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Damit der Igel gerne bei uns lebt

13.04.2026 – heimischer Braunbrustigel braucht dringend Unterstützung

Damit der Igel gerne bei uns lebt – ein Leitfaden

Unser heimischer Braunbrustigel braucht dringend Unterstützung. In ganz Europa ist sein Bestand in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen. Seit 2024 steht er sogar auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Doch wir können gemeinsam etwas dagegen tun! Schon kleine, einfache Maßnahmen helfen unserem stacheligen Gartenbewohner – und übrigens auch vielen anderen Wildtieren.

Bitte lasst Mähroboter nur tagsüber laufen

  • Da Igel dämmerungs- und nachtaktiv sind, sind sie genau dann unterwegs, wenn viele Mähroboter laufen.
  • Igel rollen sich bei Gefahr zusammen. Gegen die scharfen Messer eines Mähroboters sind sie völlig wehrlos. Leider kommt es trotz moderner Sensortechnik immer wieder zu tödlichen Verletzungen.

Achtet auf versteckte Tiere bei Trimmer-Arbeiten

  • Besonders an warmen Tagen schlafen Igel häufig ausgestreckt unter Hecken und Büschen. Ihre Tarnung soll sie eigentlich schützen, wird ihnen aber gleichzeitig oft zum Verhängnis.
  • Igelmütter und ihre Jungen verbringen den Tag gerne in „wilden Ecken“ und unter dichten Sträuchern.
  • Ein kurzer Blick unter die Hecke, bevor Schneidegeräte zum Einsatz kommen, kann viel Tierleid verhindern.

 

Weitere Tipps für einen igelfreundlichen Garten

  • Laubhaufen, Kompost und Holzstapel vorsichtig umsetzen: Ein Igel könnte dort sein Schlafnest oder sogar seine Kinderstube eingerichtet haben.
  • Müllsäcke immer aufrecht lagern: Igel verkriechen sich gerne darin. Am besten, sie werden erst kurz vor der Abholung hinausgestellt.
  • Kellerschächte und Rohre sichern: Sie wirken wie gemütliche Schlafplätze, Igel können sich aber vielfach nicht mehr selbst daraus befreien.
  • Denkt bitte auch an Ausstiegshilfen bei Pools und Teichen, sonst können diese zu Todesfallen für Igel und andere Tiere werden.
  • Zäune stellen oft unüberwindbare Hindernisse für Igel dar. Schon ein 12x12 cm großer Durchlass erleichtert Igeln die Futter- und Partnersuche.
  • Eine flache Schale mit frischem Wasser bereitstellen: Das kann zu jeder Jahreszeit lebensrettend sein – nicht nur für Igel, sondern auch für viele andere Gartenbesucher.
  • Wer Igel zusätzlich unterstützen möchte, kann dies durch eine Zufütterung in einem katzensicheren Futterhaus tun. Da sich Igel über Schnecken und Regenwürmer mit gefährlichen Parasiten infizieren können, sollten diese keinesfalls verfüttert werden. Pflanzliche Nahrung und Vogelfutter können Igel nicht verwerten. Bietet ihnen stattdessen zucker- und getreidefreies Katzentrockenfutter oder getrocknete Soldatenfliegenlarven an, jedoch keine Mehlwürmer.