Konzert - Klavier und Saxofon
Musik im bugo
Sonntag, 25. Jänner 2026, um 18.00 Uhr im Konsumsaal Göfis
Christian Wachter, Klavier
Laura Martinez, Saxofon
Programm:
Johannes Brahms: Sonate op 120 Nr. 2
David Alan-Nihil: Suite für Klavier
Sergei Prokofiev: Sonate op 94 Nr. 2
Die Interpreten:
Christian Wachter
Christian Wachter stammt aus Bludenz und lebt in Paris. Im Alter von neun Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht in Bludenz. Er studierte an der Universität Wien bei Prof. Jan Jiracek sowie an der École Normale de Musique Paris bei Prof. Réna Shereshevskaya und Prof. Nelson delle Vigne. Er absolvierte außerdem eine Vielzahl an Meisterkursen u.a. bei Anne Quefellec, Vera Gornostaeva, Jean-Phillipe Collard oder Naum Grubert. Er gastierte bei Festivals in den Vereinigten Staaten, Russland, Südamerika und Europa und ist seit 2022 „Artist in Residence“ am Théâtre de Bligny.
Im Sommer 2024 unternahm er eine Konzerttournee durch Mexiko, und 2025 kehrte er dorthin zurück und spielte mit der Camerata Oaxaca im Teatro de Macedonia Oaxaca die Klavierkonzerte von Bach und Beethoven.
Laura Martínez
Ursprünglich aus Kolumbien stammend, entdeckte Laura ihre Leidenschaft für die Musik bereits in jungen Jahren, indem sie mit ihrem Vater musizierte und von ihm die Liebe zur Musik übernahm. 2019 begann sie ihr professionelles Saxophonstudium in Spanien und vertiefte ihr Wissen an den Konservatorien von Kastilien und León in Salamanca sowie in Navarra in Pamplona. Ihre musikalische Reise wurde durch wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Ensembles und Wettbewerben geprägt. 2023 erreichte sie einen bedeutenden Meilenstein, als sie als erste kolumbianische und lateinamerikanische Frau den Master-Abschluss in Saxophon am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris erlangte. Dies ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für Laura, sondern auch ein Ausdruck ihres Engagements, das kulturelle Erbe ihres Heimatlandes in die renommierten Säle des Pariser Konservatoriums zu tragen. Ein weiteres Highlight ihrer Karriere war ihr Solo-Auftritt während der Eröffnungszeremonie der Paralympischen Spiele, bei dem sie mit Ravels Boléro einen unvergesslichen Moment setzte.
Die Komponisten:
Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren und starb am 3. April 1897 in Wien. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Hochromantik, der klassische Formen mit romantischem Ausdruck verband. Früh von Robert Schumann gefördert, entwickelte Brahms ein Werk, das von großer formaler Strenge und emotionaler Tiefe geprägt ist. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen vier Symphonien, zwei Klavierkonzerte, das „Deutsche Requiem“, zahlreiche Kammermusikwerke und Lieder. Sein Stil vereint kontrapunktische Meisterschaft mit melodischer Eleganz und macht ihn zu einem zentralen Vertreter der deutschen Musiktradition.
David Alan-Nihil, geboren 1972 in Frankreich, ist ein zeitgenössischer Komponist, der sich durch eine Verbindung von melodischer Tradition und moderner Klangsprache auszeichnet. Nach Studien in klassischer Gitarre, Komposition und Jazz an den Konservatorien von Marseille, Lille und Paris arbeitete er mit Persönlichkeiten wie William Sheller zusammen. Sein Schaffen umfasst Chorwerke, Kammermusik, Klavierstücke und multimediale Projekte. Besonders bekannt wurde er durch die Sammlung „Angélismes“ mit 366 geistlichen Liedern sowie durch seine „Suite pour Piano“. Alan-Nihil tritt regelmäßig bei internationalen Festivals auf und verbindet in seinen Werken neoklassische Ästhetik mit spirituellen und kulturellen Einflüssen.
Sergei Prokofiev wurde am 27. April 1891 in Sontsovka (heute Ukraine) geboren und starb am 5. März 1953 in Moskau. Als einer der prägenden Komponisten des 20. Jahrhunderts verband er Modernismus mit lyrischer Ausdruckskraft und rhythmischer Energie. Nach seiner Ausbildung am Konservatorium in St. Petersburg machte er zunächst als Pianist und Komponist in Europa und den USA Karriere, bevor er in die Sowjetunion zurückkehrte. Sein umfangreiches Werk umfasst Opern, Ballette wie „Romeo und Julia“, sieben Symphonien, Klavierkonzerte und die berühmte musikalische Erzählung „Peter und der Wolf“. Prokofievs Musik ist geprägt von klarem Formbewusstsein, melodischem Einfallsreichtum und oft überraschenden harmonischen Wendungen.