









Mag. Christina Üblackner-Mäser, Conexia, erläutert eingangs Wissenswertes über Aktion Demenz. Ziel ist, Menschen mit Demenz am öffentlichen und sozialen Leben teilhaben zu lassen.
Die unteren Walgau-Gemeinden sind ein Teil von Aktion Demenz.
Gabi Hopfner, eine pflegende Angehörige, liest aus dem Buch „Aus dem Schatten treten“ von Helga Rohrer.
Im Buch erzählt Frau Rohrer ihre Geschichte, wie sie sich plötzlich mit der Diagnose Demenz konfrontiert sieht. Die Gefühle vom Fallen in eine Machtlosigkeit ,Wut, Scham,Trauer und Angst vor der Zukunft werden plötzlich Realität.
Wilfried Feurstein, ehemliger Leiter eines Seniorenheimes und Validationslehrer, ein Fachmann im Umgang mit Menschen mit Demenz, nimmt Stellung zur Thematik. Anhand von erlebten Beispielen ist seine zentrale Botschaft: hinter der Demenz ist ein Mensch. Ein Mensch mit seiner Lebensgeschichte und mit dem Bedürfnis wahrgenommen und geliebt zu werden. Wenn nur die verlorenen Fähigkeiten im Fokus stehen, dann wird der Mensch auf die Diagnose Demenz reduziert. Es gilt die guten und schönen machbaren Ereignisse noch zu leben, ein beiderseitiges freudvolles Miteinander zu gestalten.
Herausforderndes Verhalten wie Aggressivität, Ruhelosigkeit, ständiges Suchen usw, auch das Organisieren von Hilfe und finanzielle Aufwendungen, bringen Pflegende oft an ihre Grenzen. Sich Hilfe holen ist ein Gebot der Stunde, den Überbelastung und Stress verschlimmert die Situation auf beiden Seiten.
Wilfried Feurstein beendet den Abend mit dem Impuls -Demenz als eine Gefühlsstörung anzusehen, die glücklichen Ereignisse der Lebensgeschichten als Lösung in Betracht zu ziehen und als Prämisse: Den Betroffenen und den Pflegenden soll es gut gehen.