Stolz und Vorurteil

Roman von Jane Austen

ist der bekannteste Roman von Jane Austen wurde und wurde zahlreiche Male verfilmt, eine Liebesgeschichte mit glücklichem Ausgang, die auch heute noch die Herzen höherschlagen lässt.

Mr. und Mrs. Bennet bewohnen mit ihren fünf Töchtern ein Anwesen nahe London, ein vermögender junger Mann namens Bingley bezieht das Nachbaranwesen und bringt einen noch reicheren aristokratischen Freund mit, den stolzen Mr. Darcy. Jane Bennet und Mr. Bingley verlieben sich, Mrs. Bennet macht sich Hoffnungen auf die Heirat ihrer ältesten Tochter. Mr. Darcy äußert sich abfällig über die mangelnde Schönheit der zweitältesten Tochter Elizabeth, er bekommt ihre Abneigung, Schlagfertigkeit und Ironie zu spüren. Elizabeth schlägt zwei Heiratsanträge aus, bevor sie den dritten nach vielen Irrungen und Wirrungen freudig annimmt.

Ich habe einen zweiten Anlauf gebraucht, das ursprünglich als Trilogie verfasste Buch zu lesen. Es hat sich gelohnt! Die Ausgabe im bugo enthält außerdem ein umfassendes und sehr informatives Nachwort.

 

JaneAusten

(18751817) Im vergangenen Dezember hat sich der Geburtstag der großen englischen Autorin zum 250. Mal gejährt. Um die in der Zeit um 1800 im Familienwohnzimmer unter dem Pseudonym „by a lady“ schreibende Pastorentochter hat sich seither ein regelrechter Hype entwickelt. Über Generationen und Gesellschaftssysteme hinweg kann sich Verständnis und Komplizenschaft entwickeln, Frauen heute wie damals wollen gehört, gesehen und ernst genommen werden.

In die Charaktere ihrer eigensinnigen, gebildeten und unkonventionellen Romanheldinnen, die stets mit Liebe und Hochzeit belohnt werden, steckt Jane Austen mit freundlicher Ironie ihre subtile Gesellschaftskritik. Sie beschreibt in ihren sechs Romanen das ihr zeitlebens vertraute Milieu des niederen Adels und wohlhabenden Bürgertums in den ländlichen Grafschaften rund um London. Mit blitzgescheiten Beobachtungen und in messerscharfen Dialogen im Beziehungsreigen erzählt sie vom Zauber und der Komplexität menschlicher Beziehungen, über innere Freiheit angesichts beengter Geister und Verhältnisse. Sie zeichnet das Sittengemälde einer Welt, die für Männer Vermögensverwaltung und Jagd, für Frauen Klavierspiel, Gesang und Handarbeit und für alle gemeinsam einen endlosen Reigen von Nachbarschafts- und Verwandtenbesuchen, Dinners und Bällen zum vorrangigen Zweck der Einfädelung günstiger Eheschließungen vorsah.

Der Buchtipp kommt von Christine Hartmann.