Gemeinde Göfis
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„DUAL – Ganz was anderes“

22.05.2026 – Michael Mittermayer & Peter Natter im milk_Ressort Göfis

Am Freitag, dem 22. Mai 2026, wurde im milk_Ressort in Göfis die Ausstellung „DUAL – Ganz was anderes“ der beiden Vorarlberger Künstler Michael Mittermayer und Peter Natter eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten einen intensiven Abend zwischen Bild und Sprache, zwischen Sehen und Lesen.

Das Konzept der Ausstellung entfaltet sich in einem bewusst gesetzten Spannungsfeld: Hier treffen visuelle Collage und literarische Struktur aufeinander und verschränken sich zu einer eigenständigen künstlerischen Sprache.

Michael Mittermayer (*1961, Innsbruck) gilt als „Veteran“ der schwarzen Kunst und bringt seine jahrzehntelange Erfahrung aus dem Druckereigewerbe in sein künstlerisches Schaffen ein. Seine Arbeiten sind tief geprägt von der Welt der Bücher. Antiquarische Bildbände, Lexika, Zeitschriften und Karten dienen ihm als Ausgangsmaterial, das er zerschneidet, verschiebt und neu zusammensetzt. Aus Fragmenten von Natur, Geografie, Weltgeschichte und Wissenschaft entstehen dichte, poetische Bildwelten. Seine Collagen wirken wie visuelle Denkprozesse – ein Blättern im Kopf, in dem sich Gefundenes, Gesammeltes und Bearbeitetes zu neuen Bedeutungen verdichtet.

Ergänzt werden diese Arbeiten durch die Texte von Peter Natter (*1958, Alberschwende), der als Literat eine eigenständige Position einnimmt. Für ihn ist Sprache nicht nur Träger von Bedeutung, sondern selbst Material. Worte werden zu Strukturen, Texte zu architektonischen Gebilden. In der Kombination mit Mittermayers Bildwelten entstehen hybride Formate, in denen Schrift und Bild untrennbar miteinander verwoben sind – Schrift wird Bild, Bild wird lesbar.

Die Eröffnungsrede von Harald Gfader führte sensibel in das gemeinsame Projekt ein und unterstrich die besondere Qualität der Zusammenarbeit: Zwei eigenständige Positionen treten nicht in Konkurrenz, sondern in einen produktiven Dialog. Die Ausstellung „DUAL – Ganz was anderes“ zeigt eindrucksvoll, wie aus diesem Dialog eine neue, eigenartige künstlerische Einheit entsteht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juli 2026 zu sehen und jeweils sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.