalb die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund.
Angebot für Eltern und Kinder
Kiesel ist einerseits ein Angebot für Mütter und Väter, die sich Unterstützung für Ihre Familie im Umgang mit der psychischen Erkrankung wünschen. Andererseits richtet sich Kiesel an Kinder und Jugendliche, die aufgrund der psychischen Erkrankung eines Elternteils im Alltag mit speziellen Fragen und besonderen Herausforderungen konfrontiert sind.
Gemeinsam darüber reden
Im Rahmen des Kiesel-Angebots haben Kinder und Jugendliche haben dabei die Möglichkeit,
- zu erleben, dass sie mit dem Thema nicht alleine sind
- sich mit anderen auszutauschen
- altersgerechte Informationen zu erhalten
- die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu entdecken
- einfach Kind / Jugendlicher sein zu können
Neben den laufenden Gruppenangeboten gibt es in diesem Jahr unter dem Motto „Auszeit“ auch ein spezielles Angebot für Jugendliche.
Einzel- und Gruppenangebote
Je nach individuellem Bedarf werden Kinder und Jugendliche im Rahmen von Gruppenangeboten und/oder Einzelkontakten betreut. Nach Terminabsprache sind zudem jederzeit Familiengespräche, Einzelkontakte für Kinder und Jugendliche sowie die Vermittlung an andere Hilfsangebote und Institutionen möglich.
Die Kiesel-Angebote 2010
Kiesel-Treff
für Kinder ab 6 Jahren
- Bludenz jeder dritte Mittwoch im Monat ab 18.8.2010
- Bregenz jeder erste Mittwoch im Monat 17.00 - 18:30
- Götzis jeder erste Mittwoch im Monat 14.00 - 16.00
Kiesel-Gruppenblock
- Egg für 9 - 12 jährige Kinder, März bis Juli 2010 jeden Mittwoch
- Feldkirch für 9 - 12 jährige Kinder, September bis Dezember 2010 jeden Montag
- Feldkirch für 6 - 8 jährige Kinder, April bis Juli 2010 jeden Montag
Kiesel-Jugendangebot „Auszeit“
- für Jugendliche ab 13 Jahren
- 3 Abende in Dornbirn und 1 Wochenende in Furx,
- Juni und Juli 2010
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aks Sozialmedizin GmbH
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Entspannung für Große und Kleine
Stress gehört für die meisten Menschen zum Alltag: Das Herz rast, der Kopf schmerzt, der Körper ist völlig angespannt, die Hände kalt, der Druck auf Herz und Lunge unerträglich. Immer öfter sind diese Symptome schon bei Kindern zu beobachten. Mag. Irene Fitz, Psychologin der aks Gesundheitsvorsorge, gibt Tipps, was Kinder und Erwachsene dagegen tun können.
„Wer gelernt hat, sich zu entspannen, kann mit den negativen Reizen im Alltag weitaus besser umgehen“, erklärt Irene Fitz. Dabei ist vor allem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung wichtig. Die Psychologin empfiehlt deshalb Entspannungsverfahren, mit denen man sich selbst beruhigen und in einen ausgeglichenen Zustand bringen kann. „Autogenes Training oder Traumreisen können helfen und sind auch für kleinere Kinder bestens geeignet“, so Fitz.
Stress schon bei Kindern
Nicht nur Erwachsene leiden unter Stress: „Der Leistungsdruck für Kinder setzt immer früher ein. Mit der richtigen Entspannungstechnik kann man diesen Druck ausgleichen“, erklärt die Psychologin. Schon das Vorlesen von Geschichten hat auf Babys und Kleinkinder einen entspannenden und entwicklungsfördernden Effekt. Etwa ab dem 5. Lebensjahr sind Kinder bereits in der Lage, Phantasiereisen zu verstehen und sich darauf zu konzentrieren.
Autogenes Training für jedes Alter
Entspannungsgeschichten vermitteln die Grundelemente des autogenen Trainings leicht und spielerisch. „Kinder lernen das Autogene Training im Allgemeinen schneller als Erwachsene, denn sie haben einen natürlicheren Zugang zu ihrem Körper und mehr Vertrauen in ihre Selbststeuerungskräfte“, beschreibt Fitz die Vorteile. Durch das Autogene Training erfährt das Kind, dass es seinen Körper durch Gedanken selbst beeinflussen und steuern kann, dass ihm der Körper "gehorcht", und erlebt so eine zunehmende Stärkung des Selbstbewusstseins. Stellt sich das Kind z.B. auf Wärme ein, spürt es ein Kribbeln in Händen und Füßen und eine leichte Wärmezunahme. Es genügt bei Kindern schon bewusstes Atmen zu üben und Wärme in gewissen Körperteilen wahrzunehmen.
Mehr Ruhe und Geborgenheit
Regelmäßig eingesetzt, erfahren Kinder durch das Autogene Training oder Traumreisen Ruhe und Geborgenheit, eine Erweiterung der Vorstellungskraft sowie seelische und körperliche Stabilisierung. „Untersuchungen belegen eindeutig, dass es zur Verbesserung der Konzentrationsleistung kommt. Regelmäßiges Üben führt außerdem dazu, dass sich Kinder dann später viel leichter und vor allem schneller entspannen können“, betont Irene Fitz. „Die Wirksamkeit ist auch bei einer Vielzahl von psychosomatischen Störungen sowie bei Angst-Symptomen wissenschaftlich bestätigt.“
Entspannung für Schule und zu Hause
Entspannungstechniken sind nicht nur zu Hause, sondern auch im Schulalltag wirkungsvoll. „Entspannungsgeschichten eignen sich hervorragend für den Unterricht. Wichtig ist die Vermittlung der Gegensätze Spannung-Entspannung, Ruhe-Bewegung, sowie der raschen Übertragbarkeit des Gelernten in den kindlichen Alltag“, rät Fitz. So kann die Klasse vor Prüfungen oder besonders aufregenden Situationen schneller beruhigt werden, vorausgesetzt die Kinder haben Erfahrung mit Entspannungsübungen gesammelt.
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Fettig – süß – übermäßig?
Die Ernährungsgewohnheiten der Vorarlberger Volksschulkinder
„Knapp 20 Prozent der Vorarlberger Schulkinder haben keinen optimalen Start in den Tag. Sie kommen ohne Frühstück in die Schule und haben oft noch nicht einmal etwas getrunken“, so aks Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler. Sie hat vor kurzem die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 700 Vorarlberger Schülerinnen und Schülern im Volkschulalter untersucht und kommt zu Ergebnissen, die Handlungsbedarf zeigen.
„Nur knapp 2/3 der Schüler gaben an, dass sie regelmäßig frühstücken. Dabei ist gerade für Schulkinder das Frühstück ein wichtiges Sprungbrett in den Tag“, erklärt Stöckler. Bei der Jause sieht es etwas besser aus. Am Tag der Befragung hatten 90% der Kinder eine Jause dabei. Bei 16% von ihnen bestand die Zwischenmahlzeit allerdings aus Nahrungsmitteln, die für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ungünstig sind. „Süßes Gebäck, Süßigkeiten oder Knabbergebäck sollte sich nicht in der Jausendose befinden“, betont die Ernährungswissenschafterin.
Wasser ist das beliebteste Getränk
Positiv sind die Ergebnisse zu den Trinkgewohnheiten der Vorarlberger Kinder, denn Wasser ist ganz klar die Nummer eins unter den Getränken. Fast 80% trinken in der Schule Wasser. 12% der Kinder trinken während der Schulzeit nichts. „Das schadet der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit“, warnt Stöckler.
Immer mehr essen vor dem Fernseher
Problematisch sieht Stöckler, dass Essen für immer mehr Kinder zur Nebenbeschäftigung wird. Bei 23% der Volksschulkinder läuft der Fernseher immer oder manchmal während sie frühstücken, bei 32 % während des Mittagessens und bei 50% während des Abendessens. Ein bedenklicher Trend, vor dem Mag. Stöckler warnt: „Wer nebenbei isst, verliert leicht den Überblick und der Genuss bleibt auf der Strecke.“
Sprungbrett in den Tag
Ein gut zusammengestelltes Frühstück sowie eine wertvolle Zwischenmahlzeit verbessern das Wohlbefinden und wirken sich positiv auf das Konzentrationsvermögen und die Leistungsfähigkeit aus. Erfreulicherweise haben Frühstück und Vormittagsmahlzeiten bei den Volksschulkindern und ihren Familien einen relativ hohen Stellenwert. Außerdem tragen zahlreiche Schulprojekte und die laufenden Bemühungen vieler PädagogInnen in Bezug auf regelmäßiges Wassertrinken, eine gute Jausenqualität und Bewegungspausen Früchte.
Immer mehr Kinder mit Übergewicht
„Diese Trends schlagen sich auch in der Gewichtsentwicklung der Vorarlberger Kinder nieder“, meint Dr. Günter Diem, Geschäftsführer der aks Gesundheitsvorsorge. Innerhalb der letzten 15 Jahre ist der Anteil der übergewichtigen Volksschulkinder von knapp 8% auf 12% angestiegen. Bedauerlich ist, dass sich dabei der Anteil der bereits krankhaft Übergewichtigen verdoppelt hat.
Im Schuljahr 2008/09 waren dies an den Volksschulen in Vorarlberg 2.003 untergewichtige und 1.970 übergewichtige Schülerinnen und Schüler. Besonders schwer betroffen sind 407 Buben und 303 Mädchen im Alter von 6-10 Jahren, die bereits an krankhaftem Übergewicht leiden und davon mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr ganzes Leben betroffen sein werden.
Buben sind bereits bei der Einschulung häufiger übergewichtig als Mädchen. Mit jeder Klasse steigt der Anteil der übergewichtigen Kinder.
Projekte für mehr Gesundheit in der Schule
Da die Basis für lebenslange Gewohnheiten, Vorlieben und Verhaltensweisen in der Kindheit gelegt wird, ist es wertvoll, wenn Eltern, PädagogInnen und Verantwortliche im Gesundheitsbereich an einem Strang ziehen. Unter diesem Aspekt unterstützt die aks Gesundheitsvorsorge GmbH PädagogInnen und Eltern mit zahlreichen Programmen und gesundheitsfördernden Aktivitäten:
- „Genussdetektive“ – Volksschulkinder erleben Nahrungsmittel bewusst mit allen Sinnen
- Gesunde Ernährung an der Grundschule – Weiterbildungsreihe für PädagogInnen
- Informationen für PädagogInnen und Eltern: „Gesund und erfolgreich durchs Schuljahr“
- Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung an Volksschulen“ zur Entwicklung von Unterrichtsmitteln
- Netzwerk „Schulverpflegung“
- „Schoolwalker“ – aktiv auf dem Schulweg anstatt im „elterlichen Taxi“
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Ein gesunder Rücken von Kindesbeinen an
Ein gesunder Rücken ist eine wichtige Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Wichtige Grundsteine dazu werden bereits im Kindesalter gelegt. Deshalb empfiehlt aks Sportwissenschafter Stephan Schirmer anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März viel Bewegung und spannende Alternativen zu Computer oder Fernseher.
„Entscheidend für einen gesunden Rücken ist vor allem ausreichend Bewegung von Kindesbeinen an“, betont Schirmer. Vielfältige Bewegungsreize regen vor allem in jungen Jahren die Knochen zum Wachstum an und helfen lebensnotwendige Mineralien wie Kalzium in die Knochen einzulagern. „Von der Knochenmasse, die wir als Kinder und Jugendliche aufgebaut haben, zehren wir ein Leben lang, denn im Alter ist der Knochenaufbau nur noch schwer möglich“, so der Sportwissenschafter.
Schlaue Köpfe in Bewegung
Wenn der Schultag vorwiegend im Sitzen stattfindet, ist Bewegung in den Pausen umso wichtiger. Zudem bauen immer mehr LehrerInnen regelmäßige und spannende Bewegung in den Schulalltag ein. Eine Maßnahme, die nicht nur gut für den Rücken ist, sondern sich auch auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. „Wer sich bewegt, aktiviert die motorischen Zentren im Gehirn – und diese sind unter anderem dafür verantwortlich, wie gut man sich Informationen merken kann“, betont Schirmer.
Weniger Zeit für Computer und Fernsehen
Auch wenn immer mehr Schulen Bewegung in den Tagesablauf einbauen, die Eltern sind ebenso gefordert. Im Durchschnitt sitzen Elfjährige wochentags rund 2 Stunden vor dem Fernseher und weitere 1,5 Stunden vor dem Computer oder der Spielkonsole. „Das ist eindeutig zu viel“, findet Stephan Schirmer und rät Eltern, klare Regeln für Fernseh- und Computerzeiten zu vereinbaren und den Kindern spielerische Alternativen im Freien zu zeigen.
Zu Fuß zur Schule
Die Ermunterung, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurück zu legen sorgt für einen guten Start in den Tag. Wenn die Schultasche entsprechend gepackt ist und sich am Gewicht des Kindes orientiert, bedeutet der Schulweg Spaß, Erlebnis und Gesundheit zugleich. „Die Schultasche sollte nicht mehr als 10 bis 12 Prozent des Körpergewichts Ihres Kindes wiegen“, rät Schirmer. Bei einem 30 Kilo schweren Kind sollte die Schultasche deshalb nicht mehr als 3,5 Kilo wiegen.
Viel Bewegung an der frischen Luft
Generell rät der Sportwissenschafter zu möglichst viel Bewegung an der frischen Luft. „Kinder sollten so oft es geht ins Freie gehen, am besten mit mehreren Freunden und FreundInnen. Mit ein bisschen Motivation und Anleitung zu Beginn entdecken die Kinder dann von ganz allein vielfältige Spielideen, und diese Spiele werden immer auch Bewegungselemente enthalten – garantiert!“
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Störungen von Sprache und Sprechen verursachen großen Leidensdruck
Sprechen und Sprache sind für Menschen von ganz entscheidender Bedeutung. Deshalb sind Defizite in der Sprache, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, meist mit einem großen Leidensdruck verbunden. Anlässlich des Welt-Logopädie-Tags am 6. März stellt der aks seine Angebote vor.
In der Logopädie für Erwachsene betreut der aks PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. In der Logopädie für Kinder wird ein breites Spektrum an Auffälligkeiten und Störungen abgedeckt, das von verzögerter Sprachentwicklung, undeutlichem oder schwer verständlichem Sprechen bis zu Mehrfachbehinderungen und Ess- und Trinkproblemen im Säuglingsalter reicht.
Logopädie bei neurologischen Erkrankungen
Wenn die Fähigkeit zu sprechen fehlt oder stark eingeschränkt ist, leidet darunter die Lebensqualität. Das gilt auch für die die Schluckfähigkeit: Wenn Nahrung oder Flüssigkeit nicht mehr über den Mund aufgenommen werden können, verlieren wir einen großen Genussfaktor und damit ein entscheidendes Stück Lebensqualität.
Die LogopädInnen der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation des aks sind in der Arbeit mit Erwachsenen auf neurologische Erkrankungen spezialisiert und konzentrieren sich vorrangig auf
- Kommunikation über Sprache, Gestik und Mimik
- Sprachverständnis, Sprache und Sprechen
- Gehör
- Lesen und Schreiben
- Schlucken von Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten
Dabei wird in der Therapie direkt auf die Bedürfnisse der KlientInnen eingegangen. Wenn nötig, werden auch alternative Strategien erarbeitet, die wieder Kommunikation ermöglichen, z.B. mit Hilfe der Unterstützten Kommunikation.
Stress, Anspannung und Nervosität wirken sich auch beim „gesunden“ Menschen negativ auf Atmung, Stimme, Sprechen und Schlucken aus. Deshalb sind Entspannungstechniken ein wichtiger Teil in der Logopädie.
Logopädie bei Kindern
In den aks Kinderdiensten wird eine Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen therapiert, u.a.
- Verzögerte Sprachentwicklung
- Undeutliche oder nicht dem Alter entsprechende Sprache
- Probleme bei Laut- und Satzbildung
- Redefluss-Störungen, z.B. Stottern
- Hörstörungen
- Mehrfachbehinderungen
- Ess- und Trinkprobleme ab dem Säuglingsalter
In der Therapie werden die Grundlagen der Sprache und des Sprechens gefördert. Dabei geht die Arbeit über die Sprache weit hinaus und umfasst neben Sprechmotivation, Mundmotorik und Stimmgebrauch unter anderem auch Spielverhalten, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik sowie Konzentration. Das Ziel ist, die Kinder darin zu bestärken, ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten voll auszuschöpfen.
Da sich das Sprachvermögen rasch entwickelt, ist bei Kindern eine möglichst frühe Erfassung, Elternberatung und (wenn notwendig) Therapie sinnvoll. In vielen Fällen wirkt sich bereits die Beratung positiv auf die Sprachentwicklung des Kindes aus.
Die LogopädInnen der aks Kinderdienste sind an acht Außenstellen in ganz Vorarlberg tätig. Die Ambulante Neurologische Rehabilitation des aks arbeitet an fünf Außenstellen und betreut die KlientInnen überwiegend über Hausbesuche. Beide Therapiebereiche können über Zuweisung durch Hausarzt/äztin oder Facharzt/ärtzin über einen Rheha-Schein in Anspruch genommen werden.
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Brot ist ein toller Fitmacher
Vollkornbrot ist ideal für Gesundheit, Figur und Wohlbefinden
Brot ist ein wichtiger und gesunder Bestandteil unserer Ernährung. „Nach wie vor glauben leider viele, dass Brot ein Dickmacher ist“, erklärt aks-Ernährungswissenschaftlerin Mag. Angelika Stöckler. „Doch der regelmäßige Griff zu gesundem Brot lohnt sich für Wohlbefinden, Aussehen und Figur, denn im Brotgetreide stecken viele wertvolle Stoffe“, so die Expertin.
Anlässlich des Welt-Brot-Tages am 16. Oktober 2008 informierte die Ernährungswissenschaftlerin darüber, was Gesundes im Brot steckt.
Wie bei allen Nahrungsmitteln sind auch beim Brot Qualität und Menge entscheidend. Je nach Zusammensetzung des Speiseplans ist es empfehlenswert, täglich drei bis fünf Scheiben Brot, idealerweise Vollkornbrot, zu verzehren.
Ideale Energiequelle
Durchschnittlich essen die Österreicherinnen und Österreicher rund 80 Kilo Brot im Jahr. Und diese 80 Kilo haben es in sich. Einerseits enthält Brot Kohlenhydrate in Form von Stärke, die eine ideale Energiequelle darstellen. Andererseits liefert das Getreidekorn Eiweiß und zählt außerdem zu den wichtigsten Ballaststoff-Lieferanten. „Diese unverdaulichen Pflanzenfasern des Vollkorngetreides sind keineswegs überflüssig, denn sie regen die Darmtätigkeit an und unterstützen damit unser Wohlbefinden ganz entscheidend“, so Stöckler.
Gute Laune und strahlendes Aussehen
Die Ernährungsexpertin empfiehlt vor allem Vollkornbrot: „Brot aus vollem Korn hilft, den Blutzucker zu stabilisieren und schützt damit vor Heißhungeranfällen. So gelingt es leichter, das Gewicht in Balance zu halten.“ Auch für die Laune hilft Vollkornbrot, denn es regt die Bildung des Glückshormons „Serotonin“ im Gehirn an und hellt damit die Stimmung auf. Außerdem steckt im vollen Korn eine ausgewogene Kombination an Vitaminen und Mineralstoffen. Während die B-Vitamine den Stoffwechsel in Schwung bringen, macht Vitamin E als sogenannter „Radikalfänger“ zellschädigende Produkte unschädlich. Für strahlendes Aussehen und schöne Haut sorgen darüber hinaus Eisen, Zink und Kupfer.
Gesundheitliche Vorteile
Welches Brot nun wirklich Vollkornbrot ist, ist für den Laien nicht immer einfach zu erkennen, weiß Angelika Stöckler. „Für die meisten Brotsorten wird vor dem Mahlvorgang das Getreidekorn vom Keimling und den Randschichten befreit. Das bedeutet: Die wertvollsten Inhaltstoffe des Getreides fehlen auch in vielen der landläufig als Kornbrote bezeichneten Backwaren, die durch ein paar Sonnenblumenkerne, Sesam oder Leinsamen einen gesunden Aufputz bekommen.“
Gesundheitlich wertvoll ist vor allem Vollkornbrot, denn für die Herstellung werden die Getreidekörner inklusive Keimling und Randschichten verwendet. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich bei Vollkornbrot immer um sehr grobes Brot mit ganzen Körnern handeln muss. Es kann ebenso aus feinst gemahlenen Getreidekörnern gebacken werden.
Schrittweise umsteigen
Vollkornbrot ist für fast jeden geeignet, wenn einige Tipps beachtet werden. Menschen mit einer empfindlichen Verdauung rät die Ernährungsexpertin zu Brot aus sehr feinem Vollkornmehl. Das ist wesentlich leichter verdaulich als Brot, das ganze Körner oder Schrot enthält. Auch die schrittweise Umstellung zum gesünderen Vollkornbrot hilft Verträglichkeitsprobleme, wie Blähungen, zu vermeiden. „Die Darmflora braucht Zeit, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Auch gründliches Kauen und regelmäßiges Trinken sind wichtig für die Verträglichkeit“, so Stöckler. Wer Weizenvollkorn schlecht verträgt oder eine Allergie hat, sollte zu Roggen- oder Dinkel-Vollkornprodukten greifen.
Gesundheitstipp: Zumindest jede zweite Scheibe bzw. jedes zweite Brötchen sollte ein echtes Vollkornbrot sein!
Fragen und Antworten rund um das Thema Brustkrebs und Vorsorge
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Acht bis zehn Prozent erkranken im Lauf ihres Lebens daran. Wird der Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium entdeckt, liegt die Heilungsrate bei 80 bis 90 Prozent. So kann zumeist brusterhaltend operiert werden.
Zur Vorsorge sollte einmal im Jahr eine Tastuntersuchung durch den Arzt durchgeführt werden. Zusätzlich sollte ab dem 20. Lebensjahr jede Frau ihre Brüste ein Mal im Monat abtasten. Der beste Zeitpunkt ist zirka eine Woche nach Einsetzen der Regelblutung. Bei einer Auffälligkeit ist der Arzt aufzusuchen.
Frauen ab dem 40. Lebensjahr wird empfohlen, alle zwei Jahre zur Vorsorge-Mammografie zu gehen. Die Mammografie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Sie gilt als die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden pro Aufnahme. Die Frau kann bei auftretenden Schmerzen die Behandlung jederzeit abbrechen. Die Mammografie hat keine Nebenwirkungen. Die Strahlenbelastung entspricht etwa jener eines Fluges über den Atlantik.
Studien haben gezeigt, dass die Entstehung von Brustkrebs vor allem durch Lebensstil, Ernährung und regelmäßigen Sport beeinflusst wird. Frauen können ihr Krebsrisiko durch Vermeidung von Übergewicht, Rauchen und von übermäßigem Alkoholgenuss reduzieren.
Prostatakrebs - Vorsorgeuntersuchung

Verantwortung für Körper und Gesundheit zu übernehmen, sollte heute für jeden von uns selbstverständlich sein. Dazu gehört auch die Vorsorge.
Ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge beim Mann ist die Untersuchung der Prostata. Speziell Männer in der zweiten Lebenshälfte sind von der Erkrankung der Prostata betroffen. Das Prostatakarzinom ist heute die häufigste bösartige Erkrankung des Mannes ab dem 45. Lebensalter. Eine regelmäßige Vorsorge ist daher besonders wichtig.
Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung kann durch einen einfachen Bluttest – die PSA-Untersuchung (PSA = Prostata Spezifisches Antigen) – dieser Tumor in einem frühzeitigen und somit heilbaren Stadium erkannt werden.
Weitere Informationen unter www.prostatakrebse.at










































