Was wir wissen können

Roman von Ian McEwan

Die Welt im Jahr 2119 ist überschwemmt, Europa zu einer Insellandschaft geworden. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe verliert sich fast selbst auf seiner obsessiven Suche nach einem verschollenen Gedicht des berühmten Dichters Francis Blundy für seine Frau Vivien aus dem Jahr 2014, das niemand je gelesen hat und über das unendlich viele Spekulationen grassieren. Sein Blick zurück in unsere Zeit des Reichtums und der Freiheit ist wehmütig, sein Verlangen nach der idealisierten Vivien irritiert Thomas Frau Rose. Bei seinen unermüdlichen Recherchen stößt Thomas auf eine große Liebe aber auch auf ein unvermutetes Verbrechen. Was wir wissen können erzählt von der Unmöglichkeit, die Vergangenheit wirklich zu durchschauen.

Ian McEwan

1948 in Hampshire geboren, lebt als freier Schriftsteller in London und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

In seinem aktuellen Roman schreibt er über das Milieu, in dem er selbst zu Hause ist im Rückblick aus der Zukunft: die literarisch und wissenschaftlich gebildete Oberschicht im Herzen Englands. Warum haben wir Menschen nichts gegen Klimawandel und Kriege unternommen, als noch Zeit dafür war?

Fragen wir uns heute nicht dasselbe, wenn wir an unsere Vorfahren denken?

Der erste Teil des Romans liest sich nicht leicht, er wirkt wie ein vager Versuch, eine nicht allzu bedrohliche Zukunft auszumalen, in der trotz Umweltkatastrophen und Kriegen noch nicht alles verloren ist.

Der Buchtipp kommt von Christine Hartmann.

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BVÖ
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