


BERICHTE des Bürgermeisters
Jungbürgerfeier der Jagdberggemeinden und Göfis
Die gemeinsame Jungbürgerfeier der Jagdberggemeinden und der Gemeinde Göfis fand großen Anklang bei den eingeladenen Jugendlichen. Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung, darunter sieben junge Erwachsene aus Göfis.
Erste Gewerbefläche im Gässele bezogen
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des Quartiers Gässele konnte erfolgreich umgesetzt werden: Die erste Gewerbefläche wurde bezogen. Im Haus 3 hat ein Frisiersalon seinen Betrieb aufgenommen und bereichert damit das örtliche Dienstleistungsangebot.
Rondo – Errichtung und Betrieb einer Müllverbrennungsanlage
Im laufenden UVP-Verfahren zum Projekt Rondo wurden seitens der Gemeinde fristgerecht eine Verfahrensrüge, eine ergänzende Stellungnahme sowie weitere Anträge eingebracht. Damit werden die Interessen der Gemeinde und ihrer Bevölkerung weiterhin aktiv vertreten. Die Fortsetzung der UVP-Verhandlung ist für den 1. Dezember 2026 im Alten Hallenbad in Feldkirch angesetzt. Die Gemeinde wird den weiteren Verlauf des Verfahrens aufmerksam begleiten.
Ehrenamt
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurden elf Persönlichkeiten für ihr langjähriges und verdienstvolles ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Geehrt wurden Lukas Ess, Elmar Gort, Marlene Kühschweiger, Karin Lampert, Lisi Lenker, Margit Loos, Rudi Malin, Jitka Natter, Manfred Ruppert, Markus Schöch und Gerhard Terzer. Mit der Ehrung setzte die Gemeinde ein sichtbares Zeichen für die große Bedeutung des Ehrenamtes, das das gesellschaftliche Leben in Göfis entscheidend mitprägt. Die würdige Feier war von einer besonderen Wertschätzung und Dankbarkeit geprägt und unterstrich den hohen Stellenwert freiwilligen Engagements für das Gemeinwohl.
Fußverkehrs-Award 2026
Die Gemeinde Göfis wurde beim Österreichischen Rad- und Fußverkehrsgipfel in Eisenstadt mit dem Fußverkehrs-Award 2026 ausgezeichnet. Mobilitätsminister Peter Hanke überreichte die Auszeichnung für die konsequente Förderung des Fußverkehrs und die nachhaltige Entwicklung des Ortszentrums. Prämiert wurden insbesondere die Neugestaltung des bugo- und Sebastiansplatzes, die attraktiven öffentlichen Fußwege, der Schauplatz Obst- und Garten sowie die belebende Wirkung der bugo Bücherei auf das Ortszentrum. Gemeindesekretär Rudi Malin nahm die Auszeichnung stellvertretend für die Gemeinde entgegen. Der Award würdigt die kontinuierlichen Investitionen in sichere und attraktive Mobilität sowie die erfolgreiche Stärkung der Aufenthaltsqualität im Ortskern.
Informationspflicht gemäß KIG 2020, 2023 und 2025
Auf Grundlage des Kommunalinvestitionsgesetzes (KIG) bestehen für die Gemeinden umfassende Berichts- und Informationspflichten hinsichtlich der Verwendung der gewährten Fördermittel. Demnach sind die Mittelverwendung und die weitere Mittelverwendungsplanung zu festgelegten Zeitpunkten der Gemeindevertretung vorzulegen, auf der Gemeindehomepage zu veröffentlichen sowie der Abteilung Gebarungskontrolle mitzuteilen.
Der Förderantrag im Rahmen des KIP 2023 umfasst insgesamt 345.522 Euro. Davon entfallen jeweils 172.761 Euro auf Maßnahmen im Energiebereich gemäß § 2 KIG sowie auf Investitionsmaßnahmen gemäß § 5 KIG. Die Fördermittel wurden bzw. werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben für die vorgesehenen Projekte eingesetzt und verplant.
Berichte aus dem Gemeindevorstand
Im Gemeindevorstand wurden mehrere Vergaben und Projektentscheidungen getroffen: Die Anschaffung einer neuen Brandmeldeanlage für das Feuerwehrhaus wurde zur weiteren Prüfung an den Ausschuss für Raumplanung und Infrastruktur überwiesen. Für die Oberfeldstraße wurden die Lieferung und Montage von Solarleuchten mit einem Kostenrahmen von rund 14.000 Euro vergeben. Beim Wohnhaus am Pfründeweg fiel die Entscheidung für den Einbau von Kunststofffenstern, die Kosten belaufen sich auf etwa 6.200 Euro. Zudem wird sich die Gemeinde Göfis nicht am LEADER-Projekt „Klimabotschafter-Bushaltestellen“ im Walgau beteiligen.
Berichte aus den Regionen
Regio Vorderland-Feldkirch
Für die Geschäftsführung der Regio Vorderland-Feldkirch konnte eine Nachfolgelösung gefunden werden. Die Vertragsunterzeichnung mit dem neuen Geschäftsführer steht unmittelbar bevor.
Zudem soll die bereits von der Stadt Feldkirch für die Vorderlandgemeinden durchgeführte Personalverrechnung zu einem regionalen Personalservice weiterentwickelt werden. Neben der Lohnverrechnung sollen künftig auch Beratungsleistungen, Einstufungsfragen und Standardisierungen angeboten werden. Die Personalhoheit verbleibt weiterhin bei den einzelnen Gemeinden.
LEADER Region Vorderland-Walgau-Bludenz
Im Vorstand der LEADER-Region steht ein Wechsel bevor. Obmann Bürgermeister Walter Rauch (Dünserberg) legt infolge der Pensionierung seine Funktionen zurück. Bei der Generalversammlung am 5. November wird sich Bürgermeister Simon Lins aus Schnifis der Wahl zum neuen Obmann stellen.
Musikschule Walgau
Der Doppelvoranschlag 2027/28 bringt für die Gemeinde Göfis trotz steigender Unterrichtsstunden und eines höheren Gemeindeanteils eine Entlastung. Der Abgangsdeckungsbeitrag reduziert sich gegenüber dem Voranschlag 2026 um rund 4.900 Euro beziehungsweise vier Prozent.
Im Zuge eines neuen Standortkonzepts soll der Unterricht der Musikschule künftig auf wenige regionale Zentren konzentriert werden. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Wege zu verkürzen und die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zu stärken. Göfis bleibt dabei als Standort für Einzel- und Kleingruppenunterricht langfristig erhalten und gewinnt zusätzlich an Bedeutung für Familien aus den Nachbar- und Berggemeinden. Darüber hinaus eröffnen sich neue Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit mit der Volksschule. Die geplante Tarifreform soll es Familien zudem erleichtern, mehrere musikalische Angebote zu nutzen.
Einen beachtlichen Erfolg erzielten Emily Sinclair, Nora Hauer und Lea Rinösl beim Musikwettbewerb „Prima la musica“. Die drei jungen Pianistinnen wurden jeweils mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Die Gemeinde gratuliert den Preisträgerinnen herzlich und dankt ihrer Lehrerin Nina Prantner für die engagierte Förderung.
Bauamt Vorderland
Das Bauamt Vorderland ist seit Anfang 2026 für sieben Verbandsgemeinden tätig und hat sich bereits als wichtige regionale Servicestelle etabliert. Der laufende Betrieb verläuft planmäßig, der budgetierte Kostenrahmen wird eingehalten. Für die Gemeinde Göfis wurden unter anderem Projekte wie der Hochwasserschutz Hochried, der Kanalkataster, die Bebauungsstudie Kusterwingat, die Fertigstellung des Bauhofs, der Aufbau der Gemeinde-Einsatzleitung sowie das Entwicklungskonzept für den Friedhof begleitet.
Für 2027 sind weitere zentrale Vorhaben vorgesehen, darunter ein Sanierungskonzept für das Feuerwehrhaus Göfis, der Aufbau eines regionalen Geoinformationssystems (GIS), gemeinsame Beschaffungen sowie die weitere Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit. Die Verbandsversammlung berichtet den Mitgliedsgemeinden jährlich über die wirtschaftliche Entwicklung und die Tätigkeit des Verbandes.
BERICHTE aus den Ausschüssen
Ausschuss Umwelt und Mobilität
Der Ausschuss befasste sich mit drei gemeldeten Gefahrenstellen und leitete entsprechende Verbesserungsvorschläge an den Bürgermeister weiter. Diskutiert wurde zudem die mögliche Einrichtung einer Lufthygiene-Messstation in Göfis, wofür noch weitere Informationen eingeholt werden. Bei den Trinkwasseruntersuchungen soll künftig zusätzlich auf die von der EU vorgegebenen PFAS-Stoffe getestet werden. Das Thema Parkraumbewirtschaftung wurde erstmals erörtert und soll in den kommenden Sitzungen weiter vertieft werden. Für den Sportplatzweg und den Bereich Tufers wurden umfangreiche Verkehrs- und Geschwindigkeitsmessungen ausgewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse soll im Dezember über Fahrradstraßen beziehungsweise 30-km/h-Zonen beraten werden. Langfristig wird die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für ganz Göfis unter Einbindung der Bevölkerung geprüft.
Ausschuss Menschen und Gesellschaft
Der Ausschuss beschäftigte sich unter anderem mit einer Tagesbetreuung für ältere Menschen im Sozialzentrum Satteins sowie möglichen Kooperationen mit der Alpenländischen. Der Jugendraum unterstützt den Waldkindergarten mit einem Verkaufsstand beim Dorfmarkt. Der Dorfspaziergang für Neuzugezogene wurde sehr positiv aufgenommen. Als nächste Veranstaltung findet am 15. November 2026 das Dorfgespräch im Konsumsaal statt. Zudem wurde das Sternenkinder-Bänkle offiziell übergeben. Weitere Themen waren die geplante Einrichtung eines Demenz-Cafés sowie eine Informationsveranstaltung zum Thema Pflege gemeinsam mit dem Krankenpflegeverein.
Ausschuss Forst und Landwirtschaft
Förster Adrian Berthold wurde offiziell vorgestellt. Im Gemeindewald wurden rund 1.000 Festmeter Holz geschlagen, davon etwa zwei Drittel Schadholz. Der trockene Sommer hat deutliche Spuren hinterlassen. Diskutiert wurden außerdem Investitionen für das Jahr 2027, während die Holzlospreise unverändert bleiben. Die Frühjahrsaktion zum Neophytentag zeigte bereits positive Erfolge und soll 2027 erneut stattfinden. Das Hochwasserschutzprojekt Hochried liegt vor und wird vom Ausschuss zur Umsetzung empfohlen.
Finanzausschuss und Ressourcen
Der Ausschuss beriet über die Investitionsvorhaben für 2027. Die Sanierung des Sporthallenbodens der Volksschule Kirchdorf mit Kosten von rund 205.000 Euro soll 2028 erfolgen. Ebenfalls für 2028 vorgesehen ist die Errichtung der PV-Anlage Agasella. Darüber hinaus empfiehlt der Ausschuss die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie.
Ausschuss Leistbares Wohnen
Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ausschuss Raumplanung und Infrastruktur sowie dem Bodenfonds zum Projekt Runggels. Darüber hinaus wird gemeinsam mit der Alpenländischen das Projekt „Wohnen für ältere Menschen“ im Pfründeweg weiterentwickelt.
BESCHLÜSSE
Beschluss der Kanaldienstleistungen für Kanalkataster, Befahrung und Zustandserfassung
Im Rahmen des Projekts Leitungsinformationssystem BA 13 wurde die Zustandserfassung der Abwasserbeseitigungsanlage Göfis europaweit ausgeschrieben. Sechs Unternehmen reichten Angebote ein. Das wirtschaftlichste Angebot lag mit rund 589.400 Euro deutlich unter der Kostenschätzung und wurde im Zuge der Prüfung als marktgerecht bewertet.
Auf Empfehlung des Büros Adler+Partner beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, den Auftrag für die Kanaldienstleistungen zur Zustandserfassung (Teil 1) an die Firma QUABUS GmbH, Steyregg, zu vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt rund 328.400 Euro netto beziehungsweise 394.000 Euro brutto. Über die Vergabe des optionalen zweiten Teil des Projekts wird nach erfolgreicher Beendigung des 1. Teils entschieden.
Gebühren und Hebesätze 2027
Die Inflation lag in den vergangenen zwölf Monaten bei rund 3,6 Prozent. Im Bereich der Wasserversorgung beträgt der Kostendeckungsgrad für das Jahr 2025 rund 79 Prozent. Um die Finanzierung langfristig sicherzustellen, werden die Anschluss- und Wasserzählergebühren um 4 Prozent sowie die Wasserbezugsgebühr um 6 Prozent angehoben. Die übrigen Gebühren werden im Wesentlichen entsprechend der Inflationsentwicklung um rund 4 Prozent angepasst.
Die Gemeindevertretung hat die Gebühren und Hebesätze für das Jahr 2027 mehrheitlich beschlossen.
| Wassergebühren | ab 1.1.2027 |
| Anschlussgebühr | 36,84 |
| Grundgebühr pro Monat (Wasserzählergebühr) | 9,88 |
| Gebühr pro m³ | 1,96 |
| Kanalgebühren | |
| Beitragssatz vorgeklärte Abwässer | 38,26 |
| Beitragssatz ungeklärte Abwässer | 57,82 |
| Beitragssatz Grundlage Nachtragsbeiträge | 19,56 |
| pro m³ vorgeklärt | 3,38 |
| pro m³ ungeklärt | 4,21 |
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| Müllgebühren |
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| Grundgebühr pro Haushalt | 57,10 |
| Grundgebühr Sonstige | 57,10 |
| Müllsäcke 20 Liter | 2,20 |
| Müllsäcke 40 Liter | 4,40 |
| Banderole 35 Liter | 3,85 |
| Banderole 55 Liter | 6,05 |
| Banderole 60 Liter | 6,60 |
| Biomüllsack 8 Liter | 1,07 |
| Biomüllsack 15 Liter | 1,75 |
| Entleerung Tonne 120 Liter | 13,20 |
| Entleerung Tonne 240 Liter | 26,40 |
| Grünmüll Kleinmengen pro angefangenen m³ bis 2 m³ | 2,50 |
| Grünmüll pro m³ über 2 m³ bis max. 8 m³ | 7,50 |
| Häckseldienst pro Minute Häckselzeit | 2,00 |
| Häckseldienst Mindestgebühr | 15,00 |
| Sperrgutmarken | 10,40 |
| Friedhofsgebühren |
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| Familiengrab für 4 Personen an der Mauer | 4.991,40 |
| Familiengrab 4 Personen im Feld | 3.098,20 |
| Familiengrab 2 Personen an der Mauer | 3.098,20 |
| Gräber im Feld | 904,50 |
| Gräber an der Friedhofsmauer | 904,50 |
| Kindergrab | 120,10 |
| Urnengräber in der Urnenwand | 904,50 |
| Gemeinschaftsgrabstätte | 212,60 |
| Bestattungsgebühren Kindergrab öffnen | 415,90 |
| Bestattungsgebühren Kindergrab schließen | 259,90 |
| Bestattungsgebühren Grab für Leiche öffnen | 831,70 |
| Bestattungsgebühr Grab für Leiche schließen | 337,90 |
| Zuschlag Samstag je Leistung | + 100 % |
| Zuschlag Sonn- und Feiertag je Leistung | + 200 % |
| Bestattungsgebühr Urne | 303,30 |
| Bestattungsgebühr Urnenwand | 52,50 |
| Beschriftung einer Urnentafel für einen Namen | 156,00 |
| Aufbahrungsgebühr für einen Tag | 112,90 |
| jeder weitere Tag | 37,70 |
| Benutzung Einrichtung | 75,20 |
| Hausnummerierung |
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| Hausnummernschild inkl. Montage | 117,20 |
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| Hundesteuer |
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| pro Hund | 127,70 |
| Reduktion bei Begleithundeprüfung | 38,80 |
Zur sozialen Abfederung der Gebührenerhöhungen wurde der Ausschuss für Finanzen und Ressourcen beauftragt, für das Jahr 2027 ein Unterstützungsmodell auszuarbeiten. Dieses soll sich am bewährten Heizkostenzuschuss orientieren und Haushalte mit geringem Einkommen gezielt entlasten. Eine entsprechende Regelung wird dem Gemeindevorstand beziehungsweise der Gemeindevertretung nach Ausarbeitung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Anerkenntnis der Leitungsdienstbarkeit zugunsten der illwerke vkw AG für die 220-kV-Leitung
Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, die bereits bestehende Leitungsdienstbarkeit sowie das Bau- und Bestockungsverbot für die 220-kV-Leitung Bürs–Hohenweiler zugunsten der illwerke vkw AG grundbücherlich anzuerkennen. Betroffen ist dabei ein gemeindeeigenes Grundstück im Bereich Rankweil. Gleichzeitig wurde die Zustimmung zur Eintragung der Dienstbarkeit ins Grundbuch erteilt und der Bürgermeister zur Unterzeichnung der entsprechenden Urkunde ermächtigt.